252 Speyrischer Fhronick
den Hessen / Francken und Vayern/ wie davon an ei» so sürträglich erzeigt / daß 1ulw5 der Erste Kä>M
uem anoemOrt Bericht geschehen. dan^nnu« . ^ull.inu^ und andere ihre Lager uno
Die ander Urftchisi / gute Gelegenheit einer Stadt Hoffstätt untcrschledlich daselbst gehalten / undzum
zum Handel und Zufuhr / und dieFruchtbarteit des mun»ciplc> der Römer gemacht > wie in vorige»^«-
Bodens/welche Ding zu erst Kciysersuliu5.^uzultu5 stellen erwiesen.
und andere ihre Nachfolger bey der Staot Spey, in Hie dritte Ursach der Stadt Auffnehmm / «st 0^
acht genommen / und darum zur Frontir gegen die Gottesdienst / so wol unter der Heydnischen Abgölte
Altlnanier erbauet und gehandhabt. DannderGe«- rey/alsmderKirchenGOttes/ dann wo derselbe mir
legenheit halben/ ,st d,e Stadt also beschaffen / daß sie eyffcrigem Wandel in llbung ist/werden die Leute hl»-
zu nächst am Rhemstrom / dessen sich viel land und Mit solche Ort zu bewohnen / und der Seligkeit m
Völcker wegen derZufuhr / Handel und Gewerb gc« dieim, zergängllchm Leben nachzutrachten veranlall
brauchen/ ihre Güter deren sie ein Überfluß haben/ aus un o herbey bracht. Diß Mittel ist bey der Römer
ihrem land und Städten anderswohin schlclcn / und Regierung in der Stadt Speyr eingeführt/ in dem sie
andere Nochdurfft/ an deren sie Mangel leiden / ins des Abgotts Klc.cuii. und der i)i»n« Kirchen aM
tandbnngen. Dann in einer viel turtzern Zeit/dazu erbauet/ und dem Hcydnischen unchl istlichen West"
mit wemgerm Kosten und geringer Arbeit / tan man angehangen. Hcrnacher hat man auch durch Gott/
auff dem Wasser grossen Last von einem Ort zum liche Bewegnutz gar zeitlichen noch bey der Röm>"
andern führen/ als auff der Axt über Land. Daher aus schen l'l«tc<^orum Regierung der Lehr des Mr"
alter Kundschafft und Staffelbuchern zu ftnden / daß Christ,/ der Propheten und Apostel ,hre statt gelassen/
aus den drey Stlfften/Mayntz/ Trier und Cöllndes- welche durch Christliche B'schöff und Diener <^^
gleichen vonStraßburg/ Worms und andern Or- lcs von «ncr Zellzur.andern ausgebreitet undM^
ten vor ctllch hundert Jahren groß Gewerb und Zu» setzt worden.
fuhr auff die Stadt Gpcyr gangen, und bey derselben Die vicrdte Ursach ist / wenn die Obristen RWer
zu grossem Nutz und Gcdeycn verfangen. Was die in geistlichen und weltlichen Sachen ihre Resident
Hruchtbaltcll anlangt/ ist die Stadt dergestalt gele- Sitz und HMiatt in eine Stadt qelegt/ und der u"^
gen/ daß sie dlffms Rheins zu Wein/ Korn/ Gersten/ liegenden Hlccten und Dörffer Anwohner oasclbll
Speltz / Habcrn und allerhand K öchßel gar guten sich alles Rechtens erholen müssen'Dann zu der l>^
Boden hat/ und in der grossen Flor und Revier/ in» mer Zellen den prilcHi, und Obristenvielzugeol"
nerhalb den Warten und Wehren solche Nochdurfft nett Räthe und Diener in Verwaltung ihres al'"'
an Frucht und Wein erträgt / daß mans darfür hal- fohlenen Regiments beygewohnet/ davon die St«"
ten will / daß die Burgerschafft und alle Inwohner wol zugenommen. Diß M'ttel bat sich bey der Rö"
ohne Zufuhr oer Benachbarten von einem Jahr zum mer Zelt allberctt bey der Stadt Speyr erzeigt / um)
andern zu nolhdurfftlglm Unterhalt versorgt seyn Habens die Fränckische König und Käyser beharr/
tonnen. Aber es liegt zu nächst daran die köstliche inmassen zuvor erwiesen / deßhalbcn die Inwod«"
lruchtbare iandschafft des <.>ber»undNiedergebirgs/ d.s l»^i ii^ienlix odergantzen Speyrgaues/ d<e"»
so an emander m der Ebene an den Bergen auff und Rechtens bedürfftlg qewcst/ die Stadt nothwendig
ab ttüch Mellwegs sicherstleckt/darinndleDörffer besucht /
und ,Decken mit ihren Gemarcken ,e eines an das an» furgetragm.Um dieser und anderer obberuhrten Ul!«
der stosscn / m so grosser Meng / daß dergleichen in chcn die Stadt Speyr alibereit zu der Römer Zeit'"
Europa nM zusehen/welche samtlich so viel Wein Auffgang und Zunehmen ge,ünden / welche""
erbauen / daß daher nlchi allem dem gantzen Teutsch». Brauch gehabt/daß sie die Ort/so sie «iätigs bewohn
sondern auch andern benachbarten und fern gelegenen und zu Wwe. stand der ^eind über Rhein bequ"
Landen und Königreichen z.. Hasser undzu Land v.el und gelegt befunden 7w bau u d befestigt/ "
tausend Fuder Wcinszugcsuh.t werden. Zudem l<benanuz sagt: i.l.., «e ^,««^/".^'
dal man daselbst alle Nothdurfft an Frucht/und des. ,«««. ^°» m^^^r?«c^"7v^^^^^
gleichen an Kasten smit welchen manauchzuZeiten <;u«!.b« lo« Kum.ni ni.i.««mb^cl-ebro""<''
da.elbst/ so gar die s.v Schwein zu mästen pflegt) b.m«r. öc <,..« a7".^.^ '^c n n"mir""f
MandelnundNussenso!che^Meng/alsma...nden «ci.n.a!davon..n erstens
benachbarten Orten bedm^ Frembden ftn. Bey der Fränctschen 3^
u«dscmcnkandenvomUberfiußm^ An. g.erung ist die Stadt SvM' dVrNrgesttzte^
derse.t noch.nnechalbdesRhe.nswe.tundbre.t/um noch
undum/hatd.e^ DannKäyser3^""7a^inN
derngro^/guteundlustigeWeyd, undube. Rhe.n H.stori vermeldt/ solchen Zustund Gefallen zu derstl'
m weiter Revler viel hundert Mansmat Wiesen zu den getrauen / da« er di?in <? n ^
Futter vorallesVieh. Viel und mancherley F.sch. PfaltzoderSH
St^Vn^?^^^^^^^ die benachb7te sVH
Stadt und Ort grosse Mena Fisch zu 5 auffver»l,h< Hoffstatt / d salcichcn Reicbstäa anaessellt und <!"
ren. In Summa ist es ausser allen Zwe.ffel de b . H / 5^ w ?m rn^n n«3^.ff den ^
ffen uno köstlichsten Rmereine/ so nahe und fern zu 3'denR^s^^^^^^^
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