Das cvi. Zapitel.

^lcl)oft'>hann verpflicht sich zum Raff«- «ch«, »Zaupemann / Marggrasen Carl v«n Baden/ »m I^rieg wider beyde Chur­fürsten/ Viecher und Friedrich: erzeige sich s«mdl»ch gegen die Stadt Speyr- Cheils THoncherrn ziehen aus: Gelchichr beyder- leirs/ des Stlsses und der Geadc Annchc»> r«g«n/ Schaden. tLinRach l'a2t d«rCler»- !«^ Schurz und Schirm ab.

KKl Uf Käyscr Friedrichs ausgangene Achts-Er< «W klärung/ BefelchllndGebott/ auchPabst?" >_. im Reich wider Churfürst Diethcr pul,licitte Verbannung/ haben sich zu Schulz und Defension Churfürst Adolphs zu Mcntz zusammen wider den O'tftztcn Churfürst Dicther von Eiscnberg und seine Aehülffen verbunden / ^ertzog Ludwig/ Grase zu Veldrntz/Marggi afe Carl von Baden/ Sein Bru­der Bischoff Georg von Metz/ Wafe Ulrich von > tcnbcrg und anderc/sampt BischoffIolMnzu Spcyr/ welcher von wegen des Käyserö und seiner Bunds- ^erwandren/nachBeicättigung ihrer Vcr- blindnus/ geacn die Stadt Sp.yr gar feindlich zu handlen angefangen: Erstlich in den Pfingst-Fcyr« tagenden Gottesdienst mit Gingen/ Ausjpenoung der Sacra-nent und andcrm verbottcn und nicdergc- legt/alle Zufuhr der Victualienabgestrickt/die Bur- ver ausserhalb gefangen/gcthurnct/ ihr >ßaab und Güter/ die sie herein in die Stadt führen wollen/ ab< genommen/ <A»« auch die Nähen oder Fahrzeug von demLußheimcr und Rheinhäuser Fahrcnweg .. nach Udenheim geführt. ,^ Wielvol ein Rath den Herrn Vlfchoffseincr geleisten Eyd und von sich gegebenen versiegelten Brief erinnert/ darum er ein anders der Stadt zugesagt/ undihme wohl ansichn wolle/Brief und Siegel zu halten/ hat doch alles Bitten nichts verfangen/ sondern sein Feindlichheit dcho mehr an Tag zu geben/ eins Raths Botttn e»> "" zu Kißlau gcthumc/ gefoltert/ und mit Hasser und Brod drey Wochen gespeist / Item/etlichen/ denen ihr Wahr von Strasburg herabgtfuhrt/ aus 3o«. Gulden werth zu Udenheim behalten/ und alle Gülten an Frucht/ Wein/ Geld/ und, was die Bur< «enmBisthum zuerhebcn/inH3erbottgelegt- Hin»

gegen ein Räch Anstalt vcrM/ daß die Bürger. Mfft und der Stadt geworben Kriegs-» ^olck bey M,m chcklicyen Handlungen hinaus »n die nächste Dörffcr gefallen/ dieselbe geplündert/ etliche/darun­ter auch der Schultheis zu Waltzen/ gefangen/ und geschätzt/ insouder^ zu SanctLchn ein Anzahl Vieh/ denen zu Walven 16. Pferd genommen/ und alles der Stadt zugeführt.

_ In solcher Strittigkeit haben sich dicsiirnehmste Ze>>'udej,'Stifftsaus0crStadtgenU0cnhelmzuM Z'schoff begeben/als mit Mmcn:0en Hans von

