Das V.Buch 3ap.Hl.

nicht ratksam und nutz befunden/dcrwegen sich als« bald zu Friedens-Handlung anerboten / darauff beyde gedachte Könige zu Bonn bcyCölln eine Zu- sammcnkunfft und Handlung angestellt / daselbst «Ialolu5 gantz Lothringen / und die Niederländische Provincien sämptlich/ König Heinrichen wieder ein» geraumer/und mitEydcn bcthcuret/sich aller dieser Land nicht mehr anzumasscn. Nach solcher Ver- glcichung ist König Heinrich in alle Städte des Rhcinstroms umgezogen / und hat Huldigung von denselben empfangen, Citllberiuiu oen ver­triebenen Hertzogcn zu Lothringen wieder eingesetzt/ und Gci birgcu / oder ^izii^lcam seine Tochter/ dem-

btN vermählet. Kegln, a^cnä. 5izeberr.

Das m. Capitel.

Von Raystr Otden des Ersten Regierung: praccl; der Römgl Lrsnung / löblichen Tharcn/Abzicrden und Bcschrelbung der Person und Tugenden bemeldeen Näysers.

j Ayscr Ott der Erst ererbt von stinemVater/ alsHertzogen,n Sachsen/crjtlich das Her- c»'^«^ tzogthumSachsen / Wesiphalcn/ Engern/ Thüringen/Hessen/ Welterau/dieLaüd an dcrWc- scr/und Minden/und daselbst herum/und ander Elbe/zuLüneburg/ und demElbstrom hinauff/ da Wittmberg liegt/Meisten/ dieLand,ch>'.ffcLaßnitz/ das Ostland um die Pich und Elster/ die G. affschal! c Northeim / Braunlchweig / uud das ganlz Land/ da jctzo Magdeburg liegt, iipang. c^.^7. «3°Seine Mutter wäre Mcchtild / Graf Hicmchs von Ringelhcime und Oldenbui-g Tochter/deren Bru- der Sigfned / vom Käyscr Heinrich zu.u ersten Marggrafcn von Brandenburg gemacht / auf dessenAbsterben KäyserOtto dieselbe Marggraff- .«schasst dem Burggraffen zu Magdeburg Geren «verliehen.^) ^. . .^ ^ ^.

^st/Vnn« 9,6.zu AachvomErtzblschoffzuMayntz gefrönt worden/und habm diesem^a^ncüe Fürsten imRümischenReich beygewohnel/Hcrtzog Everhard aus Franckcn / Hertzog Herman aus Schwaben/ Hertzog Arnolfth von Bayern/ und Hertzog Gilel- bert aus Lothringen. Von vvicicb./<i. 2. wird der Proceß der Crönung mit ziemlichen Umstänren be­schrieben. Und erstlich / daß die Hcrtzogcn und tra­fen zuvorderst im l^Iatw dem neuen König/ so auf einem hohen Stuhl gesessen/ getreu/ hold/und wi­der seine Feinde vcrholffenzu seyn/gelobt und zuge- sagt.» DicErtzbischöffe unoBisMe/habm des neu­en Königs bey derThuM'Kirch zuAach erwartet/ sampt der gcmtzcnCleriscy. Als nun derselbe jich sampt den Fürsten und Grafen in stattlicher Procession/ nach vollzoaener Huldigung vom ^lneiu zur Kir­chen verfügt/scynd ihm die Geistlichen in ihrem Bi- schöfflichen Habit / Infuln und Stäben entgegen gegangen /und hat der von Ma'yntz den König zur rechtenHandlndieKirch/aufeinmcrhöhtcnSchran» cken/ da derselbe von mcinniglich gesehen werden kön­nen/geführt /und zu allem Volct öffentlich geredt:

^n »ciciucc» vc>l,l5 äveu cleÄum, öc 2 Domino re- rum ^leiniicu ulim clcliLnarmn, nnnc v^rc» 2 cun6ti5 ?linci^iliu5 slHum Kegem (Zcconem. 5i vol,i« itt»

Käys. Otto I. 339

«leÄio lilacec,^exrn5 in ccrlum clevat« lic,n,6c2t».

