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1221, terschast mit Nassau ist noch nicht zu entdecken "). Mit einem Theodorich von Kempcnich, ungewiß ob er Graf oder Dicnstadlichcr (Ministerial) war, unterschrieb der Graf Lothar von Wied die Vcstatigungsurkunde des Erzbischofs Engelbert von Köln für das Kloster Maricnstadt bei Hachcndurg "°).

Indeß fuhr der Kurfürst Thcodorich, Graf zu Wied, nach seiner 1222 vollbrachten Reise in das heilige Land, rühmlich fort, sein Erzbisthum Trier zu verherrlichen. Unter ihm gewann es 1220 durch ein Edict

1225. des Kaisers Friedrich II. unbeschrankte Neichshoheit ° ^). Ihm ward der traurige Auftrag, in Köln die Todten- feier des ermordeten Erzbischofs Engelbert, Grafen von Berg, zu ordnen, und vor einer großen Versammlung zu Köln und Lüttich Reden auf ihn zu halten ^). U reichem Stoffe fehlte es dem Redner nicht; denn En­gelbert, an Geist und Körper groß und glänzend, hatte in den 9 Jahren seines erzbischöflichen Amtes sich nicht allein um das Kölnische Land durch Wiederherstellung zerstörter Städte und Dörfer, durch Bcschützung der Kir­chen und Klöster, hoch verdient gemacht, sondern auch in Abwesenheit des Kaisers Friedrich I!., über den er etwas vermochte, und dessen Sohn er erzog, das Tcutschc Reich mit kräftiger Klugheit geleitet, den Landfrie­den erhalten, durch ganz Europa sich Ruhm erworben, durch das Vchmgericht in Westfalen sich furchtbar ge­macht, und in dem Entwürfe, der Vauvordercitung und Schatzsammlung des erhabenen Doms in Köln, seinem Namen ein großes Dcnkmahl gesetzt. Nur den Schirmvögtcn über die Klöster war er abhold, sie machte er sich zu Feinden. Ein solcher war der Graf Friedrich von Isenburg an der Ruhr bei Hattingen, keiner ans unscrm Isenburg an der Sayn. Dieser war Schirmvoigt des Fraucnklostcrs zu Essen, und der Bedrückung desselben beschuldigt worden.

Von Engelbert zu Soest vor Gericht gefordert, und vcrurthcilt, beschloß Friedrich, an seinem harten Richter mörderische Rache zu nehmen. Unweit Schwelm überfiel er mit seinen Gesellen den reisenden Erzbischof (nm ?tcn Novbr.) und ermordete ihn mit 47 Wunden ^). Dein cinbalsamirtcn Leichnam Engelbert's, folgte der Erzbischof von Trier auch auf die Reichsversammlung zu Frankfurt 1226, wo über den Mörder gerichtet wurde. Daraus reiste Theodorich zu einer andern Ncichövcrsammlung nach Crcmona. Er verwaltete das Erzbisthum Köln bis zur Wicdcrbesttzung ^«).

1227. Seine Weisheit und väterliche Würde ehrte man besonders in Aachen, als der junge Tcutsche König

Heinrich VII. daselbst eine Reichsvcrsammlung hielt. In demselben Jahre ließ er den Bestand des Erzstifts Trier beurkunden; Zeugen waren die Grafen Georg von Wied und Siegfried von Westerburg und Nunkel, in einer andern Urkunde Heinrich II, von Isenburg und Heinrich II. von Sayn -?).

Der eben gedachte Graf Siegfried war der dritte des Namens, und durch seine Söhne Siegfried IV,, und Dicterich I., Stammvater der nachher gcthciltcn Hauser Westerburg und Nunkel (S. 12U2). Das Schloß zu Westerburg und 60 Mark mehr Einkünfte waren für Siegfried IV. von dem Vater bestimmt. Von dieser Zeit an entspannen sich schon Mißhelligkeilen zwischen beiden Herrschaften, und wurden je länger, desto größer, so lange die Gränzcn und Besitzungen nicht genau geschieden waren,

Graf Siegfried I V. vermählte sich mit einer, nicht genannten, Tochter des Grafen Gerhard I. von Dich "«). Von Dietcrich's Gemahlin ist nichts bekannt: Siegfried IV. war nebst Georg von Wied Zeuge,

1L37. als des letzten Bruder, Erzbischof Thcodonch von Trier, die Stiftung des Klosters Marienstadt bestätigte °'). Heinrich III. von Sayn stritt seither mit dein Grafen Otto von Navensberg über die Güter Sechtem und Gilsdorf, die jener von dem Erzbischof Engelbert von Köln zugesprochen erhalten hatte. Jetzt entsagte Dtto, und der Erzbischof Heinrich von Köln belehnte mit jenen Gütern den Grafen Heinrich III. und seine Ge­mahlin Mcchtild (Matildis) (S. bei 121S) -°).

22) Günther, Urk. I. o.

21) Bodmonn, Gesch. des Nheingaues und Xi-siner, Qi-iW. N-««.

2Z) Nontli. H,5t 'I'iev. äipl, 1°. I. 24) Li-nner. H,nn. T>ev.

25) IVIer«aeu« 1. c. Von Alpen, Gesch. des Frank. Rhemufer«. II. Aschenberg's Almanach 1801.

25) Villwei-. H,nu. 1>ev. 2?) Brunei- 1. c. 28) Wcnk I. c. TH. I. 445.

29) Lrmvor I. c. 30) S. Anhang N. 8. ,