Vas M. Buch. sap. llt. K. Theodoricus.

lstgcmellnglich von einer Stadt zu der andern nicht die Wurtzel außzurottc»,/ daß sie nichc auffc neu alisi- allein am Rhemstrom/ sondern auch in Alcman- schlage/ hatdcrwcgcn 'bclmcnf.ideFviüdclbchafft/ nien umgercyst / und hat ihmc seines Reichs Wo!' und alle umbzubrmqcn'bcsohlcn / welches auch be­stand und Auffl,chmen angelegen seyn lassen / hat fchchcn. DieseHistori beschreibt c7,re^r, 1«ron. /. auchan sich gebracht Düringcn/ welches sein M ;.^. ^.««c.c^.4 ^ 7.iii^eb. König Dieterichist muttcr L^lma verlassen har. Der Regent in Du- gestorben Anno s; 7. rmgcn Heriumfrid / ».u>m , dessen znuor gedacht/

Sohn/ hatte zween Brüder/ denen stellt er nach Leib <7>a6 iv (?anitel

und Leben / damit das Land sein lind seiner Erben ^"" ' ^"^»"»-

allein möcht verbleiben/ bracht dcrwegen den einen ^.^ ^,^^^».. .^« >« ^ -^ ^ ,

Bruder iz^ckerimn ohn alles Verschulden umb/ von 1l«°ä«l.«to , ^ZnlZ m Teut^la«-

hernacher rüstet er sich mit Krirgs'Macht wlder den

andern Bruder lKlc>encum. und da er sich zum Sieg /^^ ^8^- 'luron. /« ^/,<, F'. ^«,« ^>^^. 7pe^'

zu schwach befunden / hat er König Ditterichcn um ^-I schreibt / daß König ll,caäobenuz ein hoch-

Hülffersuchr / milder Iusaq und Erbieten / daßcr muthiger Mann / Verächter Christlicher Religion/

nach erlangtem Sieg/ zu Erstattung des Kriegsko- und allen Wollüsten und Leichtfertigkeit ergeben

stcns und danckbarlicher Vergeltling/ demselben sei- gewesim / und tun solcher Laster willen offt von S.

ncr Bruder Land zum halben Theil wolt einräumen/ Nicetio/Bischoffen zu Trier/ nnt Wollen gestrafft/

darauffKönig Dieterich ihme ein groß ^olck zugc- und mit Fürbildung GOttcs strengel, und eyfcrigen

legt/

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obcrten Land seiner beschchenen iiäer^x, Bischoss zu Vcrdün / hat auff ein Zeit

gen/sondern auch mitallcr seiner V^acht König Die- von ihmgebetten / den Bürgern daselbst mit einer

tenchen in sein Land umb den Vläyn-und Rhein- Summen Gelds in ihrer Armuth und Ulwermög-

sirohm gefallen / damit groß Blutvergiessn und lichkeit/ darein sie durch Unglück geralhcl,/zu Hülff

Vcrhcrgung angestellt: Dcrhalbeil Köllig Dieic- zu k onnnel, / und ihrer Betrananuß Leichtcrung zu

»ich notht» anglich solchen feindlichen Handlungen schaffen / mit angehcffcem Erbiete!,/ daß die Bürger

begegnen müssen/ bracht sein Volck zusammen/ zöge nicht allcindas Capital/ sondern auch gebührliche

dem Feind unter Augen/ liessen ihme bey Renneberg peliliun«, cum legici.iux uluriz, darvon abrichten

eine Schlacht/ kund aber damahls kein Tbeil den und bezahlen wollen. Auff solche des Bischoffs

Sieg erlangen/ und begab sich Hermenfrid in seiner Fürbitt hat der König der Sludt Vcrdun 7020

Vcstungcneinc/ Scheidingengenannt/ cmderUn- Gülden auß der Königlichen Kammer vorzustrc«'

sirut gelegen: König Dieterich hat sich lassen bedün- cken befohlen: Nach eilichcl, fahren / als die bc-

ckcn / es wolle ihm mit seinem Volck zu schwär fal- rührte Bürger mit gedachtem Anlenhcn ihre Nah-

len/ den Feind darauß zu heben/ und daselbst Ehr zu rung vermehrt/ und in guten Wolstand geeicht/ ha-

erlangen: Erhandelt dcrowegender Sachsen Hülff/ ben sie Capital und Zinß durch ihren Bischofs dem

und beängstiget den Feind auffallen Seiten/ rennt König mit Danck zu bezahlen auffgetragen. Der

Sturm an die Vestung / und erobert dieselbe; doch König aber hat die Zahlung anzunehmen abgcschla-

ist ihm Hermenfrid listiglich entkommen / und hat gen/und sich erkläret/ daß er damit/ daß ihmedcr Bi-

hernach umb Fried und leidliche Mittel durch Un> schoff Anlaß und Gelegenheit geben seinen armen

terhändler mit König Dieterich lassen theydigen: Unterthanen Guts zu erweisen/ und ihre Wolfahrt

Es hat aberdie Handlung nicht wollen von statten zu verbessern / gute Ersättigung und Gefallen trage«

gehen / darum König Dieterich begehrt/ Hermen- e»ron >b ^««0 541. ««»,.,7. Gleich in Antrcttung

trid solle selbst erscheinen/ undfeine Nothdurfftver- seines Reichs hat er sich gegen seinem Vettern Lo-

hanvcln / hat ihme auch deshalb.cn sicher Gclepd zu- tbario/ wegen etlicher ungleich »ertheilter Land / mit

gesagt: Dcmllach nun derselbe mit solcher Versi- Hülff seines andern Vettern König Childoberli

chcrung vergnüget / an bestimmten Ort sich eingc- aufgelehnt / scynd dcrhalben als öffentliche abgesagte

sicllt/ ist er freundlich voll Köllig Dicterichcn em- Feind gegeneinander zu Feld gezogen/ und wolt kein

pfangen worden/ und haben alle Handlung ein,gute gute Christliche Erinnerung und Abmahnung bey

Gestalt und Ansehen zu fruchtbarlicher Endschafft ihnen verfangen / darüber ihre fromme Altmutter

gehabt; Inmittclst hat sichs begeben/ daß beyde die cionlcji-i in groß Hcrtzcnleyd und Bctrübnuß

Herren mit einander aussdem Castcll / darin», sie lo- gerathen / indem sie erlebt / daß ihre Söhn und En-

siertgewesen / spatzieren gangen / und da Dieterich ckel als öffentliche Todtfeind einander sollen trach-

scinen Vortheil ersehen / hat er Hermenfrid ein ten hinzurichten / hatderwcgencmbsigzuGOttdem

Bein unterschlagen / und über die Mauer herab ge- Allmächtigen umb Göttliche Mittel und Wege ge-

stürtzt/daß er auffdcr Glätt todt gelegen. Durch diß rllffen/ dardurch solch abscheulich Blutvergicss'N

proh,«um sc felix sceluz. wie dergleichen 5eneca'» möchte vcrhindertund abgewendet werden / ist auch

L-"'/«'-. neilnt/ bracht König Dietench Düringen echö» et worden. Dann als beyde Heer umb Or^

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