Das ll. Buch. Cap. xl.Vl. ,7«
Nc»n NMNIH ti.e^!ia ltali^ cun, ir,ül K.mnana ur^ Königreich nehmen möchte / welches ihme belieben
Ke. Und hat König ^.atk2r!N8, König in Ita- wolrc/ und solte ein jeder sein Reich friedlich undru-
lim / I.'iäcivjcl,5 5^önig in Teutschland / carokiz big nach seinem besten Verstand regieren und bestel-
König in Franckrcich gehcissen: Der Titul des lcn / und einer den andern nicht allein mit gutem
Käyscrs/so König i.c>cl^rlc.wiedcrfabrcn/ istnichts meynen / sondern auch zur Noch mit Hülssund
anders dann ein Ehren-Titul / und hat dcßbcck Beystand sich ersprießlich erweisen. Darauff die
den i.sn>^rm5 nicht mehr Land und Lcut als sein zuvor angcdeutt Abtheilung erfolgt / Und ist von je-
Bruder / noch einige Macht / juri^iorioi, und dem der dreyen Brüder zu halten gelobt und gc-
Obrigkeitliche Herrschung über das Königreich schworen worden.
Tcutschland oder Franckreich gehabt / sondern es so diesen Sachen selbst bcygewohnet/ ^. 4. mit die«
hat ein jeder der dreyen Brüder sein Königreich scn Worten : >tic,pu8, ^ern^rcln«,, ^Kercu5, für sich / wie bey ihren Eltern und Vorfahren in mi^cnm c?cccn8, u ,xnce I.ucnacii 26 illoz (I_u^
der Teutschen Frcinckischen F.eyhcit/ verwaltet/ vicumöc(^nK,m) vcncrum, ^ice»te8, c,l!oäl_o<
Ulid was Kayscr 1.QcI,ariu8 für Herrlichkeit / lI«lM8 cu^nuvillel 5e in Oeuni öc il>l)8 rclmmile,
Macht und Gewalt im Kayscrthum gcführct/ nc>!lecc;ueHmr)Iiu8, Ut altercaci« imer illc»8 öc l^nri-
eben dasselbe haben seine Brüder / der König in stimmn pnpm'um ellec, ti vellenc alicmiä illi ln^r»
Tcutschland und Franckreich / und ihrcNachkom- t-niam purtem Ke^ni peo^cec nomen Imperaca^
lncnvc erwchllc Könige zu thun und zu verrichten rix, qua.l ill> r,2«r ülnrum cancellerar, öc prn<
Macht und Gewalt gehabt / davon außoruckliche p«t cü^niiacem impeni, cm^m ^vu« Keznn kran<
klare Versehung in ^eliamenrc» Paroli Kl.»z;m, und e»rum ^jecerÄr» andere tacerenr. 8in »lir:r, rer-
in gepflogener Abtheilung Kayscr I^nvici unter ti»m c.-miummc)äo zartem lunus »lil^ue I.<,!ijrad2i>
obberuhrtc seine drey Erben bey p/tli^a alles ih- clia, LujuHrl» öc ^^mc2M2illl canceäerenr, re^L-
lts Innhalts zu lesen. 1'rnKem!U8in ^/,«.i/. hats rciciue c^m5(^ue illollim, o-o fuvenl,c , suicin-
kurtz in diese Wort begriffen ; I'arcitin c2il8 el^: nem rc^ui lni, prauc me!>U8 pullcc, fruer«?n,r 2l-
I^c^num krancurum (icrm2r>i^ rierneino oer ül rer alceriuz llllZlläic» »6 Koievoleinia, conceäerenc
l^a^cat rirnr^iu», Ke^em nulli nenicN8 m»rialinm naccm Üc le^e« invicem iibi lubjcÄ2l, el^cr^m: in^>
nec^uc l<c>m2nc> ^uiciem Imperic, sn^icc^nm, leck ter illn5 veo 2licl>c>re 112^2 r>2X ^ei^cz. I^l, pos««
^rl^inakralicornin consueclicliiic llliernmlur!. It.e> ^leiiiau« ^uniu , feria viclcliccc ^ui>N2 , ornocce
^num c^ua^u«: f^ncormn (^Ilurui^ u li^iiro clivi- civilem I^l^clascQNlz, in in5ul» , czu? ^ux»Ila äi-
wm, llmili mc»äol^e^<n«, ucc,(,nsticlnic)!c>nn, urc,- cimr, cum «c^uc,uumcrn s»riurum^.cicNariU5, Lu-
^irium naber lil,erum, t^ui nun minul c^uam I^c< äuvicu; öc <^arc»!u« conveniunr , Üc Kac: lacramen-
