,7l. Speyrischer Zhronick

habt/ ist darauß ferner zu vernehmen Als vor. Beginnen und Fürhaben als unbillig und unzien,'

bemcldtcr Kayftr I<<it,b«m5 auff funffzehcn Jahr lich angesehen worden / und Kön,a"u0w>a ^rob

regiert/ und der Regierung mndc worden / hat er msondcrs Mißfalle!, getraaen / haccr seinen Sohn obbcruhrttn seinen Theil ,n,t Vorwiften und

Bcliebung der Stands unter seine drey Söhne in Italien abgefertigt / ist auch an den, und nahe

Vertheilt/ dcmcckem^ohn/ Ko,rg Ludwig/hat darbcy gttvescn / daß er Italien und den Kcwscl*

cr untergeben das Kömgrelch Italien/ und dar« liehen Ticul in weniger Zeit seinen, Vettern auß

neben den KanscrlicheN T'tul zugeeignet: Dem -Handen genommen. Es ist aber Könm Ludwig

andern Sohn / Konig l_^r,«/ die Landschafft in diesem Wcrck Todes verfahren/ ^»« ^s-

tothringcn : König (^«l« denliungsten Sohn und also <^ro!o Julien und der ^avscrlickc Ti-

die Provinc.cn / und sich der weltlichen Regle- tut blieben : Es schreiben etliche von l',nol« ^-

ruNg gantzlich entladen / und in ein Kloster bcgc- ^«/. /«/^«/. Xi^berc. daß er des Kanierlicbcn Ti>"

den / darinn cr bald hernach im Jahr achthundert tuls willen msondcrs m stolkircn a m/^uacn/ und

und fünff und ftmffzig Todes verfahren, l<^m<, sich dessen

/.^. i Darauß er,che,net / daß der dritte Theil nen Vorfahren in Fränckischcm Geschleckt nicht

des Kömgrechs c2..r«I. I^m abermals in drey geschehen/ hat dic Teutsche >rack m Kleidung

Theil abgethe.lt worden / und auff dem König- abgethan / ünd auff N chiß unge^^^

reich Italien nach ^c w^m.llg Kty<cr i^uclov.c» Manier ein langen seden Rock ae raa n/ und sich

des Ersten/ der KchsirlicheTttul bestanden- .Hin. sonsten in allem senmn Thun p V

gegen obgedach er Kon.g Ludwig / der das- aber bald sein Endschafft c mw ^ ." ^'

nigreich Teutschland nach se.nes Vätern Käyscr verstorben /

^^/?^"^t/ an Macht/ Gewalt gen lauten also : ^^""^m^6c..

und Grösse der Land,cbafft den Kayscr m Ita- b.kke« cleü.^« ««miru«. penäeme u^ueaä..

UcN scbr weil ubcmoffcn. Fa,i eben so gering und p-cle«, nec non «p.« iuvolm« l«.c« vc!am>"°"

schwach ist der Km)!er gcgcii,cmem Vettern ob- ac äiaclcm««-6^« im°°sic° Dominica fc...

gedachtem Komg dar«l« ,n Franckre.ch zu scha- tti« <j.<-l^>, Lccleli.m pro«ci«<- 5oleb.n, o-..

tzen. Dlß haben die alten l-lilraricl zur Nach- «- ..... ^-. ._^^_..^^

mnem enim coiisueiucliuem Keeum srHiicolluN,» cumeMnen« < l^rxc« ^lor,25 «ocim« arbul^H-" mr, öc ucm»)nrem suHmen^elaciai^muttenäe-.' c«, aKIato Ke^5 nommc , s« Imper^orcm sc ^uzuttum «miuum Kegum ci, m»re cnnliaen-"

tichtung zu Gemüth wollen fuhrcll: In dem Gott- slicd V>«tble!il>5 al/o schreibt : I.i)^Ii»ilu5 Imrie-

t2t»r crilsu.'! Kliiz lm5, Ke^nuin c^uciä «!,!M cc>n- ti^ecac ^«ticur. l^uäuvico lc^liam cum nami- ne imperatuiiz , I.ocl>»rlo I^alliHrinLiam , (ÜHru- lo pravincism ciacienz. Iu5e verc» urciiuaciz u- mmbu« m prumieusl ^«nalreri« . äccnn» s«c« gelassellerSohn/^ist'im'^mhttcn Iah'sw'i'^

lmperu sm pytt m°riem pann 2NN« . ^.,cbu5 einem Kriegsheer in Italicun verrcilt / berührt

eikcuur. Vicle ^ ^uan^.m clete6tlim «.om^nu.n ^ckt und l^rechki.,^ ...... «>>.<«.'.^,. ...,!> stäV"

