342 Kays. Otto I.

Zlitvattttn Nahrung keinen Theil haben/ sondern die Söhne allem / so noch vorhanden / der Erbschafft

fähig seyen, ^"i- Dc l-cßlim vHllel2le f»a2 ctt con> «Nllo, sueiunt^ue <^ui «iicercut, c^uocl lllu üllo- tun, »on lleberent cc,m^uc.irl imer Klioz, li^ic. «!it,cem^ae legitime cum KIus lurln». ll tolle pa- tr« eorum ol>liilcnr. »v»5 su^clttltlliul. Dieser

^rruna und Zwietracht/ daher viel Klag und Blut» vergießen erfolgt/ mit rechtmässgcm Entschied ab- zuh'llffen/ hat Käyscr Otl cme allgemeine Reichs» Versammlung ins ÖorffSl rcla lassm verkündigen/ und daselbst des Reichs Außschuß und Schicds- männern über angeregte Frag sich zu berathschla­gen/und was sie billich befunden/in gemeiner Ver­sammlung zu eröffnen befohlen. Nach gehabtem reisten Rath haben die Schieds - Männer dem Kayscr und Ständen ihren Entschied und Auf­schlag suraetragn, / und dahin gestellte / daß die Kindes-Kinder ihren Eltern gleich/ und an dersel­ben statt eines Stammes und Namens mit ihren Nattern ftycn. Und d?rhalbcn der Erbschafft ihres Mvattern/lNch dem Stamm von»echtswegen fä­hig. Mit diesem Außsprnch hat Ka'yser Otto nicht gesättigct seyn wollen / sondern damit niemand zu zwclffcln / ob berührter Entschied das gründliche Recht sey/etliche tapffere Ritter erwählt/ die durch öffentlichen Kampff sollen besireiten / ob von den Schieds-Männern recht oder unrecht in angeregter Frag gesprochen. Als die Fürsten und Stände desKäysersFürschlag bewilliget/und die erwählte Ritter zu beyden Theilen gegeneinander zum Streit und Kampff gekommen/ hat der Theil obgestcget/ welcher dcr schiedlichcn Richte» Außspruch ver­fochten.

den derselben/als ein Gesätz bcsiäcigct/und «m gan« tzm Reich zu halten befohlen. V?»icl,. ,b. K« me-

liori ulu« cs>n<>liu,vc»luil viro5nc)liil«6c lenc5 na. suli Kcuiettc rra<5l:.ill. 6c M2z;l, «m int« cl^cli.^. t«re5 llilccrnl jullic. Vicic i^iiur oar5 , am KI»u, iiliorum comnmaliant inccr 6lla5,6cNrm«l>mcst, ur X.^uilirel' «.um parsOlz liireclicaiein mviclcrcnt

v.^c> semvitorno. Dieweil droben gesaget / der Käyser habe einen Reichs» Tag ins Dorfs Strcla gelcgct/ist dcri'eserzu erinnern/daß die alten Teut­schen H^önige und Käysere oftt bey gelegenen Dorff- sch^>fftcn / l'a man auf den umliegenden Wiesen OczcltundÜberschlagen können/die Reichs« Ver< sammlungen angestellet/und >m Grünen unterm Schatten im Sommer Rath gehalten / wie unter der Ftänckischcn Könige und Käysere Regierung nn 2. Buch zuvor Bericht geschehen / und von diesem sortgcpfiantzten Brauch in vi« dunram 8alici, in

der Historie klicierici I. bey rlllinßcnii und Kzcie- -^-ico. in dcr Hpolugia l-lenrici IV. und andern

^Omn/tlare Exempel zu finden.

Das V. Kapitel.

Aävser Oec« machet einem vom Adel zum ^»crrzogcn zu^üneburg.