t^ermHnixlibeieltöcnulii c>mnin«»5u!?!c6t>,,z Ivla» lummlituoll^ijurHruiir, v»6«:Iicccui2^cc>äicK:6e-'
ni^e^uni el^cnim, c^uuä Irnncl at, nri'ine semper incep5 invicem llbi p2«m conservare clel-»elenr, öi
tnerinr llbeirimi, Lc nec^u« Kum»n>8 ne«ue alceri »cl f>Inci>iuni, <?su»ä liäeles eorum i>nl)i stÄiulllenr,
cuivi5 ^enii unc^uau, lerviclini, ,uc excicerliin lub- V.e^,iuni oi^nc al)8^uc I^ll„!;a!,2r«ji3 , ^».iria K:
ieä^i; ()mn fintiuz >^>ll <,<eKi,llx«rm,c l^umanoriHin v^niiania cum 8,crHmentn, ^>rout Xqmuz i^llentF
Imperium sll?iciue tecere iul,je>5tlln,. I^c ^co^cer« in rribug parilr»li5 cliviclerenc, cleMoane uarciun»
I<«el2mdliinäivjslane I^ni ptittinam ükelknxm »^nzelem I^e^ni eli'et I^uiNarii , <3c c>nil2nö illorlilli
lr^ncarumuIii^ueHlceli.'lleerill-rlHmicrvaie HHclie. riarrein, c^uam ^uiz^ue ^cciper« , cuiaue c!eincle
llii,r. c>innil,u8 äiclinl virZ: lu« conlervale <lel,erec, in ec»
Diese Meynung ist denen / so die alte lMo. si liäversnzfl'Htnöc lnoz t'racer sunz sunillter l-Hcerec.
lica8 nicht gelesen/ und ausi ungleichem Bericht ()un exnleco2clnl0ic!zquc vcre,i8 r,2ci5lli8,?.ic!liceäi-
ihnen ein anders eingebildet/ frembd zu vcrnch- lceäunc, acl cakr» «cleuuc, inciMinum äc ci«llÄ
wen/ darmit sie dann hierüber zu ruhen seyn tön« äellc>cr2turi.
ncn/ so haben sie davon Käyjers ^ockHin Ge« ,, ^. ..^ -^ ^ «><
sandten Fürtrag und Werbung an seine beyde Nmcm»m8 schreibt davon mit diesen Motten l
Brüder König I^äovicnm und König c2wlnm ^^- l. c. 4. Hm cum «I_or2rlV eranc. »mmllerunl:
zu lesen/ darinn er an dieselbe/ ehe man sich der Ab' ^"minkoc, ucf«cr«lno8exl^«^l«. kN.e^i
thtilung ssäntzlichverglichen/ beehrt/ daßsiewcgcN ^.more8. ^n, cumlllnerant. annullar«, c,uon,2N,
des Kayscrlichen Tituls / so ihm ihr Vater bey 's« u"mo8emcu8, öc >n nomme imf,er^orl8 er«,
tcbszeiten zugeeignet/ und zu Erhaltung der K«. ill',u«m. qmeranrcum^rol« Ktti^°v.cc,. <i,.
PM«wndesKäyscrthUMs/ etwas Vortheils und «!"". clU'l°mc're8 ,ll°rum(d,rc,l«8Sii.^«v.cn5)
bessers an Lands hassten zugeben wollen. Nach «^caru rlacre8eranc. s.^.8acr2menr^«^n,
VLler Unterhandlung hab n die Brüdersampt den l'«-r.Ilc>8ä.v.snmkne«r ^.ll.necßeneren«^«'
Standen dun Kayfer / als dem ältern so viel bewil> tt"e ms«icir« er.nt. öc .äec> non le c°l«« .llo8 c«n-
ligt und eingeräumt / dasi zuforderst ein jede,' sein cecierenc.
Königreich / wie ihme dasselbe bey ihres Vätern Le- Darausi abzunehmen / daß Teutschland/ so weit den zugestclltund untergeben/ solle behalten. Ncm- sichs erstreckt/ seiner Art und E'genschafft nach/ voni l'ch Kayscr l^rnann Italien : Flönig Ludwig Anfang ein Königreich ist / bey berührter Abthei- Tcutschland : König l2«oiu8 Gasconicn. Fer- lung vöni Käyserthum abgesondert/ und des Ka> ""/ was unter diesen dreyen Königreichen nicht sers Beherrschung durchauß gefreyct und entha» begriffen / das solle in drey gleiche Theil vertheilt/ benworden. Eben solche Gestalt hat es mit Francs und Käyser ^enalic, die Wahl gelassen wer- reich gewonnen / daß es aber damals berührte Beden / daß er M solchen dreyen Theilen zu seinem schaffcnheit mit dem Kayscrthum in Occident ge-
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