Imperium äeveneril, lcilicet, ur in irex narcez äivi^o Ii.egno l^rüncuruin , «rti^: narciz lcicii parz eN'cr ej^iz Imperium. DtlhalbeN gedachter

Kömg Ludwig keinen andern Ticul gehabt/ als

daß er Kciyscr in Italien gencnnec worden, ^n-^.^ ^on.g ^reu und Huld aeloben "",'"'

no87s. l.°v.c«5lr»l>-- 1mper^,r c>l,..c .uj.5 D^, ,^ erstlich die ^.mai«^nc«rl " ^

lium appell-ur pra-cepir. ,. ^> Gedachter ^"-

"^"^^"'^^'^ .'" Teutschland nach'

^.I»,... ^V"lz,i"/«» !» ^Mlicuu verreiit/ l'l'ühl't Recht und Gerechtigkeit zum Königreich und KaY' scrllchen Tliul zu erstreiten / den dicfUrnehlnstc Fu^

cornuz rr2N5l2cUm ^lecilulam i>, L^lilica 8. H,m riroln lepnlcnm eli, ^nns/. ^«/i/<°^ I«m I^uclu- vicu5lmuel'aror, ^ui Iralicr rc^num rez;eI,Hr, mc».

ticur. beginn /.i"'. 2. Wicwol nach dessen Ab­sterben der Kaiserliche Titul von Rechts wegen Kö­nig Ludwigen in Teutschland/ als dem altern Bru­der gebührt/ und das Königreich Italien / vermög Kciystt Ludwigs Tclwmcnt/ unter die Erben ver­theilt werden sollen / so hat doch c«o!u5 König in Franckreich / c^lvuz gmcnnet / durch listige Practicken und grosse Gaben / damit er die Rö­mer und Pabst Johann den vm bestochen / ^».

«<,/.l/-<l»co^. ki.ezino/,^.H. liigeberc. erhalten/ daß

sie ihn zum König angenommen / auch den Kcin

äcns«. /.no 877. I^ncomiu (I^I^man." "^ »puäK^m //^.2.^«<.z<8c). ^roluma.muzcu«" manu val^a I^oricorum ^v«sc,rumc,ue 8c!a^ rum I«b-»m »^«ä.mr. cenrra d-^rolum ä.m" «re volcnz. (^xxlcum^rol^ccimperiller, i^ co luxla cnns««ucimem tli.m r^'m imic- ^> m.nr.^ emm ä,cbu5 vua.- su^e > urncu^ne nece«« «ar, 2äv«5arii5 «lllrerc . aur palam rer^a v«"- re. aur clam mi!il,l,uz sujz effuZere lolclial, ^ in eoclem um«« ciillenteri» marb«, corcepl"" cum n«z;n» periir triltiria. darolomannuz "pcl- m,«8 I«1,X s<- vemen«5 suscenir . N cli<>'"^ Uca. prnur voluit, re^ione lev«M5 elr i" ^1"^' l>2M. ^nna 8?8. I.amberrm V^imnis Klius ^

serlichenTitulcrtheilthaben. Diß bezeuget Pabst ^^ li«^> «? ^ n..na

Johannes selbst ilt einer Gelitten an Kciyser Ca

rulum mit diesen Worten : c)ux scilicec MHler ^cclellH sprero ma^no öc bnnn srarre Luciovico, viäelic« vc»z nmari vei ßraruila volunrate ran- <^u»m »Iterum K.ezem vaviä elegil sc prielemr, acczue »ä Imr,eri2li» s«r«r2 f»rc»vexir , üarnniul

^»»876.»«»,. )4. Dieweil dann Königs c,ru!i

iice lul, culloäia «cencn cirmmgr« «.c,m2nc,rulN ticielilarem d,ln!s,m2nnu s-cr-Hmentc, ssrm»re ca<^

^erlmr. Diese Handlung der Römer hat Pabst )u «nucm dermasscn zu Unwillen bewegt / daß er viel ungereimte Ding fürgcnommcn/ 'S-Pctew Kuchen beschlösse!, / und alles in Zerrüttung M" /

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