Das i Buch. Sap. x. 23
cuz noch anderer domitum oder Grafen / mit denen scynd damals auch nach Gelegenheit der Ztithefftig
die Römer hin und wieder ihre tandschafften befiel- ersteigert worden / also daß man offt von Wahren
lct/ und verwaltet. Warum aber die Römer neben und Früchten den halben oder dritten Theil zollen
den Hertzogcn auch diecomic« oder Grafen gehal- müssen/ bißweilcn auch«lecim«, cluo^ecim«, vi^e-
ten / das meldet (Ha<1wäoM8 im 6. Buch von der lima8, ^U2(ll2ßeslm»8 öi ciuinqu2ßelim28. das ist/
Ne2policHNlschcn Grafschaffe/ da er also schreibet: den IQ. 12.2,0.40. oder so. Theil gezollet. Davon
Txcumä nc»i)»8 äi?nit»«8 reluceine« , czuali ä 8u!l« schreiben hin UNd wieder l^isar, lacirus dicero, l.i.
l»äii5. uc in»rl,i8 naliri par«resplenäeanc cultolii- viu8, ausdMNtUtN StlibeNteN I.2xiu8undI^'plllu.
t» jultiilH. läeu rar emolumencarum commcxic» Voll hen I'racurawrn scynd ZU GnnchlNUNg der
lcrimu5, ut lecuritarcm provincialium collizamuz. Zölle die I'uKIicani, Zöllner NN des Rheins Gestade/
Klellk uulil-2 cunÄarlim czuie8 eli. <^UHM non pos- und in Städten an die Thore gesetzet worden / deren
lumu8 ^licer recorciari, mll uc <Ilbjc6ri non v>ä«,ic Tichtcn und Trachten dabin gestanden / daß sie al»
aliquiä irracinn^ilicer prc»äiclille,das ist : Von der ler der Landschaffc Reichthum und Vermögen er-
Käyserlichen Hoheit rühren andere fürnehmc Acm- schöpften / und zu sich möchten reisten / «utc»m2n.,«
ter/ welche als die S tralen von der Sonnen in die /><l»5«F. nennet solche publican« ^<llf>yl.i5 öclnru-
Landschaffccn scheinen/ wennRcchtundGcrcchtig- cline5, qui?lovmci»lium slliissmnemexupel>a!ir.
keit erhalten werden/ darum seynd solche Graffschaff- Das andere Einkommen der Römer /' hat?>il,u.
ten gcpfiantzet/ daß Friede/ Ruhe und Sicherheit tun,, auff Teutsch Schätzung oder Stcur / ge-
allenthalben dm Unterthanen des Römischen Reichs hcissen: Die Schätzung sind auff Menschen / auff
beywohne/ und sich wol dabey befinden. Ackerbau / auff Vieh und anders geschlagen worden/ damit die Menschen beleget/ das hat t^pi-
Das X. Capitel- ""° ""ls Teutsch Personen - oder Haupt - Geld
— ^. .«— x^ «„»» geheißen/ dann von jedem Haupt in einer Haus-
Von der Romer Umkommen/ und Gefallen 5^^ ^, ^^^ ^^^„ ^ bestimmt Geld er-
aus der H.ands<hasst des ^hemltroms / leget'werden müssen. Klarcellinm schreibet im 17.
