Das M. Buch. Kap. VI.

^l:ii! iülln^'i.l ,,'ancc. l^>.nnin^. in (»en^!. hat Vier Söhn/ <.^^<,^lc welcher die .5er:schasst Paris bekomme!, .- (^mrram O'.licns und Burgund;

l'»Il>cllcl>>> , ^lüll'ui, : uild ^^clmz dlN RhtiN- strohm uud Älmmnniain. 1<urlli5 ^ncorum re> ^num in I>il,iiclii.i5 clivikim c!t, (Ilicrcbcriul'a. >N>i, ^ißeli^rru ^lcciluinuclicl.« : (,^bilu<.'nco l>uel- <>c>»cz , (^uncl,!m« ^lilcll.mmn l^^l.« ull?« ubvc»

Das VI. Zapitel.

Vom Nölll'Z!ilc;<.^crtc,.

».^ Onig Sigwcrl cm ftiedftrligcr undlöbli- " eher Regent / hat seine Utlttrlhancn sehr ^ lieb und bevor gehalten/ dieselbe si»mpc und sonders gern in Beschwerden verhört / und ihnen zu »echt vcrholsscn / und sich mehr mit Gclindig- keit uüd Gmc / dann nach drr st> engen ^ililtz sein Reich zu regieren befiissn / wie 5. Vcn.,nriux l c>r- Nin2rux//b 6. c^>«. meldet / ft't zum Ehegemahl genommen deß West» Gothischen Königs /wna- >/,!cilv Tochter in Hispanicn , Brunhild genannt/ eine schöne Jungfrau / und geschwinder Anschlag/ listig nnd boßbafft / das Bcyiägcr zu Metz gehal­ten/ lmd nach Vollel'dung d^s^!'>n ist ihmeBoct- schafft kommen / daß der Hum.m Konig mit gros­sem Kriegs-Hccr in Durmgen eingefallen / und viel Schaden g,'llM, / oaruinr» König Sigbcrr sei­nem Volckalldie am Rhemiirohm und inÄlcman- nicn / Schwaben und Baycrn aufgcbottcn / und Mit grosser Macht dem Feind begegnet / bey der Elb cm ernst Tnffcn mit ihnen gethan / und den Sieg erkalten / immitttlst und m dem Sicgwert mit den Hunnen zu thun gehabt/ ist ihme sein Bru- d<r Hclsirich ins Land gefallen/ hat ttliche Stadt und Ort dißstit Rheins eingenommen / dlßwcgen Gigwcrt müssen zurück eylcn / und gegen seinen leiblichen Bruder allen Widerücnd und Krieg wenden/ bellig«t die Stadt Sueßon/ bracht die­selbe unter ^Kcuciorx^icum , König Hilpcrichs Sohn/in sinnen Gewalt/ den er doch mit gewisser Bedingung wieder ledig gelassen/ aber da er solche sinsetzlich aus seines Vatters König Hilpcrichs An» stisstung verbrochen / und dieSach wieder zum Treffen g rieht/ hat ihlnc König Sigwcrts Obri- ster Landen Garaußgemacht/ und Hingel ichs. Kö­nig Ch'lperich hat über d>n Verlust seines Sohns groß Betümmernuß gehabt/ und mit Frcdegui.de seinem Gemahl seineZusiuchl in die Stadt Tornah genommen / darinn sie beyde mit harter Belagerung vom König Siftwcrtcn betragt und beängstigt worden / Fredegundie ist ein Übermacht boßhaftls Weib /geschwinder listiger Anschläqe gewesen / und da sie ihr die Rechnung gemacht / daß sie diese Bela­gerung nicht lang komm gedultcn/verlcitet sie zween junge Männer mit Gaben und grossen Verheißun­gen/ daß sie König 3^el?etium in s inem Läger vor To'. nah entleibt haben A no s 80. als er i ;.Iahrre« giert/demnach dcrMoro begangen/ damit die Sach verhcclet/ und sie aller Nach, cdegcübrigt möcht blei­ben / hat sie die Thäter wiederum!) heimlich lassen

umbblingen/ cuw tacmu^ c«^nl cxeclici, ilico juiln interticl.ur vocem cuin vica^m^cteienr, öc lu rucu

K. Wldebert. 185

2ul,Kc,r ngicarec. Aber /!^M^IU5 schreibt / daß die Thäter von» Kricgsvolck umbringt/und in Stücken verhaue n worden. Diß alles ist bey 'luron. /,i>. 4-und i'aulo /^lu^iiu beschrieben.

