596 Speyrischer Khronick. .^
immer geschehen möcht / ein Bündnuß mit etlichen ftn / thäten gute Vorsehung /und wm >'" ve o
fremden vom Adel undcmdern Gewaltigen /ausser, des wartend. Nun umdlc ^ "tc^M " ^
hall) «hrcr Stadt, und thilcn auff ein solchen Weg daher mit gcivapncter Hand zu der ^'" /^' ,tz.
und Mittel mit ihnen abreden und beschliesscn. nem> über Hasenpful bc» der LmierplolM, oon ^" " ,^^
I,ch daß dieselben auff ein bestimmte Zeit und Tag ge- thor/ vermcynten a llda / die U, ftchcr uw ^' ,^
l ü,i kommen / die Stadt überfallen und einnehmen/ erwartende / auch die Pforten offen i« p '^ .^,
das gemein Volck darin straffen/'3"ackman machen/ jcnige / so sie al!o hingeben "no vcrnMen ^ ^
und ihnen alles was sie halten/ nehmen sollen/darzu sollen diese Nacht vor ihren Hausern "em e><l ,^
sie ihnen treulich beyständig und verhülflich seyn wol- (ern, zu einem Oemerck , hangen yaoen ^ , ^
ten- Dieser Rathschlag hat in die j.Iahr heimlich bey wann der Feind m die Stadt käme /"—''/
ihnen gewähret/und war also verglichen/ daßsieauff hatte / wer sein Parthey wäre. ^ a l""«!'' ' ,
Montag nach S- Laur Tag/ das ist gewesen auff 5<-- daß die Karte vermi-cht / und lie betrogen ^. ^
veri.u Tag / des Jahrs tausend dltyhundert und nicht zu der Pforten hinein mochten / 0" "" ^
dreyssig/unddarnach auffde,, T«lg5:.8cverml Abend terBlasen/Rumor uudAufflauff/ auch 7', ' ^s,
bey dem Rcchholtzzusamen kc^nen. Es war dieSach lung der Bürger / und d-e Hofglocken >au " ^ ,^
dermassen versehen daß sie biß in die 150a. Pferd ge« ten, erschrackcn sie/ und flohen davon/ nau^ ^^
worben und auffgcbracht/die gewißlich und ohn alles ein Haussen Holiz angestossen und verbrennt. ^
Fehlen an bcrcihrtenl 8. 5evclim des Heil- Bischoffs Verrckher waren verwarnet worden / u>w or>" ^
Tag in derNacht durch die Vorstadt H«senpful hin' llche in der Nacht über die Maurm hlnausi >,c" ^
ein ankommen/ und eingelassen worden seyn sollen/ und davon kommen. Aber des Morge'w w^
dasauchsonderZweiffelalsovorsichgingen/undein die Pforten gehallen/und alle Bmgrr mit oe^^'
groß Vlutvergiesscn dawuß erfolgt wäre/da es Gott glocken versamlet / und beschlossen' wer der <^ .^
der Allmächtige, so alle Räth u^Anschla'g der Mm. unschuldig wäre / der solle sich in dreyen Ta<" ° ,
schen in einem Augenblick verhindern und zunickten dem Eyd purgieren oder er und seine Nachl0>il"
machen kan / nicht fürkommen und gewendet hätt,, biß in das vierdte Geschlicht der Stadl ew j.'
Dann es trug sich ohne alleGesckicht zu/daß ein ftcm^ verjagt seyn. Aber der ein Theil war vorlM 0«"
der Bott / der mit dieser Sack gar nichts zu thun/ wie obgemcldt / und etliche nahmen den "'-" ^ ".,,
in andern seinen Geschafften von Straßburg das blieben in der C ladt mit andern- Darnach "
tand herab geloffen/ und andcmEnde/ dasich der bracht die Gemeinde andenHcichendasienlge/^
Hauff vcrftmltt/fürgitng, der ihr .u'lrnehmen und ihnen von denselben begegnet und wiedeN^
d,e Ursach ihrer Vcrsam'unq eigentlich erkundigen seyn soll/ dann sie sielenden Außgclrettenen unu
und erfahren thäte. Dieser eilet sich / und so bald er dem gcwaltiglich in ihre Häuser / wen Al"" möcht und ihme möglich / damit er vor ihnen gen ^,y
Speyr käme/ wie er auch that. Warnet da etliche keil/ entsetzten sie nicht allein ihres ^Mnen^ ^
von der Gemeinde/daß sie ilrcr Sacken wamehmm/ G ewalts, so.'dern nachdem sie ihüm <w s / rp ^ ,^
und sonderlich auff denselben Abend gut Sorg häc» gehabt/genommen/vcrjiglen und verwie e^i .^
ten- Damit wurde dieser Anschlag gebrochen / und selben aus der Stadt/ darein sie ihr Lcoenlanii
dn Reiß verhindert/daß sie der Gemeindezu gut/und mehr kommen mochten, den Geschlechtem zu Kpcyr nicht zu geringem Nach.
theil kemen Umgang gewänne. Diß geschahe in ob- Das I V CNPltcl.
gc,chriebenem drcyzehenhundert und dreyssgstem - «^ p
Jahr. Es ist in der Stadt Speyr noch ein gemei< lknehlunc, der Ursachen vorbenwre".- ne.Xede und Leumuth / wie dieser Voll dahin kom, poruntl und vcrältderung des ""A' men / hab ihme von wegen seines eilenden Lauffens Opeyr / aus den ^a>8. so davon noa?"" ^ der Athem gemangelt/deßhalben er nicht reden/noch und vorhanden/ Zusammengezogen die Warnung mündlich thun können / sondern al- . ^, daß
lein auff sein Taschen gedeut / oder ,nit der Hand FTT» S schiint aus der gantzen Ha'Kuna' ^
geschlagen/,n deren er was ihme wissend/ auffgezeich. H^die Haußqenossen und die ZuHl ^'' ,^
netund geschrieben gehabt / er aber sey alsbald nie- ^?< Theilen ihre Ursachen zum Auffjtano i«
hergefallen und gestorben. Solches mag nun wahr barlich an Tag geben- Die jenM /welche ' ^,^
seyn odermcht. Aberiährlich wird seinJahr.Tag meine Bürqerschafft von den Zunfftm w 0.
zu den Predigern In dem Closter an S. Severini Haußqenossen bewegt / befinden sich / w" ' H,
Tag/ auff den der Werfall solle geschehen seyn / da- Erstlich/ daß die ^ außgenossen von dem aw« .
bey auch ein gantzer Räch persönlich erscheinen muß/ ten Vertrag und angenommenen ^rm c>ev - - herrlich und ehrlich begangen, daman nochallewe-
gen bey unsern Zeiten / zu einer ewigen Gedächtnuß/ gen / und was damals verglichen / wieder u»»^
am Tag davor durch die gantze Sladt alle Gassen ftn und vernichtiget.. -mu6aenos-
auh öffentlich ruffen lasset diese Wort: ' Fm s ander, daß die von, ?lde '/«^/»en^
HeutistderAbend/undMorgenwird^erTag/ !?'a^ der Stadt und ^^
AndemSpcyrverrathenward. ^ und7ulZ derT7ad^^
Nach solcher beschehcnen Warnung versammlet sich «enossen und gebraucht, hingegen "«" ^ ' ^ei-
m der Nackt der gemeine Mann (so vorhin verbit. den / Dienst und teistungen zu ^" " " ^^ ,h-
tert, und voller Ungcdult waren) mit ihren Was. nen Nutzen/ohne was sie für sich selbst lleyl" ^
