Das i Buch.

den Christen lw<1irct/ dann der HEn Esiristus sa­get Matthäi am 6. Alles/was ihr wolt/ das cucl)«!c Leute thun sollen/ das thut ihr ihnen/ das ist das Ge- setze und die Pwphetcn.

Diese Lehre hat ihm ssayser3everu8. als eine ge­wisse Regn! und Richtschnur in allen Urtheilen und rechtlichen Aussprüchen/ in das Hertz und Gedacht- miß gcfast / und damit die Partheyen offcausibrcm eigenen Ausspruch und Urtheil verdammt: Dann er im Gebrauch gehabt/ dieselbe vor Gericht zu fra­gen: Vizne Kncriki tieri, qnncialcel l rac!,^? woltestll

leiden/ daß dir geschehe/ was du diesem gethan hast. Er bat auch an berührtem Spruche ein solch Gefal­len gehabt/ daß er solchen nicht allcinc ohn Unterlaß im Munde gefuhrct/sondern m seinen i'al^icn und gemeinen stattlichen Gebäuen überall lassen in Smn und Holtz hauen und anschreiben/und durch dejsen beständige Nachfolge das Lob eines gerechten/ from­men und furtrcfflichcn Kaysers erl angct-

Das Xlx. Kapitel.

Von Gtsthlchten der L.andlcbaftr amRhein^ ström unter Tvävler c^orcliano, deren etliche

lllüoricigedenckeN'

Aystr 4Iex2närc> 5everc> ist gefolgtt ^l^ximi.

> NN8, aufihn ^I>U8 <^ulM2nu5 der Dritte des Nahmens. Unter diesem schreibet Eisen-

grcill : (-crm2niz invalescencilinz, cium I'2nuoni28, Ivl,crli28, Ill/cicum, dlüricnm, Kb«i2z, Vinäeli» ciam, <^alÜ28, urr,e5rrHnz>,^en2N25,l>Iemernln,^u. ßuüam, ^r^enior2tum, ^lc>znntl2cmn, l'revira- iu«n ullieml^li^niaz , Ic2li2m, LricanniH«, iul-lm- yue N.NM2M incercinerenr; (^aräianus arm» m«> vec, facirc^l,e icer per ^lcrnäz, 2t^uc in ijila cx^>e6i- ti»ne, c^uic^ l^omuin in 1in2ci2elt,cjeles, flil^ar, exf>m',n2r, l^^inov«. In 'iumma saget Eisengrein so viel: Bey Regierung dieses Kaysers haben sich die Alcmannicr mit aller Macht erhaben/und in die um­liegende Lande eingebrochen / dcßglcichen in die Stadt Spcyr/ Straßburg/Mäyntz/ Trier/ :c. hatder Käyscr sein Heer in die Bulgare» gcführet/ und den Feinden obgesieget / und in die Flucht ge­schlagen. Sonder Zweisscl ist dem also / daß die Alemannicr viel und offtauf Spcyr/als ein Fron­tier und Gräntzhaus/ dergleichen Wornü's/und die Einwohner und Bürger in solchen Städten wieder hinüber auf sie die Alcmannicr werden gestreiffet haben/ als die zu beyden Theilen fast zu nichts än­derst/denn zu Krieg und Strcit/ von Jugend aufcr- zogen und qeübet worden. Jedoch ist dergleichen bey den Römischen Nittoiicil nichts / wie diß Orts bey Eisengrein/die Stadt Spcycr betreffend/zu fin­den. ^v«m,nu8. den, er allhic mit seinem Zusatz Gewalt und Unrecht thut/ setzt unter Käyscr^o» älanc, in 8UMM2 zusammcll/ was die Alcmannicr bey Regierung vieler nichts sollender unbillicher Rö­mischer Kcwser in den Frontier-Städccn / und hin und wieder im Römisi-Hcn Reich/ für grossen Scha­den gethan/ und dessen in ;oo. Jahren kein Auf- Hörens gewesen, ^vemini Worte stehen also: i«

fnulaum carr»cimczue auricis Kumani« viribuz tan- «iem f^ermani invalelcunr in acci^cn«, rvom2nnrn Imperium solvuut, ?»nnuni«, Xl«liuz. Ill/ricum.

