Das Vl. Buch. Tap. iv. 597
«s Gefallens geleist / sonst allerdings gefreyet und damit mehr ihre eigene Wolfahrt / Auffnehmen und
davon embrosten seyn wollen- Erhaltung ihres Stands gesucht und befördert ha»
Fürs dritt/ daß sie den Besatzungen und Ordnuw den.
gen /die ihre Vorfahren und sie selbst gemacht/zu ge» Biese Ursachen der Schwürigkeit der Bürger
hochinm sich nicht schuldig gehalten / und furge, wettei. in den ^^,5 vermeldet/ darzu auch wol an«
ben / daß solche sie / als Obrigkeit der L7tadt. nicht dere mehr mögen kommen seyn / welche doch in den
binden/ deren Ampt sey/ Gesatzund Ordnung der S chrifflen/so noch von dieser Handlung als glaub'
"dulgcrschHfft / als Unterthanen fürzusehreiben/ und würdig vorhanden / nicht angedeut noch außführlich
"lchtsich sel^i-damitzubcschweren/ ooerbeschweren bcschneden. Die so blßher erzchlt / seynd zwar also
i« lasse». beschan en/daß sie gemeiniglich vorm Fall und Unter-
Fürs vicrdt / daß die Haußgenossen sampt und gang eines Regiments / glc,ch wie Kranckheiten/
sonders auftragen uiro Beschwerden wider sie /vor Wehklagen und Schmertzcn im menschlichen Leib
Gericht und Räch nicht erschienen / noch jemand vorm <od undMsterben vorher gehen. Dann wann
Mlb!t Red und Antwort geben, sondern jährlich die Obrigleltm Lottes Furcht / Tugend / ehrbare
M ihrer Gcsellschaffl einen Meister erwäylt / den Sitten und gute gebrauch bey dero Unterthanen
Man den Müntzmrister gencnnt / und wer aus der lassen zu Grunde gehe« / von gemeinen Beschwer«
^"anschafft oder Frcmbden wider einen aus der den/ deßglnchcn von Recht und Gerechtigkeit / in
^ußgeno,st-n Gesellschafft um Schulden/ Hrcvcl/ Sachen/ dieiiedetreffen/wollen gefreyct seyn/und
^1"'«" . oder was ach das gewesen , zu klagen den Unrerthanen nicht / wie es seyn solle / dieselbe
gehabt / der hat denselben allein vor dein Müntzcr lassen wiedersahrm / und letztlich / wann man den
">'d sci.'icn, Gericht / welches die Haußgcnossen bc« Lastern und de^ Boßheit Übersicht / da man dieselbe
M , kohlen furnchmen / bey denen die am besten ernstlich >vlle b: straffen / hat mar.s beständig dafür
orangcwesen/dlea!!eU!lblllichkeitvewauet,U!,dda< zuhalten, daßso.cheDinggewisscunounzweiffel«
»u Hanck gesagt / sonst hat der Kläger schwerlich haftlc Welchen eines solchen Regimmls seynd / dem
'"chi und Billigkeit erheben kö.nen/ oann sie die ge. der Untergang und <> Ottes Straff vor der Thür
ist- ^' «.
"lMlln. Demnach dann der Burgez schafft von den Zunff.
