Das IV. Buch Lap. III. IV. 245

Städten allenthalben überlassen. DievierdteEygen- <?>>,^ I V l?>,,,,>.,l

schafft/daß die Reichsstadt unter der Käyser undKö- """l? i v. ^«pll t l.

niglichenBeampten Beherrschung/dem Haupt deß ^^, Untcrlcbcid der <ircv-und ^«cka«

Relchs/Kcip ern und KönigenTreu undHuldleib- Srädr /und daß diesel^

und ln fchu d,ge Wicht angenommen / ,st an andern stltutlonen fäkltl levnd. Orten erwiesen. Gleicher Gestalt haben die Klips« '"""""""' '"^'3 «e>^.

^5^N3.N!^^dt/ sV^Ey Regierung derSächsischen Käyser/auf

N^>mN^^^ m folgendenZetten V)^ welche das Teutsche Reich m semer grossen

3 «^ ^c 5.V'K" "3"^ bem Reich ver- <3^>5 Macht und Vollkommenheit erwachsen/ ha-

ben die sürnehn„ie Stadt in Italia / Niederland

^. k« P ^ vecharen sollen /davon ,n folgenden «nd Schweitzerland / als Glieder des Reichs die

ZN l?^7Ä^" pl? ^ "^ l" d'tser Eygen- R^.sche Kä. »er und König vor ihr obristes Haupt

!es ^ ' ""^ denHistonenzuvernehmen/ n.cht erkennt / denselben Treu/ Huld und Gehorsam ge-

^> ?..«-,«<-<- l ^ .. . leist / und mit dem Reich heben und legen helffen.

c^„ HelftNsit sich dann garnicht zu beschwören/ Ihcoclor. Ivlicm. Zo rem^iore. <^uc> Vlßvro5l Impe-

<> noch zu ihrer Geringschätzung zu deuten/alldiewcilm r»c«re5 ^Icm^nni !<0M2NUM lexeruin Imperium:

" S^' V^^? / ^'"len und Herren ebener biß aus die Zeit/da nach Käyser Friedcrichs deß An-

„masjm bey Empfahung ihrer Lehen Treu undGc- dem lödtlichem Abgang/ das schädlich und Verderb-

.. horsam schworen müssen. ,>>D lich inrerregnum ums Jahr i ^;. eingefallen / von

Bey diesen Puncten undFrcyheiten der Käyserli- welchem biß auf Anno 14^0. innerhalb anderthalb

chen freyen Reichsstädt/ist in acbtzu nehmen: Dem- hundert Jahren / d,« Stadt in Italia und andern

nach die Bischof, in deusclben von Käyser Ocrone dem Orten mehrentheils vom Reich entzogen und abge-

Erstcn / Alldem und Dritten neben der Geistlichen sondert / und die Römische Käyser in solch Abney-

Reaieruna auch in alle weltliche Verwaltung an mm und Unvermöglichkeit gefallen/daß Käyser^,.

stmc deß Rcichs und Käyscrlichm ^fficirer eingesetzt/ iinüll2nu5 der Erst / Anno 149s. aufm Reichstag

und derselben Ampt und«.ess-,li2 in ihren Gewalt bc- zu Wormbs gesagt / das Römische Reich sey je-

kommen/die nachfolgende Käyser und König auß be- tziger Zeit ein grosser tast/ und falle davon kleine

weglichen Ursachen solche Recht / Herrlichkeiten und Beth. Käpsers carol» deß V. fürnehmer geheimer

Herlschafft/auß Krafft httbrachterIurisdiction und Rath/ der von Granvcll / hat dem Herm Landgrafen

-Obrigkeitlichen Gewalts über oen Geistlichen zu Hessen dürffm sagen / der Käyser habe zu Erhal-

Stand/denlelbcnwiedtrbenommenundabgkstrickt/ tung seines Stands nicht einer Haselnuß werth Nu-

und endlich düsRcgimcnt derStädt den Bürgern tzung vom Reich / 5«Kle>ci./«i>^,»'<» ^45. welches

und ihren hierzu erwählten Obrigkeiten sampt allen aber demselben widersprochen worden. Unter den

Rechten / Freyheiten / Nutzungen und Gerechtigkei- Städten / so noch dem Reich zugehörig/machen etli«

ten/deren zuvor Meldung geschehen / anbefohlen /daß che dreyerlep Unterscheid- Die ersten sepnd die rechte

doch den Bischoffm etwas davon in einer und andern Kciyserliche freye Reichsstadt / die ihre Freyheit und

Stadt übrig verblieben / theils inclici» und Zeichen Ke^im von Käysern und dem Reich haben/ und

derselben behalten. Angeregten Verlust/habenihrer daneben deß Reichs Bürden und Beschwcirnuß tra«

viel in folgenden Zeiten mit Gewalt und Kriegs» gen : Ky«^« «» ^o». ?>ep^. proiiuz lmp«.

macht wieder zu erstrcitten unterstanden/und hieran "»!« öc über« ; commcxliz impcrü plurimi« iiu.

nichts an dem was dazu gehörig / sich betauren lassen / unrur . öe oneri^u« ««m «mnibu« obnuxi« sunr. bcvorab demnach das Haupt in Unvermöglichkeit ^. ^ . . -^ ^ ^ . «« ^

gesetztuudderAdler seine Flügelentblöst / daß man « D« andere haben zwar chreFreywt/ Recht und

denStädtenkeineHülffreichungthun/und bey ge- ^a > aberscyndChu^ und Fürsten m.t gewisser

gcbcner Gerechtigkeit und Freyheit schützen können. Maß verwandt und zugethan/ und werden von den-

Bey den höbernStänden auch der Käyser Ansehen le'bm «uf dm Rc chstagm vertretten. Darum sie

gefallen / wie zu Zeiten deß Königs Phil ppi / 0icc" ","« denselben Treu und Huld / oder em gewiß mhr-

"«deß Vierdten/Henrichs deß Sechsten/ xvllbclmi l.ch Gesäll und dergleichen e,sten/daher mand« Ver-

und Keink«c!i . und in folgenden Zeiten gesche- wandtnuß spuhrenkan ^I.^l.ber« smjuri««.^.

<- ^.Mc ^ Reichsstadt nun der Machtgenug. ^„^. »inc ^ pr<,pt«« ii. «nlum.l°^«m «l

sam gewachsen/und stch beydem/was ihnen l„l,jeai«nem v«-l 6^elit«em «1 .li<zm<^ i,u)usm<,cli

König und Stand des Reichs mlltlglich ertheilt/ ^l^

selbst schützen und verfechten können/ denen sepnd ob- ^

gesetzte Freyheit vollkommen / ungeschmälert und un- Die dritte seynd / welche Chur - Fürsten / Grafen

verletzt verblieben/diejenige aber/so damahls dem Ge« und Hemn/oder Städten unttrthänig und gehör«

zvalt zu schwach / oder bey geschwinden Anschlägen samseynd/ die ihren Herschafften schwören/daßzsie

ihre Schantz übersehen / denen hat manihreFreyyeit denselben getreu und gehorsam seyn wollen/ wie ein

und Gerechtigkeit mercklich beschnitten uud geschma- getreuer Unterthan seinem Herren soll / oder daß sie

lert. Daß dem also sey/zeugen die »Morici ins derselben Recht erhalten wollen / so ihnen als der

gemein/und die ««tlicez.so an vielenOrtm Stadt Erbherren gebührt: ^erülim ^«nu5 urbium

heutigs Tags vor Äugen. reoceril,«« Pl<-rlu5 lul>j»cel , leu luuniciz,»!« lunc,

Hh 3 i»<^ut.