Tap. xix. 31

Kloricnm, Kketi«, Vinäcliciarn, (üalliill. ( All>

hie lnischt Eiscngrcill sein Fabulammt mit ein/ uib«

tr2i»zrlienlll.,2x, dlcmemm, ^uz;ull2m, ^r^enror^ lum, Ivlo^niuiacum, l"revcrc»ruin urkem.) l-Ills>»< niaz, Liil-nn'25, Iraliam, insum Knmam incer.

cipiunt. (Was folget/ und der Histori den Vcr^ stand und Liccht giebt/ hat Eisengrein gar übersehen

UNd allsgelassen.) «.«mam^ue pl^cipiunllmp«. riuurirm5,k in^ci tizre^,r>2cQnäunr,c^uXaclnuc mz»

ncnc. Daraus klärlich erscheinet / daß ^vennnu« nicht von dem/was unter (^rmanu, sondern vor vie­len Jahren zuvor/ und hcrnacber in künfftigcn erst vcrHct und begangen worden/Meldung thue.

Das xx. Capitel.

'vom oustand der Landschassr am Rhein, ftron/ und derSradtSpe^r/ unter Häys

^er ValeriHno und (^2l»enc>.

^,c)räiano dem Kayser folgen pbiIi>?PN5 4r2b5. V^Z vecin8V2>er>2nu5, und^^lienn?. Haltt'.'UNd

E ohn: Welche beyde etliche Jahr mit cinc.i^c: zu­gleich das Käyscrthum verwaltet. Und Meidet Eyscnarcin/ zu ihren Zeiten habe es um die Stadt Spcyr einen solchen Zustand gehabt/ älemanni

6a!lj25 ferro n2MM2^uc r>erv2^2nre5 , Xta^untiacj punccm cranleunr, «rclex, rempla äiripiuuc, incen- clunr. I>lemeium ^,liFulr2 8r>ir2 ex^u^n2ra.4rzen. tur2tnm, V2Nl^!c>n>im urbe5 ^'2^212^, I',2nl»2 exnsi2, l'reberurum r>«s>orcn5 civicaz lnlo 2clXqu»c2, cot» max Qall!» incrcclil'ili llraz;e äelet2. Es will aber

eine Notbdurfft seyn/ daß man Erkundigung bey den alten Scribentcn einziehe/ ob sichs in Wahrheit also verhalte / wie Eysengrein schreibet. Die erste

Kundschafft giebt Lncror,./,ö 9. ^!em2nni exb2U- N>5 c^^Uiiz in It2li2M pencrraverunc, das ist: Die

Alemannier haben gantz Gallien durchstreifst/ mit Raub erschöpfst/ ünd seyen biß in lc»I,2m fortgerü­cket. I^2vmz Voviscn« <» ^«^c/i<l»o schreibet/ ^u- reliann8 »nuä ^uzunÜ2cum cribunuz le^ioniz sex- tle(i2!lic2NX, ?l2nco5 irrurnr,cnre«, cnm vaß2ren- turner wc2mt32ll>2m,üc artlixir.m cr-cencozex nig c2r>ro5, leocin^ennz inreremr>ci5, l'ul, corona ven. ^iäerir.

Ferner giebt Kundschafft 0«o^il1nzcnn« /^.;. c«f. zc). der gewiß auf^utropium und die erste Scribentcn gesehen/ sagcts eben so rund/^lem2n»

ni f>crc2l1i25elime5,Ic2li2M nuf,n!an«8, suecincirt

keinen Ort/ den sie insonders beschädiget, ^ritlie' miuz co»,/'. /^. l- ^«"<l/. der die dritte Kundschafft

cüebt / schreibet: ^lem2nn> conrr2!Ä!8 cc>f)ii8 ex«r- cicum saccem ciuxerum in <^2l1i2m, V2lr2l2czue re- eiune serro s^ '3^^' ^urn lpc>lÜ8 öc nriä» mult2 in In» reäierunt, eaäem^ue 2nno exnccknnncm con-' tr2Kc»n»2nc>8 mc>vcrnnc in!czli2M, scmulca ei8 cla- rnn2 intulerunt, vinäic-mt« injuria8, ql>28 mulli-

plic-8 snlcepemm 2K ipn8. Das ist: Die Aleman« nicr haben ein groß Volck in c;al!,2m geführt/ und nachdem sie dic Landschafft mit Feuer und ^ chwerdt verhcract/ scynd sie mit stattlicher Beute wieder bcimkommcn. Eben iin selbigen Halm haben sie auch cincii Zug wider die Römer fürgcnommcn in Ir ni2m denselben vielfältigen Schaden qcthan/ und sich wieder an ihnen gerochen. Aus diesen 41.

leg».