93o Speyrischer

den Herm B'fthoss empfängt die gantzeCleriseybey dem Napff / wenn die Bürgermeister abscheiden/ fuhren Ihr Fürstliche Gnad untermB'lcklin deren die obri>ic Prälaten einerzm Rechten/ der ander zur linckcn gehet/ indltDoM'^irch. Inmittelu lassen Ihr Flnstliche Gnad ein Fuder oder mehr Wein zum Napff führen uno darein lauffcn/daraus trincken und schöpffm/ wer da« zu kommen tan.

Berührter grosser stcinin Napffstehtgcgcn dem Münster aus einem grossen Postament / von Qua­dern und dreyen Staffeln / in dcssn Rcficr am Ranft seynd m Messing folgende Vcrßzu lesen:

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D«>» «p«/ >^»tt/?« ^«ce,«m comita«« t<ite7p<l l^>te», /)u«c »nl^t e^«e^ , l»«l H^cc/» m«»,^

^<^«»« <« eems/o, c/e«/,««/ ^cc/e/?.,»'«»,

^l^f «,»/u^,«m, fs^l«^ ^>?<« ,e«. 1492.

Nach verachten Kirchen Ceremonien / wenn der Herl B'schoff in den Fürstlichen Hof (die Psaltz) gangen/ dcrcn die Dom-Hn:en und andere des Hofs folgen/ und solches die Bürgermeister vernommen/ verfugen sie sich mit etlichen des Raths vor berühr­ten Hof die Pfaltz / auffein dazu auffgeschlagen Ge» rüst/ denselben ziehen in guter Ordnung hinnach die gantze Bürgerschaft! mit allen Spielen / stellen sich unten gegen das Gerüst: Der Her: B'schoff/ samt Fürsten/ Grafen / Dom-Hmen/ und andern so, Ihr Fürstlichen Gnaden zu Ehren zugegen seynd/ uellen sich auff dem Gang m dc» Pfaltz hinterm Ge­rüst. Alsdann hat vor Jahren der ällist regierend Bürgermeister aus einem Zettul zu der Bürger- schafft also aeredt : Ihr Hencn und Bürge» alle/ Arm und Reich/ uns hat unser HEn GOcc Gnad gethan / und hat uns geben einen Herm einen B«' scboff N. der allhie zugegen steht / von dem wir trauen Gnad / Frieden und Ehr zu haben und zu gewinnen / dann er ein nothfester / frommer und warhafftcr Her: ist / als uns allen rundlich und wissend ist / dem sollen wir Hulden und schweren/ dann er hat gütlich und freundlich besiegelt / bc» staltigt und bcvrstet / und getreulich gelobt zu hat» ten alle unsere Freyheit und Gnaden / die wir hg> den von Pabstcn von ^äysern und Königen / und von seinen Vorfahren / und haben des seinen os» senen besiegelten Brieff / den ich allhie in der Hand hab / den ihr wol sehet / s hebt damit den con. ülm-ciun-Brieffempor) und hat uns gelobt bey Freyheit und bey Recht verbleiben zu lassen: Also schweren wir ihme auch : Nun hebent auff die Hände und sprechen! dem Stadtschreiber nach/ darauff der Eydt also geschworen / daß wir un­serm Herm BlfthoffN. getreu und hold seyn / und »bin bcholffcn seyn / und sein Recht sprechen/ wann er das an uns fordert / oder seine gewisse Boten / als Freyburgcr ihrem Herm billich sollent ohne alle Gefärde.- also bitten wir um GOtthclf, fcn und alle Heiligen. Diese Form m im alten Teutschen verzeichnet/ aber nach Reformirter Rcli» gion in wenigem verändert / uemllch im Eingang

.Chromck <..

redt der Bürgermeister auff solche Form - H Herrn und Bürger alle/Arm und Reich / ver^ machtige hat den Hochwürdigen «nscm MW H«rn/ N. zugegen / zu B'schöfflichcn Wurden' haben / von dem wir getrauen/ Gnad/ «"/"'<«/ Ehr zu haben / dem sollen wir Hulden und schw"'

dann er hat uns ^siegelt'

. UndinBcstabungdesey^

würdigen unlcrln gnädig" <.

______________ji und hold seyn/ :c. a's^r^

gcr billich sollen. Also bitten wir uns G^- hclffen. Wenn solches geschehen /Hm nes Raths Abgcordnlc / düng/ zum Imbs in B'schöfflichcn Hof/ un°", ^

etliche zu IhreFurstl. Gnaden/ s"<"""' ^e bcn ein vergüldc Trinck^GeschiNUno cine ocii' ^

Anzahl Gold darinnen. Unter solchem ä"u "^ das Geschütz auffmMarcktundThürncnal' .^

den die Stadt-Thor/ so bißhcralle bcschlo! HHc net / und mit starcker Wacht besetzt- ^ni Form wird der Proceß von Alters her noch i""^ Zeiten / wenns dazu kommt / psteM/'^/,. (5 Hicroben ist angcsiihrt / daß der '^'^n.. wann Er aus dem Hausi sich in dasDomoc»^ will / zwischen denen Burgel meiste'n M, «^1 >. doch zu wissen/ wann einige hohe Fürstm 0 .^ ^ ^ Einritt seynd/ überlaff.n die BurgennM'^ ^ , nensclben aus Ehre, bicci,,teil die Stelle/ ^' ^.., dem aber gar nicht/ also daß wann schon nocy " ^. ^ »c Flüitcn und hohe Stände des Reichs n"l >' ^ ,. Gesellichaftc sind / so gchen doch die Bürger , lterc vor ihnen stracks nach dem B'schoss"''^/ ten Glied/ wie bey

eines gebohrnen Psalft-Grafen/Einritt ^'^,,1., geschehen am Mittwoch nach dem crstcn ^ ^ des Jahrs 's'«.) gehalten wo»dcn/'^,<,.

,l<;.G"5 und^^

zuin ttstcnmat sich begeben , dann b/^ ' ^raff'- ritt waren dessen Heilen B>ü>,re / pl"'.^ .^s.

^rr ^cuiicylnclilcr/ c^e'on«)l)sll »"".^, uN" " und Slraßburg / neben vielen Grasen / ^.,,. wurde damals der neue Bischoff von fem w^-.. Fürsten und dem Marggraffen gesuhlt ( ^ chem die zween Bürgermclstcre '""^ smgt'" alsdann erst die übrige Fürsten und H"< folgt.

Was essonstenvoreme Gewohnheit wH'' des Pferds/darauffderBilchoffeinre'tct/ v ^ weilen Herl Lchmann davon nichts aelnclo« / ^ als i,i unter dem Bischoff ludwigcn ein aM"^ llchcr Bericht davon geschehen-..

Ferner ist hier auch zu gedencken/ ^, ,«it "

Philipps von Flershcim/ Bischoffzu^>pe//'.,., des Rachs l)cour..icn wegen des Einritts /, ^,

Raihs vc^uc» im wegen . ,

stn 5<^cnniielen und sorlK^licn UNltl

reduns

oer"

pftegcn lassen / und diese bey Berührung ^ Strittigkeiten mit Ihrer Fürstl. Gnaden ^^ fahren / Herm Georgen / gemeldet / oa^ " ' ,^ blge wider seine der Stadt gethane uno «, ,, ,ictc Huldigung gehandelt hätte / hat K ,chi schoff / als seine Rmhe ihme davon ^c. ^,