338 Kays. Henrich I.

eljchlagm/und dieselbe dermassen geschwächt / daß sie hinfüner lange Zeit für der Teutschen Macht/ Furcht und Schrecken aetragen. Gleicher gestalt hat er allen andern Feinden Teutschlandes obge­siegt/und gute Anstalt ,n Kriegs'Sachen verfugt.

di^ekcll,,! jagt: K«x ^cnricuz czuascun^uc in. ie5 »ut l.nronc!i, aut licaii«« m^nn 5orcc5 sc l,c!- lix 2f,rc»5 eile viclcl,«, inl.lnlca «5 vcnia, gzi oi öc 2iM2 llilial. 5c lcßionem ex «5 s«ien5 ac! clcbel- l.,n6o« l)Hll«rol exncu^cbar, eäi«N5 omninö.ur civil)N5 narccrcnr «nlummaelo. Das lst : Alle

Diebe/ Strastenräuber und Mörder/welche derKö- Nlg von Leib und Gemüth dergestalt beschaffen ge- spürt/daß sie hcrtzhafftig vor der Faust/und tapjftre Kriegs Leute geben tönten / hat er begnadiget / lbnen dasLebmgfrist/ und zur Unterhaltung Fcld'Güter gcschenckr: Darneben mit Wehren und Waffen außgerüst/ein sonderbar Kriegs-Heer aus ihnen ge- machet / und s« >n die Grentzen gegen des Reichs Feind geleget: Daneben ihnen ernst! ch vnbolten/ daß sie keinen des Reichs Hngehöngcn sollen be-

schädigen. KcZ'Nuliis Äz'pcnciix sctzlt dazu: Xlulci «nim illiz remvnlibuz eciam I^ubil« larlocinlig

insuclali^nl. Solch Heer von Stiassnräubern hat Käyser Ocro Xl. gchandhabl und erhalten. Ferner sage xvicicl,. und zißcbcrr. unterm Jahr

9l,s. Kcx ttenlicul .igrarioz milit« rccenl«.n5, u« «i^u eorum in «^ri« > nanu« verä in ulbe mora- lems. öc n6tc» in Ä^ri5 sc lib» öc nono lHUaiarcnc, nanu5 ver» in moc.rcrci^m pHrrem oinnium lru» gmn illorum rclervaret in «äibli5, a sc »cl nac ex- llU<Il5,ur in bello ninil ^licul rerum clcellce, ur- l,e5^nc rcl'u; sc viiil nlcn« ellcnc. Das ist : Es

hat der König dieseOldnung unter dem Land» Volck verordnet/ daß der neunt aus Dörffcrn und Flecken/ in der nächsten Stadt müssn wohnen / und acht auffm kand/zu Frledens. Zeilen dem Held'Bau ob­liegen / darvon sich und den neunten in der Stadt erhalten müssen/ darneben von aller Frucht den drit­ten Theil in die «U!ond»!s darzu erbaute Korn- Häuser jährlich auffzuschutten befohlen / damit zu Kriegs Zeiten die Städte an Volck und Vi<Hu,Iien tcinenMangel hallen, c?-" In denStädten wurde auch der vierdce o^er fünffte hertzbaffte Mann zum Krieg verordnet/und zu gewissen Zeiten eine MMierung unter allen gehalten / und sin'' viele ,, der Meynung / daß die Geschlechter oder pacncli .. ,n denen Stätten ihren Uriprung guten Theils von solchen außgcsondetten tipffml teuten em> pfangen und genommen r,ätf<'n.'l)

Demnach nun der heylsamc Friede in Teutsch, land wiederbracht/ hat König H .mich ri. Städte hin und wieder mit Mauren/Gräben und Wällm/ zu besistigcn befohlen / und derflbcn Auffnchmcn und Gedcy n zu befördern gesetzet und verordnet/ «lI' (welche Verordnung geschchen ist noch vor dem Ungarischen Krieg i» Iabr z»»?)^ daß keine Wirlhsch«fft/ ü^(wie in denen l^c« ,cl p.^l;. i Q^'6. D. ^.zu s hen / muß dic'e Ve> o dnung

biß ln das i6tc 5cculum in Ql,lervüni c»eblle»

,. ben sly.,) °D Handel un>> Kauffnnnnschafft »3" (darunter insonderheit die Iabrmarckle begrlf» ,,sen gewelcn / ?ahcro au^ d>e iniae Dörffer/ »w«lche nach der Zeit die Marckt.F>:yhl»tcn er-

