Das vi. Buch. Kap. xl. 615

todt' seyn, und weder Krafft noch Macht mehr ha- daß drey Räthe der Stadt seyn/und jeder Rath ein

den/ nl keine Weiß/ ohne alle Geserde. Es ist auch gantz Jahr das Regiment derStadt verwalten/ und

veredt/ were daß unser einer in der andern vorgenan- der Personen in jedem der dreyen Räthe acht und

tm Zunfft einkommen wolle/ daß der unser Zunfft zwantzig seyn sollen / darum ist ferner verordnet/daß

vor loll auffärben ewiglichen / und mit Laubunge un. auff dem zwölfften Tag nach dem CKristtag / das ist/

ftm v)unfftmelster e,n anderZunfftgcncmen soll/und auff dem dreyKünig Tag/eine,ede Zunfft zum neu»

NWers nit / und welche Gezunfft er gewinnen wil/ die en Rath des künfftigen Jahrs vier aus ihrer Zunfft

wüe man »hme nit lcyhen, er wolle dann derselben auff ihren Eyd erwehlen die sie bedüncken die besten/

iI.unjit danywcrck wircken/ treiben und üben mit der friedlichsten und nützlichsten der Stadt/ den Bür,

'^andohne alle Oeferde; und diß vorgeschrieben all q?m und allch dem Land/ und solche vier dem auß»

Lcloben wir für uns und all unser Erben ewiglichen gehenden Rat!) beschrieben auff einem Zettel über«

und unverbrochenlich sicet und vest zu halten , und geben sollen. Llus solchen vier Personen soll ein Rath

mmmer darwiderthun/ noch schaffen gethan/ mit zween wchlcn auffihren Eyd in den Rath des kunff»

^mchs/ oder ohne Gerichte/Geistlichen oder Welt- tigen Jahrs/ und wann das Jahr verschienen / daß

'chen/in keine Weiß ohn atleGeferdc; undzu lim dann dieselben zween in den neusten zweyen Jahren

wahren Urkunde aller der vorgeschriebener Ding / so hernacl, den Rath nicht mehr sollen besitzen / noch von

^ant wir die vorgenannten/ der Müntzmeistcr/und ihrer Zunfft oder dem Rath darzu erkohrcn und ge»

s^Hallßgmossen unser Insiegcl gehencket an die. wähltwerdcn / daß also ein jedweder ^ath mit sei-

.pn Blifff/ und darzu haben auch wir und die nen Personen zwey Jahr gcfcyret/ und im dritten

^^enannten Zunffcmeister von den vorgenannten Jahr die Negierung der drey Räthe auß-und an»

^'Men Gezünfften/ die uns auch in Frieden und gangen.

d?)^ gehenckt cm diesen Brieff. Ulw wir Chitr»us in einer 0^»«« vom Grcichgaw schreibt/

r dichtere/ der Rath und die Bürgere gemeinli- daß er in Brieffen des Stiffts zu Odcnhcim welches

^.^ ^ ^peyr/bekennen uns öffentlichen an diesem gen Bruchsall verändert ,st/ gelesen/ was Massen

^ M / ^ß die vorgeschriebene Richtung und Käysir Henrich der Äierdte Äischoff ^oannizu

^" '"ealle, von den vorgenannten/ demMüntz- Speyr/sciner Tochter Azel Sohn/ dcnLussntund

^'!ler und den Haußgenossen , und auch von Flecken Wlsenthal sampt dem Käyserlichcn Host

"Mnannten Zunfflmcistern der Viertzehen Ge> oder p»l,nu in der Stadt Speyr / der Eammer»

i"Nm zu Speyr / und von derselben Gezünfft we» Hoffgenennt/ verehrt und übergeben/ ^Iv»m l.u5.

W gemeinlichen vor uns öffentlich in Gerichts tlncöc Vt^ilenral ^e»ricul czuHlcuz UHU cum ,ul»

^uciß vergehen und erkannt seyn/ un!> sie auch dar- 5u» in urbe^nenli. dem Cammer« Hoff/ Lpilcopo

iu>cdcrseit geqen einander ewiglichen steet und vcst »«ribmr. Demnach aber der R'tth und der Cam»

iuhalten verbunden haben / als davor geschrieben me>.hoffcinegemeinePsort und Einfahrt gehabt/

'"hl. Und diß zu wahrem Urkundt/ haben wir und ein Geschlecht vom Mcl und Bürger zu speyr

uns« Stadt Infiegel zu der vorgenannten Hauß- vom Bischoff und Stlsst den Camme, >». offan sich

genossen Insiegel gehenctt an diesen Brieff / der erkaufft/ist dem Geschlecht von Retscher der Nam

wartgeben/damanzahlt vonChristiGeburt/ drei« Retschelinauffgewachsen. Vom^zahrij ^.,stcin

Men hundert Jahr/und neun und vicrtzig Jahr/an Urkundt vorhanden/ darauß erscheinet/ daß die

"ern nechfftn Dienstag vor S.MartmsTag des Haußgenossen die Müntz zum Ratd-Hauß veiord<

yeillgcn Bischosts. net/ dann es meldet dieselbe also : l«,» ^u»r« f>c><z

I-^ltici I^,f)l5csul an« Kc»l2m noi,» tuper ^lul,«.

Ast6 XI. ^(lt)!^!. tllinlocn. ul)i pruclcncel vindunl'ulexcivitHti« 5pj.

V «ns,lsc)lent(^<)nslliumluum^2l?elc. <K°>EsseyNd

^""euerNestellungdesRach/neuemRach- der Urkunden «le^nn« 1,28. zwo/ es wäre aber,.

A« p^«ß d«o Raths/ und der Bürger» die Müntz nicht eben zum beständigen Rath- voff/..

««ValHt j^hrllchen Scdwerungen- oder daß der Rath jederzeit damals darauff zusam-,.

^>.,,,.. ^ , .^ .. ^ . "im kommen solle / verordnet/ sondern es stunde,.

y)i"s den Beschreibungen / wlt man lchrllch den dem Rath vermog des im Jahr 12,8 ?. mit denen»

-^j ^ath zuSpeyr besessen/und vom Jahr l j4s- Haußgenossen auffgerichten Vergleichs l'«^..

^.."V Anführung der neuen nachfolgenden p. 28^. ftey auffder Müntz nach Belieben Räch,, ^"^egierung angefangen/ und hernach mit ein»

die «i?"/»"^. l^nd / ,si so viel abzunehmen /daß Ralhsman verbunden ist zu Rath zu gehen/ gesetzt,,

tbeila ^ ' "^t" der Haußgenossen mehrer. worden / daß wohin der Bürgermeister zu Rary..

r .^. l ""«ndere ort zuwohnen begeben / »h- ansagen lassen würde / die ^achs Leu« schuldig»

von i«> )"5. ""' verkaufft / und wenig da« seyn sollen dahin zu kommen- ^> weil?.« ^ ?^ '^° Wohnung behalten- Die. Ums Jahr r 34°. hat ein Rath erkaufft Herrn E-

dttS?«>."^^^nderselben Gesellschasst «n belinsHoffvordemMünster/ einseits andem Ecr

htr°b«.s^" , .^.^ l»ch gleich andern Zünfften an dem Oäßlein/gcncnt zu der Helle/und anderseits

des Se?^ -'' «uIahr l Z49.ein solche Form an den Häusern und Gesessen der Slul-Brui mvor

^lM'ReglMMts beschchtn und auffgtticht / dem Münster gelegen / mit allem dem was dar.

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