Das Vli. Buch. Cap.cvii. 867

künstlicher Arbeit zu präsentiren/ welches alles derstlb grosse Alizahl uffm V!?,!z blieben/ Ul»d der Streit fast

'nusonocrn Gnaden angenommen/ undsich hinwic- dasAnschen bctoraincn/daß die Fe»»d wieder aus der

""'gegen die Stadt Spcyr gnädigst erboten. Stadt »misten weichen. Solchem Schiinpffvorzu-

<^, Es hat der Rath alsobaldeil ihrerChurfürst- kommen / und die Bürge, schafft in Trennung zu

" llchcn Gn.^en/ nach erlangtem Sieg bey Scckcn- bringen/ verfugt der von Nassau/ daß die Stadt an

"heim/ und nichtcrstnach der Bcruhigung/ Frey- cincmOrcmiiFmer angcstosscn worden/ davoneilt

"Ws nach Bartholomäi durch den Bürgermeister schröckliche Brunji entstanden. Indem nun die

"D,gelE«rcr/ und dieAltcrmcisterc/ Claus König Bürger theils der Brunst zugelaussen/undRettunZ

" wo F, jedoch F^^n/ Glückwünschen lassen. Das geschafft/ haben die Nastauische erwünschten Vor-

" ^letnod oder Geschirr in Gestalt einer Rosen/ wäre theil bckommen/ die übrige Bürger zu überwinden/

" uuv und auswendig starck vergüldt/ und hatte acht und derselben auf 5 oo.wie etliche schreiben/erschlagen.

"Marckwcnigervicr Loch gewogen/ undkostcte die ^»»mittels seynd viel reisige woblgcruste Flinv in die

" Aiarct dreyzchcn Gülden. -^> Stadt kommen/ also daß die Bmqerschafft äugen-

schcinlich gespürt/was »nassen sie unversehens über-

Das (5 VII. Capitel. wunde»»/ und dcmGewaltzu widerstehen lugcrillg

«die ^^ ->:«^^ 2l<.,^ ^ «« «..^ ..« lind schwach. Verwegen als sie von frühe Momcns

'labr?1^? ^» ?s.1.^ m! l"!n.mb Vesperzeit mamlhaffligmitErnstundFleiß

Hn^en,^ umb.hrcFreyhe.tgcstrittenHabensiesichendlich0e>n

^v»legs-Vewair durch V«rrart)el ey elnge- m.,>, t^^>^» o'bl > sli, st ^ll>c>lnl lv,'»lll9<» sämut-

^rll^'^^^^:^^' lihzuftmmm)'»N^eh.N2dZWl3,

von ^ ^..?H^'« ?.!e»« ^ .^ ^ daß ,ic ohne Zcrzug stracks in Eilaus der Stadt hin«

W^A^^des Iw^s/ und w»e ausgcsuhrt/ulldkeil!cnlver'attetwordc,»/daßcritt

Men3ll«"^ Nl ^^7^?^ sm»Hau.,gangen/undvonWeiboderKindern.,n

nos^.?/^ '^7l'^^ « ^" ^ ^" AbschledoderZehrunqgcnomnlcn/dahereinclbärlN-

nossen»nhremU"sallangcnommon. lh Weheklagcn und Geschrey durch die q,'Ntze

^>. Emnach ChurfurstDicterichzuMäyntz durch Scadtsich erhabcn.Weibcr und Kinder haben tbeils

^^Bcystand Chu>fur,i F»icdrlchs Pfaltzgrafcn ihre Männer und Vätter sehen auifuhrc.n/theilsvcr-

7^ sich bischer beym Erlchisthum gchandhabl/ ,n wundt und hart beschädigt/ theils haben die ihre UN-

oer^tadtMayntz semcn Hofbehalten/dcrRathund tcr dci» Todten gefunden. Von vielen hat man Nicht

Airgerschassi sich auch gegen ihme zu Hülff und W'sscilscyafft haben können/ ob sie todt oder lebend.

