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dorf den Hof Markcnbcrg schenkte '^). Die Schwestcrsöhne dieser graflichen Brüder von Wied, Bruno II. von Braunsderg und Thcodorich von Iscnburg (S. bei 1210) verzichteten in die Hände des Erzbischofs ans die Voigtci des Nomersdorfschen Hofs zu Gladbach (S. b. 1210.), verkauften an Nomersdorf ihre erblichen Lehngütcr daselbst, und Bruno II. übernahm auf Verlangen der Abtei die Schutzvoigtci über jenen Hof für sich und die ältesten seiner nächsten Erben gegen eine halbe Kölnische Mark Iahrgeld.
Graf Bruno II. von Isenburg - Braunsberg hatte eine Gemahlin Johanna, von unbekanntem Hause "), und um diese Zeit seinen einzigen Sohn und Erben, Bruno II I.
Dem Grafen Thcodorich von Wird folgte in der Regierung sein Sohn Lothar (Lutherus) von Wied.
Bon Lothar's Rcgierungsvcrwaltung in der Grafschaf Wied ist uns ein Beispiel ausbewahrt: Wil- 1219- Helm vonOuchund seine Brüder, Gebhart von Gummerschcit, seine Erben und Hoflcute zuDazerod, hatten schon lange mit dem Frauenkloster (St. Thomas) bei Andernach über einen Wald am Grenzclberg („c>uu. celend«-ßk") bei dem Nonncnbach gestritten. Die Parthcien waren schon oft zu anberaumten Terminen (Dingtagen) vor dem Grafen Lothar erschienen. Zuletzt legten der Richter und die Parteien die Sache der Entscheidung seines Bruders Thcodorich vor, und dieser entschied auf der Burg Wied, daß der Dingtuoigt, den die Sachwaltcr der Kirche nach Willkühr wählen konnten, nach geleisteter eidlichen Sicherheit die gedachten Güter der Kirche erhalten könne. Als aber der erwählte Voigt nebst der Summe sich auch zum Eid verstand: so verzichteten jene Streitführer für sich und ihre Erben auf alles Recht an dem Waldgute, und übergaben es durch des Erzbifchofs Hand, zur Vergebung ihrer Sünden, der besagten Kirche. Unter den Laien- zeugen der Acte waren, außer dem Grafen Lothar selbst und seinem Bruder, dem Erzbischof: Gerhard, Graf von Ar, Theodorich von Schcnkclbcrg u. s. w. ").
Der Enbischof Theodorich hielt sich öfters auf dem Altwicdischcn Hofe Nothhausen aus, wie verschiedene Urkunden beweisen, die er dort ausfertigte ^«). Sein Bruder Georg kehrte von seinem Krcuzzuge nach pause zurück, blieb aber unvcrmählt. Er ward Ritter des Teutschcn Krcuzordcns, und Landmeistcr desselben in Preußen ^ ^). Auch der Graf Siegfried III, von Nunkcl zog in dieser Zeit nach Palästina; zuvor aber schenkte er dem Kloster Scligenstadt, das sein Ahnherr Siegfried I. (S. 1100.) gegründet hatte, die her- 1219. -römmlichcn Abgaben für das Voigtciamt, und erließ den Leibeigenen die gesetzlichen Leistungen ").
Als der Kaiser Friedrich II. dem Teutschcn Orden des Patronatrccht der Kirche zu Obcrwcrlau (Wörlc), einem Clccbcrg'schcn Gute (S. bei 1175 u. 1139.), nebst der Kapelle zu Holzburg (in der Wctte- rau) schenkte; unterzeichneten die Urkunde die betheiligten Grafen: Rupert von Nassau, Gottfried, (der Ael- rere, Sohn des Grafen Gottfried von Evpstcin und einer Tochter Theodorich's von Wied (S. bei 1179.), Ge-, mahls einer Gräsin Elisabeth von Nassau), Heinrich I. von Iscnburg, Gemahl der Isengard von Cleeberg (S. bei 1175.), und sein Sohn Gerlach "); Heinrich I. gab zu dieser Schenkung noch besonders seine Ein- löZo. willigung. Seitdem findet sich Heinrich I. nicht mehr. Seine Söhne Heinrich II. und Gcrlach verwalteten die älterlichen Erbgüter noch eine Zeitlang gemeinschaftlich. Zu diesen gehörte auch der Zehnte zu Heimbach, den sie nach ihren: Vater von Trier zu Lehn trugen, und das Schloß Schaumburg, in Gemeinschaft mit dem Grafen Hermann von Virncburg -').
In einer Schaumburg'schcn Urkunde (1217.) steht neben den Grafen Heinrich (I.) und Bruno (II.) von Iscnburg auch Ruozmann von Kcmpenich, und wird daselbst von Luitgard, Tochter des Grafen Rupert von Nassau, Vetter genannt. Ohne Zweifel ist er mit Rusclmann von Kcmpenich eine Person, der in der Folge noch vorkommt; seine Abstammung aber von Theodorich und Richwin von Kcmpenich, und seine Vet-
13) Günther, Urkunden von RomeiZd. M>,nuscr.
15) Fischer. N°, VN. 16) Lllntlier, I. c.
18) S. Vogel's Archiv der Nass. Kirchengcsch. B. I,
19) Wenk, III., ZZ8, Schmidt, Gesch, des Großherzogth. H'ssen II. 280. LU) Wenk, a. a, O.
i4) Römers». Nekrolog, Günlher, Gesch, v. Romerib. 17) eieN^ei-. Vitriol. i1!u5tr. XX.
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