Das!. Buch. Sap.M. 3
so nennet auch der^. ^mbral1u5, (der sich eine zeit- Nische Hulss und Zuflucht bey den Tcutsch. n über
a,w u ^rier aufaeba'tc», bat/ wie zu lesen«« ^««<^- Rbcin gesucht/ und mtt grossem Geld cmm auelan-
^°" ^ 3??"'^^ mem«ra«äum d.scbcn fremden Krieg5<Oberstcn/dc.iH. tzoge,'aus
^«„^n. N"pe> >l murnm -^versn-- k«..5 3cm«, ^> Schwaben/ äriuv.lwm, Wider Ihre Feinde bestellt/
Diese Land aber über Mein seynd Gallien oder und anMommen/welchcv >bnm m,t i soo° ^eu- F^anckreich zugerechnetworden/auch noch zn Ze ten
Kaiser Friedcrichs deß Ersten/ wie bey Otto Fnfmg mcn/ und mit Gewalt die l^u«- od, Burgund er
zubcfindm/ u.wCbron. Landgrav. Thuring, bezeu- bey än^er°br». da '''^Mumpe gaec/ gesichw
gccs kurh also/ c^V.6. ^>"'al>.^ ciice^rnr t'annu. gcn und ribcrwundcn/ und bannt du Überwundene
N!2. öc 2li II, '^riH Uücineaä K.benum cliceb^rur (^er. unterm Iocb und Gehorsam erhalten wurden/ bat
m,nia. v-1 Xleni2nm». ^ V>!l2 I^benum o^lli». ^rinvikl!5 der fürnchmstcn Lelltc K'Ndcrzu Gcisscl
^Massen dann in der Stadt Spcycr ^rcbiv gar genommen/ und mit dem Adel/ Ritterscbafft und
viel Urkunden und l)«cumc.mn vorhanden/ welche Obrigkeit sehr streng und ernstlich gebausc den
dieses/ und daß Svcycr m r>,« Lallica siyc/ bezeu- Se^uanifthen / die,hn und sein Volck zur Unter-
gcn/ sonderlich in denen Ordnungen/ was diese oder druckung ibrerNacbbarcn nntgrossm Untostenund
jene aus- oder in die Stadt fubrcndc und tragende Waaren zu Zoll und dergleichen geben sollen/ da ,c- dcsmahls außdrücklich stehet: Wann d:c Fuhren
ex^Iem2M'.iz!!l ri^m<^!l!ir, nem, ex ^leniunniÄ, in (."ivi rarem ^iram , ircin, ex r>c>üra divu^ce in ^lemanniam, öcc. kommen oder fahren. ^ ^cic.
Rüstung aufgewickelt/ und in Gallien bewegt/ ists ergangen/ wie jenem Pferd beym ^lapn. welches ei- ncs Hirschen / so »nie ihme auf einer Wcyd sich cr- näbrl undcrbaltc»?/ Her? und Meister werden wollen/und darum einen Mann um Hülff ersucht/ der dem Pferd willfahrt/ aber demselben einen Zaum
</ec,^v.,. »^,6. ?ympnn. ^el-l /^.;. und alle andc- aufgelegt/ den Hirsch i'on der Weydc abgetrieben/ re Scriben'cn beschreibe!, groß Teutschland in be- he, nack das Pferd in seinem Zaum und -Händen berührtem Bczirck/ als ein rau grob Land / voller halten; also hatten die Sequanische Gäste geladen/ Wildnüß / Pfützen und Lacben / kalten uiw raucn die sich nicbt woltcn lassen abdancken/ sondern es nab-
Luffts/ darvonBäum und Boden gar ungeschlacht und die Teutschen Kälte und Hunger zu erdulden gar wohl gewöhnet gcwcsin/ Hitzabcr und Durst gar nicht vertragen rönnen. 1 »«r. viinimc nc,m
»l^umc,iue rolerare, fri^araarcine ineciiam coclo 5c»- luve»llkever^nt. Inlmx lü.i^r im 6.Buch/Cap.
