An den Lcscr.

Druck kommen/ allermassen ich auch die Namen der Gcribenten fast niemals darzu besehet/ welches mir jetzo zwar sehr leid/aber nicht mehr zu ändern ist/ weilen es weder

dieandcreGeschäfftezulassen/nochauMangclderverlohrl^elWücherlllchtsoleicht geschehen tan. Ich bekenne aber gern/ daß in denen 5. oder 6. Jahren vor diesem letzte­ren Krieg/ ich mehrern Fleiß/ als vorhcro/dißfalls angewendet gehabt/ inocmeauff meinen wegen der Stadt Speyr verrichteten Reisen (deren etlich und viertzig / und darunter eilffan den Kays. Hofzehlenkönte) von vielen/ auch so gar Fürstl. und an­dern Hohen auch Gelehrten Personen bin befragt worden / warum die Speyrische Khronicknicht vermehret oder fortgeführet würde ? Ich hatte aber dabey siats die Hoffnung gehabt / es würde meinem öfters wiederholten gleichwol vergeblichen Bitten und Ermähnen nach/ Herr i). Johann Henrich Gabler/ ob Ehrnqed Herrn v. piccarts Seel. TochterMann (der von Anno 1667biß 1674 auch RatWSchrei- berinSpeyr/ von solcher Zeit aber blß 16 8?. daselbstewund hernach / biüin seinen seel. Tod/ bey des Heil. Reichs Frey-und Wahl-Stadt Franckfurt Raths-(>^. lcnc gewesen) der die darzu gehörige Gaben reichlich besessen gehabt / und deme auch von Hertzen gern darinn geholffen haben wolte / solches Werck über steh ae- nommen haben: Nachdeme aber im Jahr 1688. den i8ten Septembr. K v die Stadt Speyr sich denen Königl. Frantzösischen Waffen ergeben müssen / diese darauffdcr Stadt herrliches ^rcl^ivum (wovon zwar ein Namhaftes beyseits äebrackt aber ausser etwas wenigen/ so Hr. v. Gabler und Ich weggeftüchtet und sonsten erkalten/ dasubrige verbrannt worden)nacherStraßburg bringen lassen/ und endliche» den 5j Maij 1689 die jämmerlichern vielen hundert Jahren unter Christen nie eekl>rte Zerjtorungderuhr<alten-undder Thater eigenem Geständnüß nach (indcmette i^ z,icht das geringste zumessen können / so dergleichen That nur in etwas verbiet te) unschuldigen Stadt Speyr erfolget/ Hr. l). Gabler / vorgemeldterMa^,/ §7n6icu5 zuFranckfurtworden/ und Ichdahero besorget/ daß manches derSadt dtenllch-und nothiges vergessen werden-undIhw zuSchade gereichen dörfftc als l^a- bennch verbunden geachtet/demseiben/ft viel an mir ist/vorzukommen und ;u l,eltt>n. und wellen ich z.Monat vor demBrand dieK^iürgtur oder das ärckv der a^ ^ srbb. Frey-und Reichsstädten (so in der Stadt Speyr Verwahruna ae^n/ und worüber ich zu Regenspurgin dem Reichsstattischen ^ zittr^rwürcklicheEides-pftichtenabgelegt gehabt) mit grösster Gefabr m..^ Freyheit/jaLeibundLebens(in dem statseinesiarcke^^^^ Mth-Hofgewesen/damitnichts/zumalenvon j^^^^^

gewesen/ hinweg pr^icM werden könte) erstlichnach und nach in meN

gebracht/ und hernach/

schen ^«liezii zu Regenspurg/ in vor wohlgemeldte Stadt Franckfur aett N, ^

darauft nicht mehrnach Speyr zurück kehren dörffen

nenFrantzosen/ von bösen Leuten/ denenes GOttverzeihenwoll ' ve/r^

mir deswegen von ihnen alles Zurückgelassene con6scjrt-und

menworden) alsoeine guteZeitnichts sonderliches zu thun

überdas Werck ges^

sahe zusammen getragen/dabey aber nicht nur/wie oben gedacht/ dieMa ael s>efnn"

den/ daßdie ^K«^, woraußeiwund anderes gezogen habe/ nich^

sondern auch gar vieles/ dieStadt selbsten betreffende / nicht setzen ^

lnmememExemplar nur rcmMlv^, wo nemlichdieses oder lenesan0lns^/l. 3

einzuMm ftyä geMdet/ welches ab«Ho/bey wWZV

geschehe.