856 Spcyrischer
Ueber Better/ es scynd auf heut Dato des Briefs Marggraf Carl von Baden / seil, Bruder dcr Bi- schoft von Metz/und Grase Ulrich von 2üurtc>nbcrg/ mit cim stanken reisigen,^eug/ licy 800. Pferden ,n dao Ampt Heidelberg konnncn/ und allernächst bey Heidelberg angcstofscnzubrcnneu/ so haben w« unsern reisigen Zeugzu guterMaas heiinlich bey einander gehabt/ und unser Freund der Bischoff von Mcntz «st heimlich mit ;oa. Pferden unten zu uns gcstosscn/ und wir scynd den Feinden nachgezogen/ und »hncn ein Fürlaß geben ' und wollen sie m die Mitte nehme»'/ da scynd wir mit den Haussen zusanp mcn gestochen/und durch Gnad und Hulff des Allmächtigen Gattes haben wir die genannte drey gefangen/ und nm ihnen einen Grafen von Würtcn- berg/ ein Grafen von Sandcnwerth/ und ein von Lcinlngcn/ und sonst viel guter Ritter und Knecht. Und ist ein Herr von Vrandiß/ ein Grase von Helf- fcnstcm / und sonf^ etlich von der Ritterschafft auf der Wahlstact blieben aufder Feind Seiten. So ist auf unser Seiten niemand dann ein Ritter/ -Herr Wilprechtvon Helmstatl/todt blieben. DenHan» del wollen wir E. L. nicht verhalten/ i»r dem Getrauen/daß ih» das zu guten Freuden gern vernehmet/ und cucb auch in euern Sachen desto füqlichcr wisset zu richten. Datum Heidelberg/ auf Mitwoch p«ri
^rezog Friedrich/ pfalygraf/ Churfürst.
Nach solcher Victor,» hatChursürst Friedrich die gefangen Fürsien und Herrn gar gnädig gehalten und tractirt/ aber Mi ersten Imbiß/ als man ihncn die Tafel ihremScand gemäß mit Spciß besetzt/hat man kein Brod aufgetragen/ Als nun die Herren dessen begehrt/ ist ihnen aus Churfürst!. Geheiß zur Antwort widerfahren / sie hätten in ihrem Krieg muthwillig die Fnicht im Feld verderbt/ die Scheuten angesteckt/ und die Mühlen hin und wieder m Brand gesetzt/ soltcns Verwegen versuchen/ was es sey/ wann man des lieben Brods müsse mangeln/ sollen also den ersten Imbs ohne Brod eingenommen haben/ davon schreiben Bucholtz»» c'/^o«. (^ us.
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ChurfürstFriedrichverwendtdiesen Sieg zu treffe lichem Nutzen der Chur-Pfaltz/ dann es schreiben die l-Moricl, daß BiscyoffGcorg zu Metz für seine Erledigung hab bezahlt fünffund viertzig tausend Gülden/ und darzu drey Flecken/nemlich Bergard/ S. Theobald und zum Heiligen Creutz der Chur-Pfalß übergeben und eingeraumbt. Margqrafc Carl von Baden seinen Theil anderGrafscbafft Spanbeim/ zwo Stadt/ Besigkheim undBenheim san,pt aller Iugehör/ seine Gerechtigkeit überHeidelsheim und Evvmgen / das Weydwerck bey und uffm Rhein zwischen Seltz und Germcrsbcim / deßhalben sie lange Min Zwyspalt und Irrung gestanden. Er machtauch Pfortzhcim zu der Pfaltz Lchcn/ welchs alles umb hundert tausend Gulden angeschlagen. Umb gleichmäßige Summ ist auch Graf Ulrich zu Wüttemberg geschätzt/daran derselbe viertzig tausend Gülden baar bezahlt/zwantzigtausendsl. uff etlichen Gutern an der Vcrgstraß/ welche Churfürst Adolph Grase Ulrichen wegen seiner Hülff und Beystands
5rMdt/ und Churfürst 3"ednch M^A berührter Su.n.n "ngcno.nmen d e u^4 ^ ft. scynd jährlich mit 4°°°. ^ds v NM,^ ^. worden. 1 ruk.,» c/,^«. H"""- Theil seiner Chronick. gM zu
BischoffIohannzuSpeyr'stM'pc ^ de.nKr>egw.dcr^eChurf>r,^'ch^
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„„gliche >'>"lff/^'rscM' u.w^e '. >-^^.r> ^egele.^ndHfe>mR^si ^>e" <«H
stcn zu Bcyliand zugeschickt/ bey ^ "Z«Mst schlagen und gefangen. Demnach '"^^ ^
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mimen/ son't etliche,oolsw,'M'^" >„„»'ttt^ St'ffts angriffen «nd beschad'g - ^ ^«än' ein Er. Rath zu Spcyr auf allen Zu'Mn ^^ ^^ nigl.ch lassen verkündigen/ wer etwas ^ ^. schofflichen Unterthanen zu verw^yw'^^i.mer' mem oder dieselbe gehauset/ daß ""' 0"^ ^,M halb 8.Tagen/ und was ihnen zuMd'"/" Simff sollen. Des Churfürsten Volck h^e"' ^^ / oie zunächst vor dcr Stadt SMr M ^^,,^,1/ Galctmühlcn genannt/so derPfaffheUW'^/ft
in Brand gesteckt. Das StO l« AH mit der unlängst uff Bestich Käpser ^'g'5?w'e0cra"si Stadt grosse,« Unkosten und Schadcw " ..^HaB neu erbaut gewesen/ als ein sonderba> 5 " ^ ^jeg dcr Feind/ darmn sie auch jetzo bey wabl " ^^„t. ihren Uncerschleiffgehabt^e^ünderh'^,e.n-
halben in Kirchen und Stlffts'Hal> '" e,1t>>" gewo, ffen/alles zu Grund abgebrH um ^^,„ wie es heutiges Tages nn A^cns!) i ^ath- also daßmans hernachcr w'cder u " „gycs fambefunden, D'ewe.labcrumbVc» ^ y^s
B.schoffs und Cleriscy/ ««ch V '^ og.^^^^ Htiffto/B'fchoffRemhardzuNo "^
Heß' vonLemingen/ und«?".b'ymH^^ grosse Furbitt angelegt/ hat d'est b^ und den daß der Herr Churfürst "«. F"H^ ^ Kricgs-Handlung abzustellen / "Nd Z ^ OH^ hann sampt seiner Pfaffhc.t «nd ^W^ „^ und S chirm anzunehmen bM.ll'g - M^ «B tcnburg sampt dem Schloß /Je»' ^>^^tg W.ldpan im Wald des nannt/ behalten/ doch M't solch H^ ^ß e"
halt/ "
jeder B'schoff zu Speyr R""N ^ weyM
Stadt/simwt der ^
dreyßig tausend Gülden w'evcr losm/adn ^ „ ewiglich bey Pfaltzverble,bm M- ^ ,^ ^ chunq ist zu Heidelberg ge he,d,gt unovc. 3n uff^^m Abeud Anno '4 ^ ^M Als nun der Herr Chulfuru/aw ^„v>
Kieas^ürst/ sich wieder gen -9«^^^^'? gm Ho Haltung beg^
weit und breit zu
«breitet/ sandte cm Rath der ^ca" ^^ ^^ A g o3n te gm Hof zu Hewelberg/'^,^u innHcrrn Chu/ürsten wegen^a.^^ )
glücklichen Zustands behäng
