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mahl, Pfalzgraf Syffrid, die Burg Hohensymmern bei Maien bewohnt habe u. s. w. Ein alter Thurm daselbst wird für das Gcfängniß Genovcuen's gehalten. ,
Pipin der Kurze, Oberhaupt von Neustrim, ward Vater Karl's des Großen, und, als sein Bruder Karlomann, von dem mächtigen Erzbischof zu Mainz, Winfried Bonifacius, Primas von Germanien und Gallien, für das geistliche Leben gewonnen, sich in ein Kloster zurückzog, sah sich Pipin auch in dein Besitze von Austrasien. Er gewann durch die, für die Kirche und Armen wohlthätige, Neichsvcrsammlung in Düren, durch Belchnungen der Großen mit Gütern, durch Dienste für den papstlichen Stuhl, und durch Empfehlungen von den Geistlichen, alle Stande für sich; er wurde von Bonifacius und von dem Papste Stephan II. zum Könige gesalbt, und ein Huldigungseid der Fränkischen Großen befestigte das neue Königshaus der Carolingcr.
Nach Pipin gab Karl der Große in sechs und vierzigjähriger Negierung seinem, vom Ebro bis an die Oder erweiterten Kaiserreiche neues Völkcrleben. Er weilte gerne in den königlichen Palästen oder Pfalzen am Rhein, vorzüglich zu Ingelheim, und wohnte auf unserm Maienfclde den Versammlungen im Mai und Octobcr bei. Nur einmal wurde unter ihm der friedlich wachsende Wohlstand unserer Gegend schrecklich gestört, als die Sachsen unter ihrem Heerführer Wcdckind von Westphalcn, von Dcutz her bis an die Lahn und jenseits, mit Feuer und Schwcrdt Menschcnwohnungcn und Gut und Leben vernichteten, um sich an den Franken, zu rächen.
Unter seinen Enkeln, den drei Söhnen Ludwig's des Frommen, welche den Vater und sich unter einander bekriegten, war auch unsere Gegend mehrmals Schauplatz ihrer herrschsüchtigen Händel, die durch den Vertrag zu Vcrdun nicht beigelegt wurden, nach welchem der älteste Bruder, Lothar, das linke Nheinufcr, den jenseitigen Thcil von Austrasien erhielt, und ihm den Namen Lotharingen gab, wodurch die Benennung Austrasien wegfiel; dem zweiten Brüden, Ludwig zu seinem Antheil an der Fränkischen Monarchie, Ostfranken, oder alle Lande diesseits des Rheins zufielen, und Teutschland ein selbstständiges Königreich ward.
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es Kapitel.
Ueber das gesellschaftliche Leben in unserm Nheinthale unter den Merouing lschen
und ersten Carolingischen Königen.
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Von Dörfern in unserm Nheinthale nennen Urkunden aus diesem und dem nächst folgenden Zeiträume jenseits des Rheins: Rübcnach (KipgniZcnm), Gülz, Eltz, Kobern, Ochtcndung (Offtmdinck, Oich- tingcn), Meycnfeld (Megmfeld), Kärlich, Ormütz oder Unnitz (Hormunzc, Durrcmünze), Mcycn, Kempenich, Olbrück, Nickenich, Kruft und andere; auf der rechten Rhcinseite: Huingcn (Höningen), Ar,chcn- (Aren-) dorf, Hammcrstcin, Lcudcsdorf (Lindwidcsdorp), Rodcnbach, in der Pfarrei Feldküchen, den Hof Scchtcndorf (Segendorf), Nengsdorf, Mclsbach, die beiden Burgortc Wicd, den Hof Nothhausen; zwischen Hcddesdorf (Hcidcnstorf, Hcidcnesdorp und Hiddcnsdorp) und dem Rheine: den Hof Langcndorf, Irrlich, Gladbach, Heimbach, Isenburg (Ysemburgh), Bcndorf (Bcdendorf), Vallcndar (diesseits des Walls, oder am ^Nhat?); gegen den Westcrwald. hinauf:. Honnescld, Dicrdorf, Mainborn, Maischcid,. Hernach, Wincswalde, Obernbcrg, Hunbach, Ettncrich^ unweit Nunkcl'). Nunkel, das später erwähnt wird, gehörte zu dem Nie- ________________ ^.
1) Belege: lHroui'enn Onttwiceül« Qnuäliuz. 1'ractat. äe Henriec» Hueup« „Kromer's Rheinisches Franzien, und die nächstfolgenden Kapitel.
