58 Speyrischer Thronick

CHristi Gcbutt ?8?. welches einige gnugsam und überfiußig zu Widerlegung des gegentheiligcn ini< gen Vorgebens/und der ^uror solches Gedichts wol Auslachens werth ist/daß er sich nicht besser in denen

vocumeniiz UlNgesehtN hat.

0KVW c;i.r o. ?. c.

^

Das ilx. Kapitel.

Von etlichen ^nciquiläten und Wahrzeichen/ daß die Römer zu Spe^r ihre Bejahungen und Obristen wider dieAlemanuieralsin einer Frdntier-Sradr gehalten-

'A) I^«N2»ul/^. ). saget: l^c»c«c>nlil!e«re of'c>rr«

lunr , mull2 KumÄN» vecuüatiz monuiznenlÄ ^>lc< lumciue reverni, ut Vinclonilllr 2i<^ue 2f>uä !>I«:me- t«i ulii milic« vin«lice5 vel^Hbancur. Tt lamen unu lc»co plu« reoeriaz, auum »lio. 1'2l)«ni5 cimniH vlenH 5u»t veNl^Ätiz inäicÜ5. ^^>l,<i 5j,ir2in I^e- ll^ccum prX«r unicam donliantii, ni f2llc»l, inscri» ^?llc>nem nilill o!>>vililn cli, c^uoäI^QMan,m znci^ul- larcu» 2l^u»t. 8eci uou <i«I)cc r,c>c s>f>f>iclil ^ul!)U5> ^am aäxnere llnciquicalem, <^uuci non ubic^u« 1^»- lnanorum inscricicinncz uccurrunc, >3c HNliczuoru«,

tülium lnn^uni cem^lnmulcum a!?lumic. Das ist?

Man muß in acht nehmen/ an welchen Oncn die Römer ihre gewisse Besatzungen beständig gehalten/ daß nun daselbst auch derselben Klunmneina und Grabsteine pflege zu finden/ als zu Speyr/ da die l^iü«x vmäic« ihr Frontier gehabt; doch findet man an einem Orte mehr solcher Anzeigungen / als um andern. In den dreyen Zabcrn findet man viel altes Dinges. Zu Speyr/ laß ich mich bcdünckcn/ sindet man nichts weiters/ als deß ^onkainil .vicinu- meinum. Aber es seynd doch viel alte Städte/ ob schon nicht allenthalben der Römischen ^.im^mtät gefunden werden/ dann mittler Zcitist viel derglei­chen verdorben. L. «.Kcuano Hais am Bericht ge- mangelt; dann zu Speyr nicht alleine Käyser c^n- Ü2niu, sondern viel ältere Kionumenca vorhanden/ deren etliche in diesem 16 n .Jahr durch Verfügung der Herren Baumeister im Hof zum Retschcr/ da jctzo die LateinischeSchule ist/zusammen gesetzet/ und eingemauret/ seynd daraufzam theil gantz vollkom- mene/theits durch langwierige Zeit verseht teSchriff- ten und Buchstaben zu lesen. Davon folgende Ab- schnfften hiehcr gesetzet.

Das erste:

I. V X H. ^l ^

l«.l. conzi-

X I ^t V 5. r. c.

Wiewol berührtes Käyser cüonll,ntii lvlonu- wemum mitLaubwerckund andern alten Zicrrahtcn gantz vollkommen; so ist doch das andere noch zierlicher und grösser/ aber in der Schnfft fast gantz wegen Alters unleslich/ und werden darauf nach­folgende Buchstaben gelesen:

Dasdrit«: r. i. ivnoni.

^ v r. d v ^l II i. ^ v 5 1.1_ ^c.

Das vierdte:

Scheinet/ als sey es von den Gothen hinterlassen/

<^^^ ". dieser Schlifft ein guter Lateinischer Vers stecke/ 'st zum erstenmal imMaymonath des Jahrs 1676. erklaret worden von Hcrm O.Johann -veinnch Gablern/ daniahligcn der Stadt^?vcvr/ an,etzo der StadtFranckfurt am Mayn c^sulen- ten/ als selbiger ncbens dem i-2«iron>schcn ^eld-Brie- stcr/ und des Spcyrischen^ymnal., damaligen Ke-

3^^" M"". ^"")'7 b"'achtet / dann er hält diese klare Worte >n sich. ^uä«a« pin.« i^bi qm«a« venäic« >a«. Die meisten Buchstaben seynd crkanntlich/ nur weilen deren etliche unf.nttch gehauen/ und man dabey zweycrley/«nd L gc. brauchet/ so seynd Lehmann und viele andere dar« durch auf die Muthmassung gerathen/ ob müsse dieses Gemachte Gothisch seyn; welche Meynung aber durch den Verstand des Verses wdc leget wnd; dann was wcw denen Gothen daran aelean gewesen/ ob das DorfMu<.«aaä. dessmN"

vor6in7ä.Iahre^/alsTeuV^^^

denHunnenvcrheertworden/selbiqesft^ senge standen/ und diesen

solle/ an einem cmdem Ort Z,^ habe oder nicht? Eskanse n/a"d?Ä^ Ungarn nach Aussaaeder'^I^N^^ auch im 47. Capitul des zweyten Buchs di ser^bro! mck zu sehen/vom Jahr 3°°. in TeNnd^

^ahrm?l7.^7.UNd3) 8.^1em»«n.»m.>l<'ati2ln.

sc^m'w i.«ckaru durchsircifft und verheeret ha­ben sollen/ daß damals die Dörffcr oder da?",.^. Volck in denen Gauen ihren Schu^ bey denen Städten gesucht werden. Nachdemeaber das Volck n chtalle^mit 2?^."^ '"H Städte wollen oder auch können/ so ,st glaublich/ daß man 'hnen einen gewnlen Theil ausserhalb vor der Stadt/ der denen Dörftem nach ihrer 5iw«i<>n am nähe- sten gewesen/angewiesen und vergönnet haben wer­de/ der darauf zum Widerstand bequem gemacht/ folglich jedem Dorffe ein absonderlicher Bezirck oder

Ziel/