I)«>lii,,damm. im z.Buch schreibet von König ^ i'udwig dem XI. in Franckrelch / daß derselbe <«« sehr scharffsinniser Herl gewesen / in Erkün-

Speyrischer Lhrcnick

digung der Gemüther sciner Hicncr / und welch er mit gutem Verstand und Geschick llchlllll" andern begäbet veimcrcklt/ die habe er/ uM"» sehen ihres schlechten Herkommens/ zu hohe«^" ptern gezogen- Eben dergleichen schreibet i>"" von c-l olu v.daß er dergleichen Brauch alya'l"'' Aber diesen Exempeln gehet bey weiten sur / w" von Kayscr Otten erzehlet und geschrieben w'^ das ist also : Es l?ac sich vlele Jahre am Kayl^ lichcn Hof Hermann Scubctcßhorn / "« ^ tnecht / wie die Sächsische Lhronick meldet /'

seinem Dienst auffrecht/ ehrlich / Ul>d gegen "'""

nigllch willfährig und freundlich verhalten/ uno

seinen Geschafften sonderbare GesclMchlclt "''

Verstand erscheinen lassen/also daß ihn ocr^'

um solcher seiner Tugend willen / seinen^'

zum Hoffmeister verordnet. Als nun der>H,

die Land an der Elbe gegen die unruhige WM"'!^

Volctcr mit einem, nehmen / gesch'«"'' "

tapffern Obristm zu versehen / für nolhwe^'«'

messcn / hat er allen andern diesen H"'""", ,de gezogen/und zum Regenten aller Stadtc und ^ ,^

an der Elbe und Weser emqcsetztt / dclstloe^ ^ Abwesen des Käyscrs mit grossem Nutz und-^ fahrt der Unterthanen/und semcmRubm u"" ^ sein anbefohlen Ampt vcrwalleu Nachdem ^ nach ;.Jahren der Kävscr wieder aus 3"'".^, Tcutjchland angelanget / und die wol)lbi>ceulc' ^ llche Regierung des Hermanns vernolwncn / , ihm solche zu lönoerbarcln WolgeMn gc»c ^ und zu danclbarer Belohnung seiner gei

»L«b

Dienste / schcnckle ihm dc« Kayscr erb- u'"" a thümüch die taußnitz/ sampt der B rMaM ^ Magdeburg/ erhöhet und setzet ihn in einen<) ^ lichcnStand/ und zumHertzogen zu ^^sund Lüneburg / da er auch seinen Fürl'tllchcn^ ' ^^ Rlsldcntzgehalten/ und mit grossml'ov l"' . ^ lange Zeit regieret haben soll. ^lb. ^l,l,. "

Dasvi.Lap.

lkln Exempel/ daß es grosser» H".re"^rcv und Ruhm gebe / wann dieselbe ^rl ihr'verschulde,, von Privat p^'^r/ belerdiFr/oder schmählich anIecalr ^, den/und zn solchem Fall inVest"" die Milde der Schärfte fürseyc,».

IeTugend/soQcmemi,.^ nct wird/hat allein ihren Ort oev^ ^ . Potentaten und Obrigkeiten / oe' ^,

ihrem Ampt diese zwo Tugenden / nemllw ^ ^, zu rechtigkeitund Gütigkeit/ msonders zielllw,"'^. grossem Ansehen /tob undRuhm ersprleßll^ '^ ^.

l'liu^xcl. saget i^. j. ttH N2r> llimuz l""""^que orivÄrim öc liul,li,.c ^ecccmll« 5c laliowr, ^ lex clt, <^UX sgc« valide v«cc auc "^"^. yer

ist den'Aienschen eingepfiantzt / und stcctt ^^ Natur/ daß sie vielfältig nnßhandeln/mw '>' ^ Gesetz so starck/ das solches wenden und "Mw' c>» ne. Deßhalben stchts Potentaten undOvr,«^ ^ wohl aii/ und bringet ihnen grosse Gunst """ ^.per" sie jederwcilen die strenge Iustitz entweder n»"^^