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und ihrer Mutter Bruder, Graf Wilhelm zu Nassau, Katzcnclnbogen, Blanden und Dietz, dem Erzstist eine Quittung aus "). Hermann errichtete ferner für seine Mündel einen Vertrag mit dem Hause Wcstcrburg zu Vilmar, in welchem die Grenzen zwischen Runkcl und Wcstcrburg wegen Schadcck endlich genau bestimmt wurden. Die Beauftragten von Wicdischcr Seite waren: der Amtmann zu Wieb Peter von Kaltcnborn, und der Altmann zu (Ober-) Amtwied , Georg zu Wicd, Herr von Dlbrück ^°). In dem folgenden Jahre verlehnte Hermann die Bergwerke zu Eschbach, Wcinbach, Drommcrsloe, und aus der breiten Wiese, an den Grafen Ludwig zu Stolbcrg und Königstein, und an Ritter Konrad von Hattstcin. Der Graf Johann IV. verzichtete zum Besten seines Bruders Friedrich auf sein Canonicat bei St. Gereon in Köln "). Bei seinem Regierungsantritte wurde Johann IV. abermals von dem Grafen zu Saun Johann VI. wegen Irlich und anderer von Saun in Anspruch genommenen Güter, angefochtcn; dieser siel sogar mit Waffengewalt in das Dorf Hcddcsdorf ein. Wicd klagte bei dem Neichskammerg/richt über Landfricdcnsbruch. Der Erzbischof Hcrmann brachte zu Poppclsdorf einen Vertrag zu Stande, nach welchem der Graf zu Wicd von Saun mit dem Schlosse Widcrstcin belchnt, und dadurch die Mißhclligkcit wieder auf einige Zeit beigelegt wurde. Saun aber zauderte mit der Einräumung dieses Schlosscs; dicß verursachte neue Zwiste °°). Endlich weigere sich auch Hcimbach und Gladbach wieder, den Grafen zu Wicd als Herrn anzuerkennen. Die Abtci Römers- dorf erkannte indeß ihr gesetzliches Verhältnis) an (S. 1521) ^).
Auf der altväterlichen Stammvcste Isenburg ward es allmälig stiller, da die Iscnburg - Grcnzauer Herren in dem einsamen Gebirge immer seltener verweilten, nur kurzen Aufenthalt der Jagd wegen machten, und ihre Burglcute walten ließen. Graf Heinrich, der Acltcre (S. 1230), wurde wegen seiner Gemahlm Margarctha von Wcrthcim, jetzt vonFulda mit einem Dritttheil an den Schlössern und Herrschaften Vrcu- berg und Remlingen belehnt. Erscheint sich, da er Kurtricrschcr General-Lieutenant ward ^), gewöhnlich in Trier aufgehalten zu haben, wo sein Bruder Johann als Geistlicher lebte, und auf das Erzbisthum Anwartschaft hatte. Sein Bruder Arnold mochte auch wohl lieber in Holland in der glänzenden Mitte der Familie von Brcdcrode leben (S. 1530). Von den Kindern Salentin's von Iscnburg - Neumagcn ist uns zu wenig bekannt geworden, als daß wir dabei verweilen möchten.
Der Kurfürst von Trier, Johann IV. Hcrr von Mctzcnhaufcn, des Kurfürsten Hermann Freund, 1Z39, wünschte mit ihm eine heilsame Ausgleichung der großen Bcwcgungcn in dem Kirchcnwcsen. Er gab sich Mühe, zwischen den Katholiken und Protestanten Eintracht und den Frieden in Teutschland herstellen zu helfen. Er erklärte einem Hessischen Eanzlcr, man müsse auf diese Zwecke ernstlich dcnkcn, weil Papst und Kaiser die Religion nur zum Vorwande brauchten, um alle Fürsten Tcutschland's zu unterdrücken °'). Als im Februar in Frankfurt eine Fürstenvcrsammlung eröffnet wurde, thcils um über den Türkcnkricg zu unterhandeln, thcils um in Neligionsangclcgenhciten wiederholte Vcrglcichungsvcrsuche zu machen: sandte der Erzbischof Hermann seinen vertrauten Nach Peter Medmann nach Frankfurt, um mit Mclanchthon daselbst über die Reformation im Erzstiftc Köln zu sprechen. Hcrmann's Freund, der Graf Wilhelm von Nassau, hatte die Kirchenvcrbcsscrunq in seinem Lande bereits begonnen, und Hcrmann wünschte sie auch in den Wicdischcn Landen vorzubereiten «*). Mclanchthon wurde von ihm nach Bonn eingeladen, war aber zu sehr gebunden, als daß er sobald hätte folgen können. Er schrieb an den Kurfürsten den 17. März einen lateinischen Brief, in welchem er unter andern sagt, wie sehr er sich freue, daß der erhabene Fürst die Uebcl der Kirche
47) Fischer, N°. cllXIV. Den wechselnden Besitz dieses Kölnischen Lehnguts s. bei 160t,
48) v. Mülmann's archivalische Samml. Mnscr. 49) Arch. zu Neuw.
50) Staatsrecht der Rcichögrafsch. Gayn, von M°>er. 21) Archiv zu Neuwied.
52) Lic»veri ^nual. ^ev. 53) 8ec)Kenc>. 1. c. III. 8ci, 19.
54) Es soll auch zwischen dem Grafen Johann IV. zu Wied, und Melanchchon ein Briefwechsel angeknüpft worden, und von Melanchthon ein Brief an Johann in Otto Melander's Schriften zu finden seyn. Ich habe diese nicht nachsuchen können.
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