und was grosse Dienstbarkelr den j?lN- ^^^ , ^s Kayscr suli-nu« zu Erhaltung seines
wohncrn solcher L.ande obgelegen. Kriegs - Volcks am Rbeinssrom diese Schätzung
. Encbcn den Hertzogcn und Grafen haben die vom Adel erbeben wollen / habe sich Plnrenc,u8 der
1 Römische Käyser noch einen andern stattli- Hertzog zu Mciyntz widersetzet / und sich vernehmen
'chmAmtMaNNgesetzct/ dcrVcrwalter/ pro- lassM/ äuimim priu8^mi««,revelle, quamnacll-
cur»corl>rovinciX, genant worden. Die Hcrtzo- neresseri, er woltc ehe Leib und Leben verlieren / als
gen und Grafen haben allein Kriegs'lmd Rechts- diese Schätzung gestatten / und wendet zur Urjache
Sachen verwaltet/ aberdcr i'rocur^r hat alle Gc- für/ wenn man durch dißMittcldemKrieas-Volck
falle an Geld und Renten durch sich und seine bestell- Hülffrcichuna thun wollen / daß dadurch die Land-
te Diener einzunehmen und zu verrechnen gehabt / schafften darüber in äusserste Armuth gestürmt wor-
doch ist es iedmvcilen geschehen/ daß sieinderpr^li- dein i^ui« nuj^mnäinmvin'nsnirn.lmö everssc,-
äenten / ><>ech0gen und Grafen Mwescn auch das num, l« veriü« äixecim', jnsanabilia vulne« 5^-pe
luttitz - W.'sen versehen / und Recht gesprochen, acl ulrimzm «Leerem pluvinci« conrrixi<7e. Bc-
>^' Dieses ist annoch in Franckrcich und andern meldter ^,r«Ninu8 beschreibet aueb zu Ende in sci- Reichen im Gebrauch/ und hat seine gute und höchst- ncm zwey und zwankiccken 9^uche/ daß/ ob wol Käy- wichtige Ursachen; dann wann die Duc« neben der ser d«nst»tuil,z ein löblicher .Herr / und der Christen- Gewalt über das Kriegs-Hecr auch den Vortheil l>cit wol gewogen gewesen/ daß doch seine Reaicrung undGelcgcnheitgehabt hätten/dieEmkünfftcn und sehr beschwerlich und fast uncmäglich erschienen / Gefalle zu verwalten/ würden sie dardurch desto leich- dieweil er mit Vermehrung der Zölle und Schcchun- ter zur «.ebellion und Empörungen bewogen wor- gen keine Maß gehalten. Von den andern Schaden seyn / ninc<3rc>riu5 </e ,-e/». /lo»,. 2U: I^eäicuum tzungcn schreibetD>« llb. 56. ^UAuKuz cum Ilencjiz «xaHlc» procnr«orll?uz dxlarum incumbel^zr, sc exercicil?U8» auibu8 Imnerium ?<.nmanum canline- l2llil,«iimn inliirutoleollrar» kuic al? alliciu earlim. I,,rur, vicelimam inltituil'lec, sc ici tributum nmne» ^ui»rmi8nrirer^nr; vereliHnlur enim Imper2rc>re«, ^^ ferrenr . »äeu ur ouicivi« vnlluri vicierenlui,, ne, üconiunZcrenr »rmorum potennamöccammo» cnnsticuic trilomum ex a^ris sc illil,u.8 coüizere. «liracem uecuniX.llä rel?elli»neln(3ubern2co«8inci- 8r»tim ißicur , cum nnn 6>xil?er vel ciuancum vel t«entur. Das auch die ?rucur«Qlel alleine die c^uemacimoelum illuc! clarccur, Äli«5»l>ö mjllt, c^ui Rmten und Gefällt verwaltet / und gar selten die privacoium baminum iplärumque civic-icum l,QN2
Gerichtliche Sachen versehen haben / solches bezeu- äetcriberenr. llrusn«. Känscrs ^«^»ai Obristcr/
fiel l'llc. i. 4. <,««. c. 1 5.»., 4. H! Die Gefalle und bat den Frießländern und andern derselben bcnach-
Einkommen scynd in drey Theile abgetheilet gcwe- harten Teutschen zur <^teur und Schatzuna auffcr-
scn/als in Zoll/Schätzung und Renten. leget/ daßsiesemem Kriegs-Volck zur Nothdurfft
Was Zoll heist/ist männiglichcn bekant/ und hat Ochsen-Häute zu Zelten und Schilden reicben und
Käyser OÄ-lvianuz ^uznltu8 zu erst die Beschweh- zahlen sollen / dieweil man aber mcdt in Acbt ac"
rungder Zölleallhier am Rbeinstrom zu dem Ende nommen/daß berührte Volckcr viel mehr von Wild-
eingeführet/ daß davon das Römische Kriegs- Volck präch als zahmen Viebe ihreNahrung gesucht / und
in den Frontier- Städten ohne Nachtheil und Ko- sichftlckcr Zuchtwemgbefiissen: Daher umbmihr-
sten desRaths zuRom erhalten und besoldet wer- tcrSchatzung willen ihrer viel Haab und Güter/
denkönncn. Davon^««n..>^^ ' DieZölle mdlichWelb und Kmder in ewige Dienstbarkeit
ver-
