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Wenn auch die genannten Güter zu dem nördlichen Thcile der alten Grafschaft Wieb gezahlt wer­den"): so waren sie doch, nach dieser Urkunde, schon langer Kölnische Lehen, wie auch die Burgen: Wied (die oberste), Windcck, Bilstein, und, wie diese, wahrscheinlich seit 1197(S. bei 1197); sie wurden folglich nicht von Mechtild an Saun und an Köln gebracht '-); und hieraus wird es klar, was sonst sehr befremdete, warum die Gräfin Mcchtild in allen folgenden Verhandlungen mit Köln wegen ihrer Besitzungen, der Grafen von Wied mit keinem Worte gedenkt.

Daß der Graf Georg von Wied auch an dem sechsten Krcuzzuge Thcil genommen habe, den der Kaiser Friedrich IL bei seiner Krönung versprochen, aber, die Thorheit desselben einsehend, bis jetzt verschoben hatte, laßt sich von dem Manne erwarten, der, einer der Tapfersten zu Land und Meer, in dem heiligen Kriege sich schon so nchmwürdig erwiesen hatte -> -). Als sein Sterbetag, ohne Iahrzahl, ist in dein Tcutschordcns -Archiv der Valley Altcnbiscn der 15. Juni bemerkt "). Der Kaiser zog, nebst dem Landgrafen Ludwig (dem Heili­gen) von Thüringen und Hessen, mit einem großen Heere aus Teutschland, begrüßte seine Gemahlin zu Otran- to im untern Italien, wo der Landgraf Ludwig starb, setzte dann, vom päpstlichen Bannflüche verfolgt, die Fahrt auf dem Mittclmcere fort, landete bei Ptolemais, befestigte Joppe, schloß mit dem cdclmüthigcn Sultan 1223. Al Kamel, der ihm die Vcrrathbriefe der, von dem Papste Gregor IX. verleiteten, Johanniter und Tempelherren zusandte, auf 10 Jahre Waffenstillstand, durch welchen die Christen Jerusalem, ohne den Tempel, wo die Ara­ber beteten, Bethlehem, Nazarcth, Sidon, und den Landstrich bis Ptolemais zurückerhielten, setzte sich zu Je­rusalem die Königskronc selbst auf, und eilte, durch des Papstes Nänkc gcdruugeu, nach Europa zurück. Wäh- 1239. rend dieses Krcuzzugcs war die Gemahlin des zu Dtranto verstorbenen Landgrafen, die fromme Elisabeth, ei­ner Tochter Gertrud genesen, und widmete sie, zu Folge der Ucbercinkunst mit ihrem Gcmahlc bei seinem Ab­schiede, dem neuen Pramonstratenser- Nonnenkloster Altcnberg bei Wetzlar; wäre es ein Knabe gewesen, so hatte sie ihn nach Romcrsdorf bestimmt. Diese beiden Stifter verehrten in dem Abte Engelbert zu Romcrsdorf ei­nen eifrigen Förderer. Die Landgräsin Elisabeth, nicht frei von dem schwärmerischen Einflüsse des päpstlichen Legaten Konrad von Marburg, machte sich 1230 mit ihrer kaum zweijährigen Tochter, in Lumpen gehüllt und baarsuß, nach Altcnberg auf, und übergab sie der Acbtissin Christina zur Erziehung. Nach 20 Jahren ward

Gertrud Aebtissin -°).

Wohlthätig gegen geistliche Stifter erwiesen sich auch Gras Lothar von Wied, und Heinrich von Isen- burg-Kovern (S. zu 1210), jener durch die Schenkung seiner bisher verlchntcn Besitzungen zu Treiß an der Mosel, an die gegenüberliegende Collcgiat-Kirche zu Cardcn, dieser durch Werkauf seines Waldcigenthums bei Kovcrn an die Abtei Nomersdorf für 80 Mark ^).

Zwischen den Abteien Romcrsdorf und Laach, deren Schirmvoigt der Graf Thcodorich von Isenburg (S. zu 1210) war bestätigte des letztem mütterlicher Oheim, der Erzbischof Theodorich, einen Vergleich über die, den beiden Abteien gehörigen Leibeigenen zu Maischcid (Mcschctt) dahin, daß die Kinder von diesen hin­fort an beide Abteien gleich vcrthcilt werden sollten. Ehe jedoch dieser Vergleich zu Stande kam, waren die Aebtc, Bruno von Nomersdorf und Gregor von Laach, von dem Grafen Thcodorich beschieden, jeder in Be­gleitung von 4 Mönchen, in Mcyscheid zu gütlicher Beredung zusammengekommen, bald aber in so heftigen Wortwechsel gcrathcn, daß Bruno den Abt von Laach einen Rufsian schimpfte, dieser dafür ein großes, mit Ku­pfer beschlagenes Buch jenem an den Kopf warf, und nun zwischen beiden Partheien ein Gefecht mit Weinkrü­gen entbrannte in welchem der Scholaster von Laach zu Boden sank, und die Laacher Mannschaft, mit Hülfe

1230.

1231.

!

ZU Welche« FisHer auch nicht bewiesen Hot, cl, §, XXXII.

32) Fischer's Folgerungen §, llI.XXIV.-ci.XXX. fallen hiermit simmtlich weg, .und Gelenius hat Recht.

33) Li-mv«-, ^. ^l min, 1227.

34) Der Titel der Pcrgamentbandschrift heißt: IHer Huüivei-zai'ioi'iiin NcclelillL 0rönii« l'eutunici ^VIn52.7'r2iec. «na. 13121Z48 mit Zusitzen seit 1382 (mitgctheilt vom Hoch- und Temschmeisterischen Herrn Regierung«-Roth Bachem). '35) Li-o'ver. ^nu, l^ev. 22) Qiiutllßi-, tüoä äipl. IVläiililcr.