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905,
Sohn Zwcntibold über Lothringen als König. Dieser machte sich bei den Lothringischen Ständen verhaßt, durch Gewaltthätigkciten gegen Grafen, und durch Bedrückung der Geistlichen.
Mehrere von jenen, unter ihnen Graf Mctfried im Eifclgau (S. bei 860), wurden ihrer Güter beraubt, und Zwcntibold vcrtheilte diese unter seine Lehnsleute. Mctfried wurde zwar in Worms mit Zwcntibold wieder ausgesöhnt, aber nur aus kurze Zeit'"). Zwcntibold's Gesolge fiel auch geistlichen Stiftern in Trier zur Last. Die Grafen Richwin ") und Widiacus ") machten ihm deshalb Vorstellungen, und Zwentibold versprach dem Erzbischof Natbod, seine Achtung gegen die Kirche und ihre Anstalten zu beweisen 12).
Nach dem Tode des Königs Arnulf, dessen Wittwe Uda, Konrad's von Franken (S. zu 889) Schwester, die Burg Lahneck dem Erzbischof Hatto von Mainz schenkte, verjagten die Großen in Lothringen den König Zwcntibold, schlössen sich wieder an das Teutschc Ncich an, und Zwcntibold siel an der Maas in einem Treffen mit den Grasen Stephan, Gerhard (Gebhard) und Mctfried.
Unter dem unwürdigen Könige Teutschlands, Ludwig dem Kinde, Arnulf's Sohne, erhob sich zwischen den machtigen Häusern, dem Babenbergischen (Bamberg) und dem Salisch - Frankischen, ein blutiger Kampf.
Eifersüchtig auf diese, wegen ihrer Erhebung, ihres Ansehens, und durch langen Streit über Abgran- zungcn, sielen die Grafen Hcinerich und Adclbard von Babenberg in das Würzburgische, und wiegelten zu- gleich in Lothringen die Grafen Eberhard (Gerhard) und seinen Bruder Mctfried "), gegen den König Ludwig auf. Der Herzog Konrad der Aeltcrc (S. zu 889) sandte seinen Sohn Konrad mit starker Macht nach Lothringen, zog selbst gegen die Feinde aus, und blieb. Konrad der Jüngere vertrieb die Empörer aus Trier, und zwang sie, unter schrecklichen Verwüstungen des Erzstifts, zur Unterwerfung "). Eberhard und Wilfried wurden von dem Könige geachtet, und die Babcnbcrgcr von dem Erzbischos Hatto von M'inz, weniger mit Heercsmacht, als durch List unterdrückt. König Ludwig entschädigte für die Verluste das Erzstift mit Schenkungen, unter welchen auch die kirchliche Gerichtsbarkeit zu Andernach war").
Ludwig's Dankbarkeit erwies sich auch an des Grafen Eberhard (S. bei 889) Sohn, Konrad Kurzbold, der, wie sein Vater, als Graf des Nicdcrlahngaues, zu Limburg an der Lahn seinen Sitz hatte. Der 909. König schenkte ihm das Gut Brochen, zur Gründung der St. Georgskirche in Limburg ^).
Als mit Ludwig dem Kinde der männliche Königsstamm der Karolinger abgestorben war: so wähl- 911. tcn Teutschlands Häupter den Bruder der letztuerwittweten Königin Mathilde, den Herzog von Sachsen, Otto den Erlauchten; dieser lehnte aber die hohe Würde ab, und empfahl den Herzog von Ostfranken, Konrad
den Jüngern. ,
König Konrad I. setzte über Lothringen einen Herzog Gisclbcrt. Daß er ihn auch mit unserer Isen- 914. bürg (Ysemburg) (S. bei 65U) bclchnt habe "), ist nicht glaublich, da das rechte Rheinufer zu dem Herzogtum Franken gehörte und Konrad's Bruder, Eberhard, Herzog von Franken war "').
Von dem sterbenden Könige Konrad I. zu Wcilburg empfohlen, ward der Sohn Dtto's des Erlauch- 918. ten, Herzog von Sachsen, Heinrich, König von Teutschland. Heinrich I. gewann, nach zwei 3usammcnkünf-92lu.924. ten mit dem Könige von Frankreich, Karl dem Einfältigen, in Bonn, das kurze Zeit von Teutschland getrennte Herzogtum Lothringen wieder. Karl hatte indcß an dem Erzstift Trier viel gcthan, Beide Könige hielten
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M In der handschriftlichen Urkundensammlung, I6u5«um ällterianmn genannt, im Jesuiten-Collegium zu Köln. I.
bl> Kleiner, 0r>3L. K255. ?, I. §, 32, 11) Der Name eines der ilttstcn, urkundlich späteren Grafen vom Wiedischen Gcschlcchte. 1Z1 Schwerlich einer von Wied, wie ma» hat annehmen wollen,
13) Lrmvei-i ^nnal. l'i'Lv. 1. I, 14) ?u!neri NiZt. ?a1c>l, c, VII, 12) Ziemer 1. «.
16) Lrowei-i H,nn2l. 1>ev. Kremei 1, c. 17) Lroner I, c, 18) Vrc»ver 1, 0,
19) T'oliiei'i Ni«t. ?2l, c, VII, p, 173 59.