5. meldet: Daß die Teutschen sich mit Ackerbau und Hand-Arbeit zu ernähren für Uncbr gehalten/ und darum das Land uncrbauct verblieben / ihre Nahrung haben sie von Viehezucht/ Weydwcrck/ und ihrer Benachbarten Vererben mit dein Schwcrdtgesucht/ alle Arbeit und GcschMc'?/ die das Gemuch/ Gedancken und Leibcs-Krasfte schwächen/ verinicden/ und alles geflohen/ was mit Verdruß und Unwillen zu verrichten. Dieweil sie dann gar sorglos/ und ihres freyen Willens ohne Arbeit gelebt/ seven sie an Leib und Gliedern groß/ starck/ und den Römern fast crschröcklich erschienen. Nach' dem aber hcrnachcr die Teutschen in folgenden Zeiten dein Feld-Wein- und Ackerbau obgelegen/ ist das Land in solche Gestalt undBeschaffenheic durch cmb- sigen Fleiß und sonderbare Geschicklichkeit gebracht/ daß cs den besten und fruchtbarsten Landen heutiges Tages zu vergleichen.
Das in. Kapitel.
Wie die Nemeter und ihre Seadr vom Mio (^l»« überwunden / und unrer der Römer Gewalt gebracht worden.
?>Emnach sich ohngcfähr Anno 72. vor des
O) Hcrm CHristi Geburt begeben/ daß in Gal- x^> >,^" --i^- ""— v ..... ^. - .^,^".«^ -i^.
^Slien zwischen den »eäni5. jctzoBurgundicrn/ so ist ihn, dcrWcg so nahe zumir/als nur zu'hn.e.
an einem/ unddcn8eq^ni«. den Bisantzcrn oder wann ich bey^^^e etwas zu sthaffcnlMtc/woltc^
Ober-Burgundicrn/am andern Theil/ um die 8^°. ihm nachziehen/ dM^cwn ftl er ^
riontät/und welches Volck über das andcresolte hättemitderTeutschenSachenundHano lnmchts
herrschen/ langwieriger Streit und Uneinigkeit ge- zu thun/giengcnchnaucb ebenso wcmg an/als chne
schwebt/ und sorche hernach zu offentliche^eind- ^.«v.lwm. was d IeoM nchttnLanden mge-
schaffrundKrcgausgebrochen/haben d.cScqug- bieten und mimten hatten; So c«s«MM
mc »hcrtzog^rioviku^eiNen gre>,n Tbeil ihres Landes zur Wohnung für sie!) und sein Volck ein/ machte ihmc dic5eqn^<^zu Gebort und Verbott unter« würffig/ und bedielt solche Hcrrscbasst 14. Jahr. Dieweil dann die Teutschen aus Alcmannicn das fruchtbare Land und gute Gelegenheit erlernet/ haben sie je länger je mcbr ihre Wohnung dahin verrucket/ also/ daß in kurtzcr Zcir 12,0000. Teutschen in derselben Landschafft sich häusilich gesetzt und niedcrgclasien beuten.
Demnach aber im Jahr s 8, vor dcss bErmCHri- sti Geburt lulm« c^^r vom Rath ;u Rom in Gallien geschickt worden/ und derselbe die Nelvecioz oder Schwcitzcr mit einer grossen Niedcrlag überwunden/und eben zur selben Zeit 2.4000.WN den Haru- dcn über Rhein sich zudem ^r>0v,k<, geschlagen/ hat cr den 5?qu2mz gänklich aus dem Land gcbotten/ und seinen Landslcutc>t ihre Ort und Wohnungen einzuräumen/ an sie gesonnen/ in solcher Bedrängnüß haben die Sequanische an sn!>nm eine Bottschafft geschickt/ sich über die grosse Unbilligfeit und strenge Herrschafft des ^rioviai kläglich beschweret/ und ihn um Hülffund Rettung gebeten; darauf ^-rl^r ^rinvitto durch eine I^.-mon zll wissen gemacht/ daß er wegen Geschässle des Regiments und solchen Sachen/ daran beyden Tbcilen viel gelegen/mit ihme sich zu unterreden/ Vorhabens/ mit Begehren/ zu solcher Zusammcnkunfft einen gewissen sichernOrt zu bestimmen. Als nun die Legate»? zu ^r,« viiw kommen/ und ihren Bcfclch abgelegt/ bat cr ihnen mit einer übermüthigen Antwort begegnet/ und gesagt: Wer ist der c-rl'r. >^ ^. etwas bey in ir zu verrichten/
