342 Käys. Otto I.
em jederKayser und König/und aus deren Befehl und Verordnung / dleReichs-Fürsten ein jeder an seinem Hof sürnemlich vier Ampr dem Reich zu Ehren gehalten: Nemlich einen Truchscs / Mar- schalck / Cämmerer und Schencken / wie zuvor im ».Buch darvon Bericht gethan. Daß gleicher Gestalt das Reich in seiner wesentlichen Verfassung und absonderlicher Regierung/ berührte vier Amot von Alters hergebracht/und dle jenige/so solche getragen/ den andern weltlichen Fürsten des Reichs fürgegangen/im Reichs« Rath die ersten Ort besessen/und bey des Reichs hmlichmBegängnüssen/ oder der Käysere und Könige Crönungen / solch ihr Ampt persönlich / und nicht durch ihres Käysers gewöhnliche Hof-Officirer vcrricht/uno hlcnm dem selben treffliche Hochachtung zugelegt.
Also schreibet man/als KäyserOttder Dritte/zu Quedlinburg in Sachsen einen Reichs«Tag gehalten/daß Hertzog Heinrich zu Bayern des Reichs Truchsessn Ampt/ Hertzog Cunrad zu Schwaben desCämmerers/ Ln^-Im«. Pfaltzgras am Rhein/ des Schencken/ und L«no . Hertzog zu Sachsen/ des Marschallen Ampt verwaltet haben, ^nciica,
>ze/lücb. »n c7e»c^/.^x. Z'.!. c. I j. c> l s. l-'lckcr.<ie O^.^/ c. i s.
^nno<)6i. ist Otto von Pabft Johann dem XII. zumKäyser gekrönt worden. lH>,. <^olcl2lt. 7«,»,. i. .. l7o«/<e. /m^. wil beweisen / daß Käy>er Otto „nicht vom Pabst Johann dem xii. sondern von ,. Lconc dem VIII geklönt worden/und derowtgen „das außgestreuete/ in dem »ten l'omo gedachter
,,<Ion<licucianum besindllcht ^irHmcnmm falsch
,. und ertichtei seve. »Q Von seinen fumefflichen Tugenden / Kriegs-und Friedens-Handlungen/ darinn ihm keiner aus allen Käyscrn und Königen seiner Vorfahren / als Carolu, Vl. zu vergleichen/ was Gestalt er nicht allein von seinen Bluts« und nächst- Verwandten/ als seinem Bruder Heinrich/ „«F'l den er zum Hertzogen m Bayern aemacht/ ..und der sich hernach wieder wohl verhalten/ son- ..derlich gegen die Ungarn / und wird von ihm ..geschrieben / daß er den Ertzbischoff zu Saltz- «bürg/ Herold/ um daß er diese barbarische Feinde ,.m Teutschland gebracht und geführet/die Augen ., habe außstcchen lassen) -Q/ von seinem Schwager G'sclbert / Hertzogen in Lothringen/ i^-der «endlich in der Auffruhr wider den Käyser in dem ..Rhein / als er aus der Schlacht geflohen / im ..Jahr 941. ersoffen/ dessen Wittib >m Jahr 941. «KönigLudwig inFrcmckreich geheyrathet / und „weil dieses Hertzogs Bruder Friederich / Ertz- „ bischoffzuMäyntz/ dem Käyser viel Unruhe/ und „manchen Reichs- Fürsten abtrünnig gemachet/ ,. also derKäpser gesehen / daß so wol sein Vatter als „er/ durch die Fürsten Händel bekommen / dabey „vermcrckt / daß viele Geistliche ihre Hände zu Zei- ., ten mit im Spiel haben / sahe er für g„t und .nöthig an / die grosse / mächtige Stiftter mir «seinenVerwandten zu besetzen / machte also auf dieses Friederichs Absterben feinen zweyten Sohn „Wilhelm / zum Ertzbischoff zu Mäyntz/ -^ von seinem allbcreitS zum Käyserthum erwählten Sohn Luc^Iff iI-(..welcher/wie oben gedackt/desHcrhoas „Hermann in Schlvgben einige Tochter zur Ehe/
