Das i. Buch. Tap. xxxl. 4;

fahret / es möchte ihr Vatter den zugefügten

Spott seiner Tochter mit öffentlichem Kriege gegen ein anschlägigcr tapffcrcr Held / die Burgunder/

ihme zu anchcn beweget werden/ solcher Gefahr zu- Gochcn / und König ^««veum , dessen Vatter

vor kommen / und die Bothen daheim mit Kriege zu (^I^m- -ch-. (so im Jahr 4) i - zu regieren angcfcm-

bcladen / hat er ^cuKm der Hunnen König mit al- gen / und un Jahr 44?> gestorben) ^ allbercil gros-

lerhand Beredungen und Gaben wider die Gothen sen Theil desselben Königreichs dein Römischen

verhetzet / dem er hierum doch nicht sehr flehen dörf- Reich durch Krieg cntwciltlgct/ und sonst in offene-

fcu/ weil er vor sich selbst sein Glückan dcnRömcrn lichcrFcmdschafft gegen einander gestanden / inge«

zu versuchen sehr begierig gewesen : Rüstetesich der- meine, Gefahr/ umbHülffcund cinhälligc Zusam-

wegen nicht alicine mit allein seinem Volck den Hun- meusttzung gegen gcmcincln Feinde cmgcruffen/ und

nen / sondern zog auch anderer benachbarter Hulffe dcnM'M / damit nicht der dritte beyder mächtig

zu sich: ^ wer- wurde/ zum Beystand und Gehulffen beweget/

den ^aricuz Kcx c^epiäannn. liarmaccr, Qeluni, darauf die Rönier lind Franckm aufeincm/ und ^t-

^«uri, K.l>x>, «^K2l,n^ 2c Kellicnlllllmi «.znic^ue ex l>I>, am andern Theil in Franckreich in der «.cvier der

8cvcKl3, pdpuU; ) ^>ahm seil«Reise aus Ungarn E l^dl Schalon allfdcr Schanwanien »V(in c»m-

stracks auffTeutschlcmd / bewegte mit seinen Berc- p>^ ^uHlal,»,ci5,^l» lu,n 26 lululan^ ^?> eineern<c-

dlmgen viele Völckcr / daß sie wider ihre obgcsaqtc liche grosse Schlacht gehalten / und ist ein schröckli-

Feinde die Römer ihre Macht sollen zu der seinen ches Blutvcrgicssen zu beyden Theilen entstanden/

landes ienscits Rheins an sich gezogen/ als die Meh- schreibet theils Nclonmz, ircm ^«ici^nnz, Lenlinm:,

rcr / Böhmen / Schwaben / Thüringer/ Sachsen/ 5i^>nn.5. und andere 4u<Inl« mehr.

undandcrc/daßscinHccraufffünffmalhmwc.ctau' Demnach Käyscr Valcmmianuz durch Hülffe

send starck gewesen/Nm,./.4.z^ainnssagt700020. und.^ath ^c»i des tapffcrcn Obristen gegen den

/<ö. 1;. und bei) Basel/ weil der Schwartzwald na- »nächtigen tyrannischen Könige ^nil^.n glücklichen

he dabey/und man zu Überführung so grosser Menge Sieg erhalten / denselben aus Franckrcich zurück gc-

Volcks viel »doltz zu Nachen und Schissen vonnö- schlagen / und hicmit gross'n Lasts und Sorgen cnt-

thcn gehabt/ gegen den Rhcinstrom gerückt / dersel- ledigct worden / hat er folgende grobe und schändli-

den so viel lassen machen / daß der gantzc Schivari;- ehe Mißbandlunaen begangen / dadurch er ihme silb-

wald darzu verhauen und darauffgangcn / welches sten den Tod / lliid dein Römischen Reich äusserstes

