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1737,

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Dänischer Kriegsmannschaft schwer auf unscrm Lande, und sie machte dem Grafen Friedrich Wilhelm viele Sorgen. Der Kaiser leistete nachher eine Vergütung.

Am fünf und zwanzigsten Maitage erlitt das Wicdischc Haus und Land den Verlust der regierenden Grafin Luise Charlotte (S. 1704), in ihrem neun und vierzigsten Lebensjahre. Ihre Grabstatte ward die reformirte Kirche in Neuwied. Ihrem Geiste und Geschmackc hat Neuwied die Leitung des neuen Schloß- baucs und die erste Anlage des Schloßgartens, ihrer Mitwirkung in der Regierung den Anbau neuer Stra­ßen und die Aufnahme Französischer Familien von Handelsleuten, Fabricantcn und Handwerkern in die Bürgerschaft, vor allem aber dieser Landcsmuttcr den Fürsten Alexander zu verdanken"). Als der Ba­ron von Nicrodt den 23. Iun. von Paris nach Neuwied gekommen war, schrieb er an Alexander:^2

ville <üe 5Ieuvvieä ine p2rc>it un äesert, tont ^ est rrille et 5'aflli^e kurt c!e In nerie üe leurs dünne Msre clu v3^«, c^ui e«t dien et ^eneralemc>nt re^rete cl'un ^N2^r,'n etc." Er fand dett trauernden

Gemahl übrigens wohl, und außer dein Sohne Franz Karl Ludwig, auch den Grafen Karl Wilhelm Alexan­der Emil (S. 1706), den Bruder des regierenden Grafen von Wicd-Runkel -").

Johann Ludwig Adolph benutzte die Herstellung des Friedens zur Verminderung seiner Kreiscon- tingcnts - Compagm'e bis auf LU Manu. Dagegen wurde die Grafschaft mit einer Compagnie Landmiliz von 100 Mann bethciligt. Am zehnten des Octobcrs wurde ihm in Dicrdorf die Tochter Luise geboren «").

Franz Karl Ludwig zu Neuwied war (den 10. Jan.) königlich-preußischer Major und Dberstwacht- mcister bei dem Klcist'schen Rcgimente geworden. Mit seines Königs Genehmigung trat er nach seinen Be­suche in Neuwied, in kaiserliche Dienste als Oberstlieutenant des Altftvoischcn Dragoncrregimcnts, um an dem unglücklichen Feldzuge des Kaisers gegen die Türken Theil zu nehmen. Er verlor in diesem Kriege scme ganze Gerathschaft und die Festigkeit seiner Gesundheit.

Am siebzehnten Septembcrtagc wurde der Graf Friedrich Wilhelm in Neuwied bei dem Frühstückt von einem Schlagflusse getödtct. In ihm verlor die Stadt und Grafschaft Neuwied einen menschen­freundlichen Herrn, der ihr Bestes redlich wollte, nur nicht immer, um einseitige Nachschlage gehörig zu würdigen, die nöthige Unterstützung fand.

Nun wandten sich die Dorfschaften, die 1721 zur Ruhe und Folgsamkeit verwiesen worden waren, mit ihren alten Beschwerden auf's Neue an das Äcichskammergcricht.

Drei lind zwanzigstes Kapitel.

Von 1738 bis 1792.

Nach Friedrich Wilhclm's besonderer Verfügung wurde sein ältester Sohn, Iohaim Friedrich Alexan­der, sogleich als Nachfolger in der Negierung der Nicdcrgrafschaft Wied öffentlich erklärt. Da er aber noch bis in das folgende Jahr wegen seines Fricdensgcschafts in Wien bleiben mußte: so versah sein Bruder Franz Karl Ludwig, der aus dem Türkenkriege nach Neuwied zurückgekehrt war, die Landesvcrwaltnng. Die bei jedem Regierungswechsel gesetzlichen Lchcnsmuthungcn besorgte jetzt der Graf von Wicd-Runkel, Johann Ludwig Adolph, als Aeltester des Gesammthauscs ').

47) Arch. zu Nemr, 1) Fischer, N. l^O^XI,

43) v. Mülmann I, L.