Das vii. Buch. Tap. cvi. 865

Pfingsten hat ei>, Rath den übrigen anwesenden Thom<Stiffts/als Herrn George,./Grafen von tei> ningcn/ Scifrid von H'nnmgcn Gängen,/ Nico« laus von Henningen/und ander», von den Scifften/ durch semc Abgeordnete lassen anbringen Es wärt ihnen unvcrborgen / was »nassen ein Rath bey die« sen unruhigen Zeiten so wol mit ihnen/ als auch dem Herrn Bischoff/Handlung und Bedcnckcnsgepfio» gen/ wie man zu beyden Theilen in Fried und Ru« hcn/ und gegen oie kriegende Fürsten unparthcyisch möcht vewleiben/ M' welches der Rath bißhero" gethan/ wie daraus zu ersehen/ daß er beyder Theil« Reisigeu»wFuß<Knecht/ Büchsen/ Geschütz und" Wehre durch die Stadt hätte lassen reiten/ gehen" und fuhren/ auch den Burgern verbotttn/der" Kriegs-Sachen mit Worten und Wercken mus<" sig zu gehen/auch dl Ubertrettcr .oürcklick gestrafft/<« uno dmenienigen/ die sich zu den krMnöen Par»" thcycnoocr deren ^ elffern gethan/ bey Verlust des« Burgcr'Rechts gebieten lassn/ fürderlich wieder" in die Stadtzu kominen.' ^ < o hätte aber biß- her der B'schoff/ und Theils der ihren/ wider die Sladcund Bürgerschaft^/ ohnedersclbm ^)e> schul« den/grosse Fcinoschafft verüb» und Angenommen/ wurde auch der Rath von den Pfarrherin auf den Cantzeln und sonsteninit vielen bösen ^.hren-verlelj- lichcn Reden vcrlcumbdet/ und der Herr Churfürst dabe».iuch nicht verschon»'. D'ewcildal^nnitlnand

langer Frieden könne hcwcn/ denn so lang der Nach« bal'.oolt/ so müsse sich ocr Rath m dieZelt shicten/ und ließ »h.icn anzeigen/ daß sich c... g, :,ßcCle»^y selb,t »volle vcr,chen. ^ Hann solche Bcscyadi.' gungcn/Raumngen und anders ,e>' dem Raih und " Räthen umcidmtlich/ uno habe sich der Räch und " dle geincine Bürge» fthaftt dardurch betrogen ac<" funden." ^ Scynd also die Abgeordnete »uit turtzem Beschluß abgeschieden, ^in Cler.sey hat andern Tages einen Rath um Erklärung des bcsche- ycncn Anbringens ersucht/ darauf ihnen diese Ant­wort widerfahren: Ein Rath ließ es bcy dcr Anzcig bewenden/ und würde em jeder sein Gclegenheitselblt bcoenctcn/ sich darnach haben zu versehen.

Das cvil. Kapitel.

Churfürst Friedrich begibt sich gen Spefs/ «suchr emen Rath umb Beystand wider l«in« Feind : wus sich derjelb hierüber n< Antwort «rMrc: welcher Gestalr t^Cle-» rl>«7 und Raeh gegen einander ivy streg« tem Ixrieg »er^chen Churfürjt Frie­drich rvidcr si,ne Feind dbg> jigt / d. 2ölstyum Speyr beßnegt/ und das Snfst S German^uGrund abgebrochen.

Ls ChursürstFriedrich desBischöffIohaiins« Feind worden/ und dessen Pfaffheit Gemüth" erfahren/hat er Dienstags nach dcniOonjilag"

^Dtetenberg/ Thuin^Dechant/ConradBerg/ v»«. Vo«m)ucmic»>mci: deßIahrsl46^.demRach fol««

"«', Eberhard Pfeil/ Reinhard Entzberger/ Rcin< gcndcn Briefgeschrieben. Unsern günstigen Gl usi <«

M'd und Raban von Heimstatt/ Mhelm Flach/ zuvor/Evsamcn/Weisen/LiebenBesondei e.Nach'"

Mo äe Bache/ 'rilenclnncl« Riebcisen / Nicolau« deine >5?err Johann/ Bischoff zu Epire/ uns durch"

^rneli,,, vic«i, del'cn Diener eins Tseils die Bur« sin Muthwillcn ein Bewahrung geschrieben hat,"

2" zu Speyr gefangen und gethurnt. Kurtz vor und sich Dechan und Capitul des Domstiffw an."