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Als die ratisicirten Praliininaxicn ausgewechselt wurden (d. 5. Decbr.): wurde von St. Denis aus nach Wien an den kaiserlichen Staatöministcr und Großkanzler, Grafen von Sinzendorf, nur von Alexandcr's

Verdiensten geschrieben: ,,Il (le llnittle äe ^Viecl) a suuienu cl'un piecl inedrangdle äe^ui« I« com.

Mencement juklin'n. llt lin ei c.' und von Fleury'ö Sccretar an den Grasen von Wicd: ,,^!le?, IVIon. «eißneur, Voitz )- nvex ir.nvp.ill« conime un diiive 5el^neur, Von« moiile? llbzulument I'aiteniion 6e lüeite« douronnee«, le rel^eet äe vn5 limv«, er le vneux ä,i ?u!'llc e!e," Durch Alexanders rastlose Bemühungen waren beider Höse Hauptanliegenheiten nun vorlausig erfüllt, Frankreich freilich hatte alles Erwünschte erlang!; der Herzog Franz Stephan von Lothringen ward von dem Kaiser mit dem Großherzog- thum Toscana entschädigt; des Königs Ludwig XV. von Frankreich Schwiegervater, Stanislaus Lescinsky, den Oesterreich mit seinen Verbündeten nicht als König von Polen anerkannte, sollte Lothringen und Bar er­halten, und diese Besitzung nach seinem Tode an Frankreich fallen; dagegen gab Frankreich seine Zustimmung zu des Kaisers Karl VI. pragmatischer Sanction.

Die Dankbarkeit des Französischen Ministers Kardinal Fleury gegen Alexander für dessen wichtige Dienste in diesem Jahre erwies sich den 14. Debr. durch den Befehl, die Grafschaft Wicd von der Kriegsfor­derung ganz auszunehmen. Der Baron von Nicrodt schrieb den folgenden Tag an den regierenden Herrn der Grafschaft: der Minister habe ihm dicß eröffnet mit dein Zusätze: er werde an dem Vater eines solchen Sohnes nicht undankbar handeln. An Alexander, der in Wien verharrte, um das Fricdcnswcrk völlig zu Stande zu bringen, schrieb Nierodt d. 3N. Dccembcr: ,,Il (l?leur^) m'a reeeu avec une Konte et cte ßiüce« plu3 qu'aräinaire«, in'ii5«urant, ^ue louls l^eux, ^ui 50 5ent em^lo^e äan« eeNe negocialien, «eniiraient le« elletz cle 5<r reconnc>i?«auce, et riarticulisrement V, I^xcellence. Il ru'li temui^ne ^u,' II 3entc>it teut le nrl^ äe 5ervice5 äe 8. Nx. lXIr. !e (üomte k'reäiic etc.

Alexander wurde zu Anfang des folgenden Jahres zum kaiserlichen Kammcrherrn ernannt. Je mehr die glückliche Wirksamkeit des Erbgrasen von Wied für die großen Machte bekanntwurde: ^,,-l,'^,. ^'s,id auck an dein Kurtrier'schen Hofe die Besorgniß, daß Alexander auch seines Haufes

Ansprüche auf die entrissene Grafschaft Nieder-Isenburg erneuern werde, und es fehlte in öffentlichen Ge­sellschaften nicht an Trier'schen Kundschaftern, die Wicdische Beamte auszuforschen suchten; sogar Bauern aus dem Isenburaisibm befragten sich bei dem Pastor Bachoven zu Honnefcld:ob sie, wenn der junge Hm- sie wieder herbeihole, auch ihre Religion »rissen müßten ")," Wohl hatte von Nierodt den Auftrag. Fleurv's Acußeruug über diefen Gegenstand zuhören, und er berichtete: daß der Minister eine genaue Dar­stellung der Sache in einem Memorial wünschte. Was weiter zu diesem Zwecke geschehen, ist unbekannt, und oa wenige ^abrc spater abermals zwischen Teutschland und Frankreich Krieg ausbrach: so wurden solche kleine Dinge nicht berücksichtigt. Alexander sebte seine Arbeiten in Wien fort, und man schrieb es ihm mit zu, daß 173? das Fricdensinstrument, und 1738 der Dcfinitivfriede zu Stande kam. Des Fricdcnsvcrnntt- lcrs von Wied acdwhtcn in dem Jahre 1735 auch die Zeitungen von Leipzig und Halle. Alexander suchte keine Belohnung nur Ersatz seiner Unkosten aus eigenen Mitteln, und Frankreichs Dank blieben- außer den: St. Loui^'Orden nebst einem königlichen Dankschreiben, schöne Worte; die trefflichen Memoriale, welche Alexandcr's Bruder Franz Karl Ludwig noch 1755 nach Paris ergehen ließ, waren vergebens. Doch auch jener ^rden ward spater ein großer Gewinn für Neuwied.

Dem Vetter dieser würdigen Söhne verdankte die Stadt Neuwied jetzt eine neue Policeiordnung, 1736. welche Alexander"in der Folge vervollkommnete, und die Gemeinden Hcddcsdorf und Irlich thcilten w« bichcr gemeinschaftlich gewesenen Güter "). In dem Winter zu Anfang dieses Jahres lag eine Einquartierung von

4') Von Friedrich Wilhelm selbst angemerkt. Arch. zu Ncnw, 46) Arch. zu Neuw.

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