8.äumu8 cm furtrefflichcr Röiiler/ so damals gelebct/ Ve> derben zugezogen / aiifsolchc Maß: Es hatte ein

bezeuget/da er jagt: fürnehnicr Raths-Herr i^ximuzgmmnt/ ein Aus-

e?ec/</« c,i«/ei?<, ^»»/ bund von einem schönen/ züchtigen und verständigen

//<^»/<lj /<»^«,Q? <?^««»,,e.v/,e> «/^. Weibe / gegen welche sich Käysir Vilcnrimauug

8«cliz l^licnan /<^. I. und 5ruml'f. iin dritten hcsstig verliebet/ und wederGeschenck nach Practick

Buch von Gallien am vier und fünWgsten Blat gesparet/

schreiben/ ^«M verarget den Rheinstrom gar iäm- tc: Es war aber das ehrliche Gemüth des Weibes

merlich/ undgantz^alliamL-lFicam bißandasAl- zur Unchrcnichtzu gewinnen/ hingegen irachtetedcr

pen-Gebirge / Straßburg eroberte er mit Gewalt/ Kanser ausi alle listige Mittel / se inen Willen zu cr-

plündcrce und zcrstörcte es / machte eine Strasse sättigen / bcruffre ihren Mann den Vl^ximum gen

crcutzweiß dardurch / und hat davon die Stadt Hos/ gab ihme Anlaß zum Spiel / und sitzte etliche

Strahlung gcnennct / wclcbc hiebcvor ^ilbcrthal Stück Goldes gegen einem R>ngc / den .v^ximux

gchcisscn / wie der Lateinische Nahme /^gemm» hatte/denselben hac dcr Käoscr im Spiel gewonnen/

noch auff ihme träget / puulu« Hmilmg: /Vccila und alsbald des Klaximi Hauß-Frau zum Wabr-

Nunnorum «.exnnn populHrilim maäo, leä ^evi- zeichen zugeschickt/ daß sie aus ihres Mannes Be-

6Krlim la« ^encium juvcnmcem »ä ciumqu^inw selch solle zur KäysmN gM HofkoMNUN / solchem

«M-Nurum millia in (3a!üum änxir: l>lon ^r,l. Befelch hat die Frau ohne allen bösen Argwohn ge-

nnn oppiäiz, nun marcHkbuz v»rced« 5u^ Kl«o- horsainlich nachgesetzt / und als sie zu Hof sich cin-

veo^. Kcge. gestellt / ist sie zu etlichen zu solche» Sachen bestellten

Dieser Meynung ist auchcrusmz /.ö. 7. ?<«"-1. Weibern gefühM worden/dahin sich auch der Käy-

^»r!,«»!) ^,cul2 vel ccmf,c>nlxi8 ^ml« evecllr vel äe- scr alsbald verfüget/ und durch Zwang seinen Wll-

k"?uIai«cir«^nenum,^^FuaH«.anrHcu!,um. Vin. lcn mit der Frauen gepflogen / und also das Laster

des Ehebruchs begangen. Demnach nun das

^uzukHVuiiMnum^i^mw^^ ^"'""" ^"">" ^"^ "'^" 6" 'Hause zu ihrem Mann kommen /

piua, 1«veri5öc 2li-r. ^.rcila hat am Rheinstrom hat sie ihme des Käysers an ihr verübte Unzucht

bekrieget / geplündert/ vcrbrandt und beschädiget schmcrtzlich zu vernehmen gegeben / und / daß er sie

Scraßburg/ Metz / Spcyr / Wormbs / Mäyntz/ dlirch seinen R'ng zu solchem Laster ve> anlast / mit

Cölln und Trier/ und andere Städte mehr. ernstlichen schärften Worten verwiesen / und ob wol

Als nun die Hunnen durch Ober-Teucschland/ ^.ixin-.us hierum gegen den Kaystr grossen Zorn

Nicderland / in Franckrcich eingefallen / und dem und Unwillen gcfast / so ist er doch durch der Frauen

Römischen Reich und Kcwscrthum Verderben und ernstlichen Vcrwciß noch mehr zur Rache beweget

Untergang vor Augen geschwcbet / hat Kayftr v»- worden / dieweil er aber m gehabten Nachdcnckcn

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