Beystand verpflichc/lrachtcr sein Gegentheil Adolph Nach Ausschaffung der Vurgs, schafft seynd die

vonNassui auz einen gcschwindenAnschlag/dadurch Fc,nd u, die Häliscr eingefallen/ haben alles geraubt/

erdie StadtMäyntzin scincnGewalt/undChurfürjt was man heben und tragen mögen / Weiber und

Diererum umb das Ertzbisthum bringen möcht. Zu Iu»»gftauen zur Unzucht genöthigt/ und dergestalt

solchem Vorhaben waren ihme verholffen Hcrtzog schanolich und tyrannisch nnt hohen und niedern

kudwig vo>» VeldenK/Grafe Zollwig von Sultz/und Scauds-Personen umbgangen/ als es von Türcken

Grasc'Ebcrhard von Kllnigstcin. Er bracht auch zur und Heydcn hält geschehen könncn.Chursürst Dieter

Hand zween Bürger/ welche alle Gelegenheit der und Grase Philipp von Catzenclnbogen/sozuMentz

Etadt/und an wclchemOrt dieselbe am leichtsten alt- im Schloß ihr Anwesen gehabt/ und Churfürst Fl i-

iugreiffcn und zu gewinnen/gewusi und offenbart. dcrichsdesPfaltzgrafen erwartet/ da'N't sie mit zu-

Als nun bemcldte Herren in Geheim ein gute All- sammen gefugter HülfChurfurst Adolphen n^öcbten

l<A wohlcerüstcs Volck in Bcreitschafft gebracht/ bekriegen/ als sie der Fcind Einfall in die Stadt vcr-

seynd sie im ^ahr 146 ^. Abends SimonIudä auf- no»nmen/haben sie sich an einem Seil über 5?e Mau-

ßebrochcn/undNachts mit ihremHecrvor dicStadt ren »n einen Nachen herab gelassn / und seynd aufm

tommcn/dercn ungefähr bundcrt oder drüber/ haben <Xye»nan>ichere.0lt entkomnlcn. A Er batte sihr«

an einem Ort/da wegen Hecken/Stauden und ande« grosse Zeit gehabt/ dann die Feind noch sein Bett'

lur Stadt-Maurn gcraulnbt/ Leitern anqcworffcn/ mit zeinem Volck besetzt/ und verwahrt / bat er die

und in aller Frühe die Maur erstiegen. Die Wach- ausgcschgffte Bürger uffErstattung cinerSummen

tu seynd nach ihrer bösen Gewohnheit mit Weil» Gelds / nach eines jeden Vermögen / wieder in die

wob! bescbcnckt im liessen Schlaffgelegen/ welche sie Stadt eingenommen/ ihre Freyheit und Privileg»

lufordcrst angriffen/und still zu seyn und zu schweigen ausgebaben/die Stadt dem Reich abgeschnitten/ und

Ledrungc»»/ darauf in Eil die Gau-Pforten gespal- dem Gtiffteigenthumlichunterthänig gemacht. Das

W/verhauen und geöffnet/ dadurch die Fürsten und 'st geschehen auf dem Tag Simonis und Iudä.

Herrm mit allem Volck in die Stadt eingebrochen. Die fürnchiM Adeliche Burger/Kaufflcut und an-

>Gcschellu!»dUffla!.!ffpftcglich/velsa»mnlet. ^,.. . --------- ^ >. ,, ^ .....

als sie »räch Gelegenheit in Ordnung kommen/ nnt h'ngcgen Churfürst Diether die Zeit seines Lebens Msem dapffcrn Er»»st wider den eingebrochenen etliche Stadt/ Schlösser/ Zoll-Gerecht,gkeituno Leind mannlich gestritten/ also daß derselben ein a»ldcre Einkommcl»in»lgehabt und genossen. Cbur,

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