Das VN. Capitel.

VomRönlg Childebert oder Huldwerth.

Ls Ullmecbilckz König Sigwcrts Gemahl/ I lnull/lö.;. c.,. so damahls mit ihrem Sohn König Childebert sich zu Paris auffgchalten/ ihres Herm und Königs Ableiben in Erfahrung ge­bracht / und in Sorgen gestanden / ihrem Sohn möcht dergleichen begegnen / hat sie denselben ver­trauten getreuen Freunden in einem Korb vom Schloß herab gelassen/ die ihn in Austrasiam/ das ist / ins Metzger Königreich geführt / und darein ein­gesetzt haben / sie aber die Königin Brunechild ist alsbald vom König Chilperich ins Elend gen Roan verschickt worden/ obwol König Childebert damals noch sehr jung gewesen/ und König Chilperich und sein Gewahl rlcclcßunäix ihme durch viel listige Weg nachdem Leben Macht/ ^i^.c.i?.) hat er doch ihre Practicken alle d miitzu nichtgcmacht/ daß er mit seinem Vettern Guncramo beständige und vertrauliche Freundschafft gehalten / und erlangt / daß derselbe ihn nach seinem Absterben zum Erben seines Königrcichsleingesctzt: Es hat sich aber bege­ben / da!/ l^ccicz;unckz schwanger worden/ und eines Sohns nieder kommen / den der Vatter König Hil« serich bey der Tauff i.oil>2ri>im lassen nennen. Die» weil nun der König mit einem neuen Erben begabt / hat er noch mehr Sorg getragen / sein Königreich zu vermehren/und seinen Bruder König Guntram zu bekriegen angefangen. In dem er aber mit so un chrisillchcn/ unbillichcn Anschlägen umbgangen/ hat ihn sein Gemahl llc^unciil im 4- Monat nach sei­nes Sohns i-orbarii Geburt umbzublingen ver­fügt/ dergestalt: Als sich König Hilfrich eines Tags mit Jagen und Hetzen erlustigen wollen/und aller­dings darzu bereitgemacht/ist er zu der Königin gan­gen/welche ungefähr in der Sonnen gesessen/ihre Haar jlrclen lassen/die er schertzweiß rücklingmit ei­ner Spißruthen berührt / d,e Königin hat nicht umb sich gesehen/ und gesagt/mein lieber Landlich/ bist du keck/ so triffmich som/ dem König war dißgnug gelagt/wendt sich stracks / und ritt in grossem Un­muthauffs angestellte Weydwerck : Demnach sich die Könttun umbgesehen/und deßKönigs innen wor­den/hat sie sich ihrer Reden entsetzt/und doch geschwi- gen. Gedachter Ländlich ist der schönste Mensch am Königlichen Hof/ undObrister Rittmeister gewe­sen/der mit der Königin lange Zeit verbottene Ver­mischung getrieben/ den hat die Königin alsbald be­schickt/und ihme vermcldt / wie sie unbedachtsam dem König ihre heimliche Lieb entdeckt/ und stünde nun dieSach darauff/daß sie müsten eme frische böseThat verrichten/oder selbst dergleichen erwarten/und lei­den Dasrrärealsobeschaffm/siemüstenallc Anstalt verfügen/daß der König vor Nachts semeSLebcns be­raubt würde oder sie hatten ihren letzten Tag erlebt/ Ländlich stellt diesen Anschlag durch Antrieb der Kö­nigin in geheim ins Werck/bracht zween steche ver­wegene Gesellen zur Hand / die machten sich auff Aa semen