Auf Teutsch also: Allhie sehet ihr den von GOit er­wählten/und von weiland Herm Heinrichen einge­setzten/und Mo von allen Fülstcn bcstättigtcn Kö­nig Otto: So euch nun sammenthaffc <olwc Wahl beliebt und gefällig ist/so bezeugtsmit auffgchchten Händen-Welches also von allem Volct beschchcn/ und dem neuen König Glück gewünscht worden. Ferner haben die Bischöffe den König zum Altar ge­führt/ darauff dieKöniglichccicinuäia undOrnat

gelegen .' Inlignia Kcgia l'u^el ^lcarc ^>olir2 crsnc, »la^iu5 cnm tialcllco, cl^lamiz cnm armilliz,1)2,» culu8 cum lcc^ilu öc cliacicmarc. NtMlich tM

Schwerdtsampt breitem Spangcngürtcl/einReit« rock/sampt darzu gehöriger Ermelzlerde von Wap­pen/ein KöniglicherStab/Scepter und Krön. Der Ertzbischoff zuMäyntz hat erjilich vorm Altar den König mit dem Schwerdt umgürtet/und gesaget:

>VcciuenuncgI^imn,^uo ejic»2z amnezdbliltia^- vcrl»li«z l)2rl)2roz i!c M2loz^ii^i2no5,2uruiic2re lllvin2 til?i rrgciira , cimni fiorrltacc rann« Imuerü krancuruin, 26 tirmillimain pacem omnium dnii»

tt.:inulum. -Has ist: NchmetdasSchwcrdt/damit ihr alle Feinde des HErm Chtisti und Ketzer / aus Obrigkeitlichem Gewalt/ so euch von GOit gegeben ist / und mit des Fränckischcn Teutschen Reichs Macht überwinden / und in der Christenheit Aie» den erhalten sollet. Darnach hat er ihme den Reitrock mit dein Ermelschmuck angezogen/und ge­saget : l^lll curnil?u5 Kumiccnu« clemitliz mc»ne2lil, c^uc> ?<:Ia, li^ci tel vl>lc öc in zia« tuen6a ner^urare u5czuc aci Kncm cl-!,ll28. Mit diesen gthörNttN El^

null, / die biß auf den Boden herab hencken / soll ihr erinnert >cyn / daß ihr eysserigenGlauben und rechten Ernst/ Frieden zu erhalten/ biß an euer Ende beständig bleiben sollet. Zum dritten / hat er dem König den Königlichen Stab und Scepter in die

Hand gegeben/und gesagt: tti! municu5. parcrna ca. iiigItion«: lnKjcKcii colll^iaz, 5>N!num^uevci mi- niltn5,vi^M5 2c^u^illiz manum milcricorclixvor- NA25,nunyu.m^ue äe ca^ice mo olcum miseraiia» nil «lcKciac, ur ln f,H)scnli Lc sucuro temsiccin»

slirmic. cc»roneri5. Hicmit soll ihr erinnert seyn/ daß ihr die Unterthanen vätterlich/ auf begangene Ver- würckung/ züchtigen/ zuförderst den Geijilichen/ deß- glcichen Wittwen und Wäystn/jederzeit mitleiden!- liche hülfflichcHand reichen sollet/ daß an der lieb» lichen mildrelchen Erbarmung ninuncrmehr Man­gel bey euch gespüret werde / und hierum die Cron ' zeitlicher und ewiger Belohnung empfahen möget. Als der von Mäyntz solches geredt / haben die Bi­schöffe sein Haupt mit dem couseclincn Oel begossen und gekröntt; nach solchen Ceremonien den König auf emen hohen Stul gesetzt/und als man mit Ge­sang GOlt gelobet/wieder in Pallast zur Königli­chen Mahlzeit begleitet / daselbst der König sampl den Bischöffen/ und allem Volckzur Taffcl gesessen/ aber die weltliche Fürsten haben zu Dienst auffge.

Wartet: ^cceclcn« 2c! menlum marmnicam ^.ex c»r> N2I2M app^racu rel'eäic cnm l'oniincibu« öc omni populo; Duce5 vcrö minilirabaur. I^ychariorun, Dnx^Isill)<:rcu5,2cl l^uem locu« ille periinel)«,c>, muii procurabai, KbelN2l<wz mens« pl^erac.

Allhie wolle der Leser in acht nehmen/inmassm Uu ^ ein