An den lesir.
geschehen kan. Wegen dieser Mangel habe ich zweifflen müssen / ob das Werck der Mühewcrth scyc / es in Druck kommen zu lassen; Weilen aber dessen ohngeachtet einige absonderlich dic-nicht nur in Teutschland / sondern auch fast bey allen Gelahrten in gantz Kuropa hochberühmte ^umma, als Herr Huldreich Edler Herr von Eiben/ Kayserl. Kammer.Gerichts ässcü'or, Herr Job Ludolff/ Lhur-Fürstl. Sachsi- jcher Rath und Resident zu FranckfurtamMayn / und gesamter Hochfürstlicher Sachsischer Häuser Crnestinischer i^mic Geheimer Rath / und Herr ttcnncu- Qcw. rcruz ^liülem2riuz, dom. p^c. <^2c5. Kayserl. Maj. und vieler Hoher Reichs-Stan- den Rath/ (der Todten/ h'cci^rcr des See! Hrn. er,« ^lauritu, gewesenen M'clioriz amKäyserlichen Lammer-Gericht zu geschweigen) die öffmtlicheHeraußgebungi« Druck eingerathen/ auch damals zweiffelhafft gewesen/ und annoch sehr ungewiß ist/ obdasStadt-Spcyrijche ^rcluvgäM
oder (wann schon dic,cs erfolgte) in vielen Jahren es in seine gehörige richtige Ordnung gebracht werden: So habeendlich meines Vatterlandes Bestes allen anderen vorgekommenen Betrachtungen billich vorgezogen/ und also meine Nor^ und ^äi - rioncz, (welche in denen ersten zwantzig Bögen dieser eäirionallemmit diesem^ ^ Anfangsund Ende Geuierck/ hernach durchgehende mit eben diesen Hand-Zeichen undamRalchemit',,)außgeworffensind)Hrn.GeorgHenrichÖchrlingen/v^^^ men Bürgern und Buch-Handlern m Franckfurt/ aufsein Begehren/ zum Druck iiberlassen/wiewol ich wünschen mögen/ daß meine Geschaffte hätten verstatten können/solche vor demDruck noch/derGebühr nach/reifflich zu durchgehen/welches aber nicht seyn können: Hatte GOtt mein Vatterland in seinem vorigen Stand/ und mich dabey inGcsundheiterhalten/so solle alles vollkommener-auch diec-ominu^jon dieser Khronick/biß auf die Regierung weiland KaysersMatthia/ glorwürdigfien Andenckmsherauß kommen seyn/sintemalen diese/ so zu sagen/ schon zu Faden geschlagen habe/ und würde sie/ zum allerwenigsten so groß/als die Khronick / worden seyn/ bey jetzigen Umstanden aber und Beschaffenheit der Sachen/wird mein gehabtes Vorhaben/ und die allschon gethane Arbeit wol umsollst seyn/ dochstehets in Gottes Willen / und kan sich vieles bald ändern: Ich aber unterdessen versichere/ daß manche rare Reichs- Sachen hinein kommen werden / die noch niemalen in Druck außgangenseynd.
Solte nun jemand in diesen meinen Anmerckungen und Zusätzen etwas ange< nehmes und zu seiner Vergnügung finden/ würde es mir am allerliebsten seyn. Einigem Menschen aber etwas zu Verdruß/Nachtheil oder Ungebühr anzuthun/ ist niemals meine Gewonheit gewesen : Daß ich aber an etlichen Orten der Röm. Päb- sten und deren Hof-Schrantzen Griffund Verfahren wider die Röm. Kayser gean- det/ darzu hat mich eines theils der billiche Eifer vor die Kayserl. und des Heil. Röm. Reichs/ leider! allzusehr geschwächte Gerechtigkeiten und Befugnüsse-andcrn theils aber dcs Gegenparts ohnverschamte Unbillichkeiten getrieben. Und gleich wie ich jederzeit darbey geblieben/^
ein Verstandiger/ der H. Schlifft und Kirchen-Historien nur einiger Massen kündiger/die Strittigkeiten zwischen der jetzigen Röm. Kirchen und denen Augspurgischen confclsionz Verwandten / mit ««parteyischem Gemüth recht und gründlich erwe- get/ er klar befinden werde/daß bey denselben allein der Geistl.(nach der gemeinen Art zu reden/so auch auß dem Pabsthum cntsprossen/gerad als wann sonsten keinerGeist- tick seyn tönte/ der nicht einKirchen Ampthat) lammen- undl<c5pc<^. oder aber Nutzen und Genuß/ auch meistens alles zusammen die wahre Ursach seye: Also hat sich auch dergleichen siats und ohne einiges Wiedersprechen in denen StrittiMten
)(4, der