Speyrischer Lhronick
und nach dcs SchwähcrS Tod Mich solches'9"^. tzogthum überkommen/ es warenaber des Kay- lcrs zweyte Ehe und dessen gar grosse Zuneigung gegen Hertzog Ernsten/ seinen Stieff- Bruder/ me ^ Haupt' Uriachen / daß aus dein sonst tugendhass tcnLlidolffcn einAbsolon worden) -D von »!»'">' Tochter. Mann / Hertzog Conrad/ llI' (0" c nach dclnTodHeitzog.^isclberts zum H rtzog '< von Lothringen geinacht / und der hernach >"' Jahr ?fs. in einer Schlacht wider die Ungar" sein Leben verlohrcn) ^ sondern auch n'acl)^'' außlandlschen Feinden mit schweren Kslegena"" fochten / und vermittelst Göttlichen.^y» "^ allezeit obgefiegct / und andern seinen fu"'M>'"^ Handlungen ; hat man bey ^".ch.n^u.^ pranclo, und andern/ d,o zu derselben Z"tL^V. ^, Sachen beygewohnet / wcitläuffligen ^">u)'' vcrnchlnen. Allhier l<t der Ort und Inttnt n>u^ di rgleichen Historien einzuführen : Daft s,^ Clnistllcher frommer 'Mst gewesen / i"^' „, B'sthume/die er gcstifft/als Magdeburg/ H.^ dcnbuig/Merßburg/Zcitz/Me'ssen. M"'7/„/ wider ftine Feinde glücklich und wohl "g""'^ hat er pflegen außm Psalm zu sagen : ^""^,i,m.
Dumme, nun i^o^i^lecl »ummi cuc» «2 8 , ^
Nicht uns/ HERR/ nicht uns/ l0"dcrn?c / N^incn gib die Eb- e. I<i in Sachftn ^1"' ^ «3- den 7. ^ijl Mittwochs vor WeM"" ^nno 97). und zu Magdeburg begraben.
Seine Grab-Schriffl ist:
(3- Die Stadt Magdeburg h"" dttstm<H.. gl ossrnWohIthätc, zu schuldige», Ehren cm^t/ .< auffllchten lassen / da der Kapser i«Ps ^A,,.. und jede von seinen beyden Gemahlinnen M " ten hat." o reibet
Von ftiner Gestalt und Tugenden l^v
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^li5,clulmicncji ^,alcu,,öclncr2 clormiencl ^. ^e per aliquitl ln^licnl, <juo eum ^'^^«^inew «NlMtl.Hmiciz mliil nezai« . öi 5"!'" "^ ^ öc Kllelil. l<!»nl cmozclÄM Huuivimul ^^/" ^,v ö^ s^ecc,ri manifeltc» , iplum eornm "^"^^luiN» mrescclTurem. Hc crimmi« nullo m"^ "^ q^lll öc »l, ev fol^zblroH. «n^uam nilul >» ^.^ m eum ^eccullcnt. Ingenium ei 2<^mo ^.^^ lanclum. l>l2m ^lt morrem Zc!i6i5 KcsslN » ,^ 2ncca nelcieric lirera« . in «nium ^"^^p.^pcer" mcer librciz ledere öc inrellißer« noveric. ^. ^r» c2 Kc>m2N2 llnz;u2 5clavunic2<^»e lc>qu> ^^n^- lrcl rilum es!. quc><l ei5 uci clißn^recul. ^ ,^.
tioinbuz crelier, t^liularum lulial am^n ' ^z. r.icu>> ^rHtiim lcz;i» ßl3viri,ce incor^nm c ,^,^ HccclNi 2«i hic mo!«5 c»ll,c»lll c>mn»" ^ ^^ oticnclen« ciißnic.icem,c-ar>i« c-m" lf>illu« c 1/ ^ oculi lulilam«, ic in mciclum tlll^u"« "" ^As-