Mrsfünfft, wann einer einen Haußgcnossen/um ten angeregte Bezchwernuffen von einer Zeit zur««»
^"s wachsn zs gewesen / wollen beklagen / und dm- dern strenger und harter wollen auffgebunden wer«
»cioen Schulden oder zugefügten Frevels halben den / haben sie bey andern / die sie als ve» ständige / er-
""t zeugen zu überwinden die Noth erfordert. ha> sahme und gelehrte Leut gehauen / Räch und Mit»
"M sie vo> jhl^nMüntz'Gcricht keinen aus der Vür» lel gesucht/ darourchsie oemunrecktmäss.genstren-
^erschafft zu Zeugen gehört und auffgenommen, gen Gewalt ^'idcrstand thun/uno sie und ihre
bilden, hat der Kläger wider d«, Haußgenossen sei. Nachtonimen der schwerem Bienstbarkeit abkom«
n« Klag allein mit haußgenossen müssen bekund« mcn mochten, uno auff derselben Wegweisung die
schafften und darlbun. Sachsolgenoer gestalt angegli^en. Zuvoroc^iha«
Ims stelle / wann ein Bürger von den Zünff« ben die Zunsfce unc> Zunfflgenossm ,ampt und son,
^" einen andern seines gleichen vor Rath oder Ge- der - eine öffentliche Verbuudnuß zu Fried und ein«
llcht/ welche die vom Adel ihres Gefallens zu best« helligerZuiammensetzung/ und Erhaltung ihrer er,
^n sich anqemast , bertagt / hat man dem Theil la igier Freyheiten und Privilegien, und zu Schutz
^chc erkannt/ der am meisten »erstochen / oder ulid schirm 0er Stadl Recht und Gerechtigkeit
^""stuirü quten Willen beycmem und andern um imIahr. ^7. Freyiagnach Oculi zusammen leib«
"rbaucr. ' l>ch gljchworcn / und darüber einen Brieff aussge»
^.Fürs sirbcnde/ wann ein Haußgenoß oder eines richt/ deffenInnhalialso ,tchet.-
^^u!,q nosscn Freund einen Handwercker oder ge- Wir die dmi^ m ^ezunfit zu Sveyr / und alle
^"^u Bürger beschädigt oder umlwracht/ und,n die/ olem dk Zunffthürem/ verichen öffentlich an
vle Müiüz oder in eines oder andern MuntzersHauß Vielem gegenwärtigen Brieff / und thun kund allen
se'when/ ^t denselben wlder der Raty noch jemand den / die jhn immer ansehen oder hörcnt lesen / daß
auders d^rauß zu holen Macht geh >bt/ diß >s dem, wir dmch Nutz und Ehr der vorgenannten Stadt
°cr den ciben auffgenommen / oder den Haußgcnos- zu Speyr beyde armen und reichen Burgern wil-
>k,n gefallen/ daß nun denselben liclikl n sollen. Durch lenz gemeiniglich hant geschworn alle gemein gestab,
v»!; Miltel hat man die Boßheil undallen Muth- teEidlzuoen^)e,I,gen,ewiglichzuhalten/ ohneal»
willengchcgcund ucpfiantzt. legeferde/alles das,als hienachgeschriebensteht/al-
Fürs achie/ danm sie sich wider die gemeine Vü» so daß wir einander ewiglich sollen beholffen seyn/ in
«"schafft desto mehr können stcirckcn / haben sie diß der ^adt und außwendig ohne alle geferde / zu dem
Mittel erfunden / und für ein Gerechtigkeit ge» Rechten/ undauchalso wereesobejemaneinunse»
«aucht, daß sie andere Bürger / Mufflcut und rer Burger der Gczunfft hätte / wolle gewaltigen
Äand,vcrcker ehrlichen Samens/zu sich in der Hauß. wider Reu t / daßwir alle dem widerstehen sollen/
yenosscn Gesellschaffc gezogen/dieselbe und ihre Kim miti'eibundmitGut / als ferr wir können undmo,
«n!k'^'^"'^eiten lheilhgNtia aemacht/ und davon gen / und daß wir dem Rath geborjam sollen seyn zu
b?u> ^««^ dem Rechten / und daß wir das Gencht sollen be
"U'.>en döl ffcn. schirmen / als ferr wir können und mögen, auch zu
Ge'sü'l? neundic / daß sie mit den Einkommen und dem Rechten / ohne alle geferde. Wer auch für- ' ""des gemeinen Nutzen verdächtig gchauset/ baß meyeein Zunfft gewinnet h,e zu Spcyr/ der soll
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