Speyrischer jlhronick

halten/Marckt»Flecken gmennet worden) <^' auf den Dörffern / sondern allein in Städten ge tricb.n werden soll. Inmassen V^.cicl'. lag^

(luncilia öc omn« convcncu« 2l<^ne conv^n > url>ll,u5 voluic c-clcl)>all, in qil,nz cxltrucnäl«me n«6tuc,ue oncram claliinc , c^liiccnliz in ^ce lcclcur , <^u»ci cuncra nolic5 in necellicacc l-^e

czcl^iiNcnr. Damit auch die Ritte» schafft zu ^. deno« Ze,cen bey Kricgs-Ubung erhalten wurde/ Y" er das Lx-lcicmm des Turmerens l^ '"^"^.r ?;«. zu Göttinqcn >D

gute Ordnung begriffen, ^nnc, ?;6. ,st ^""» Heinrich in Kranckheit gefallen/ und dlewe«! er v" merckt / daß die Zeit seines tcbens verfiossm/ p " er nach dem Exempel c^oli ^ und ande>er , ner Vorfahren bey den Reichs. Fürsten erM«'/ daß sie au seine Statt zum König verordnet «' eingesetzet seinen Sohn Octoncm , und le'«^-' . in dieser Welt gei-ommen in berührtem j"'^ c> den t. lulii. -D seines Alters im ^un" " . Regierung im sechzch nden/ °I° und liegr ^

Quedlinburg begraben. -Q W.iicb. ^-^ ^.^

!i secunc^ul , lclmqucn5 lilmm lilv »j'U ""< , n^. ^u/.,.« «^^..^. >.......'.. 7..^.^l,>iii. nun »

t.»,6tuz e<i rei-um llummuz . iic KcZum >""^^i.

^uiop« , sc «mni viltlicc.inimi coloc»»«^ ... . ., .....,../: ,«,!<o

nliuc^ie ma^num laruinauc Imperium. n" ^ ^ t,iliu5 lloi rcli^lim . ü.cl per lc!N«ci^t'ulN »c«i lum.öc ä lolo vcu c^nccllum.

Das I I. Kapitel. ^

Von einem AußfaU und In, preß ^"^,^n»

püc... damals Königs in Franclrell" ^

Rheinsirom / auf die Stadt "sHo

wormbs und N7ayny / und «"^'.^,1

beym rcutschen Hsmgreick ery

"^^ben. ^-,

^.^Iu5 8implex. König in Franckrelch/ lv

^ land Käyser Carln des Kahlen ^oyn , ^

^nn« ?,6. im 17. Jahr seiner Rcg'cru'^"l>

kochnngen / so vor der Zeit der TeulDm ^

Franckcn König Ludwigen erb- und eWN"? ^g

helmgefallen (wie oben davon angesät) du"!)H ^

wieder erobert/ und dem Königreich F"^"<vhei>

geeignet. Hernach die Fuß fürters "f^ldtt

Nischen tandschaffl Boden,gcscüt/ nnd d>cft>^ ^^.

der Cron Franckrcich zuzusügcl, s"raniom ^

Erstlich auf Speyr / Wormbs und MH^",

streistt/ und bey Wormbs sein Lager ge'm"" ^

des Vorhabens / von bannen nicht zu we'cvl ^,

wäi e dann dieser Städte mächtig worden. ^. .

schehen ünna 9^;. wie Kcßin. .Ip^enclix l^ ^

Könia Heinrich bat ibm ein ziemlich Aolck i'l^^e zuq entgegen geschickt/ darüber ^öniaCari^ ^ F u> cht einpsangen / daß er mit Sch'Mpff ^"^ «ckt. gezogen/und »Ich wieder nachFranckrc'ch V> ^ Aber König. h> ini ich/ der seinem vorausg^ ^ Volck mit a-osscr Macht gefolget/ wolt M't^'^ Ab ug^rol. nicht gesättigt seyn/ so"d"N o". s Königreich Tmtschtand abg trungene LanV w» zugesteUtt haben / deßwegen seme Reffe to"N^^ Franckreick gericht / und im Himeiftn p'^, Mltz eingenommen. König Q.ruw' "" 5'> ^ mächtigen König mit Gewalt sich i« wl0cr> ^^