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herbeigeeilter Romersdorfer,hoflcute, überwunden wurden. Die Mönche von Laach flohen, wurden aber auf dem Wege von dem Grafen, der angeritten kam, zur Rückkehr gcuöthigt, und die Uebcreinkunft bewirkt '?). Das DorfMcyschcid war übrigens Isenburgischcs Eigcnthum ^°).
Der Erzbischof Thcodorich wurde durch das Gerücht von um sich greifender Ketzerei im Hessischen und m den benachbarten Landern, seit 1220 bewogen, eine Synode in Trier zu halten. Er berichtete dcßhalb auch mit seinem Neffen, dem Erzbischof Siegfried von Mainz, Grafen von Eppenstcin (S. bei 1179), an den Papst Gregor IX. Dieser erließ darauf ein Aufinunterungsschrciben an den vorhergenanntcn Konrad von Marburg, die Ketzer zu verfolgen. Unsere Erzbischöfe hatten aber bald Ursache, mit diesem papstlichen Kctzerverfolger höchst unzufrieden zu scyn ").
Nicht allein in dem geistigen, sondern auch in dem äußeren Leben regte sich allmalig das Selbstgefühl der Tcutschen. Die Rheinischen Städte singen an, Verbindungen untereinander zu verabreden, um sich zu einem freieren Zustande zu erheben. Diese Vereine wurden von einer Reichsvcrsammlung zu Worms unter Vorsitz des kaiserlichen Prinzen Heinrich VII., durch eine Schrift untersagt, die auch die Grafen Heinrich III. uon Sayn, und Gerlach von Büdingen unterzeichnet hatten ").
Bisher hatten die geistlichen und weltlichen Machthaber noch, wenigstens dem Namen nach, in dem vormaligen Abhängigkeitsverhältnis) zu dem Neichsoberhaupte gestanden. Seit Friedrich I. aber errangen sie immer mehr Rechte und höhere Vorzüge. Friedrich II. sicherte diese den geistlichen Fürsten 1220 zu um ihre Zustimmung bei der Wahl seines Sohnes Heinrich zum Tcutschen König zu gewinnen, und von Udine aus bestätigte er auch den weltlichen Fürsten und Herren ihre Ncichsstandschaft und Landeshoheit").
So erfreuten sich denn von nun an auch unsere graflichen Häuser einer Selbstständigkeit in dem Reichsvcrdande, die sie vorher nicht hatten, bis zu Ende des 18ten Jahrhunderts.
In Sachen der Religion und Kirche machten dem Erzbischof Thcodorich von Trier seine Blutsverwandten von Wieb und Isendurg bei den ketzerischen Neuerungen stets Ehre.
Der Graf Eberhard von Isenburg (S. bei 1176), Sohn Heinrich's I., bisher Domicellar zu Mainz, wurde von dem Erzbischof Siegfried zum Probst in Limburg an der Lahn befördert, ohne erst Capitular geworden zu scyn ^-).
Sein Bruder Friedrich ward Probst bei St. Marin 26 Lraäu« in Köln. Die zwei weltlichen Brüder Heinrich II. und Gcrlach hatten sich um diese Zeit vorläufig in ihre voraltcrlichen Lande und Güter ge- theilt, Heinrich II. den Landstrich am Rhein erhalten, der unter Hammerstcin längs dem rechten Nhcinufer 3 Stunden lang und eine Stunde breit lag, ein altes Isenburgischcs Bcsitzthum. Heinrich II. vermählte sich mit einer Gräfin Mechtild von Ar und Hochstadcn, und nannte sein von ihm und seinem Sohne Gerlach neuerbautes Schloß auf einem Eigcnthum des Tricr'schen Stifts Simon, unter dem Orte Hönningen, dessen Voigt er war, Arenfels "). Seine Kinder waren Gcrlach, der die Linie Isenburg-Arenfels fortpflanzte, Ludwig, der das HauS Isenburg Büdingen stiftete, Eberhard, der Isenburg - Grenzau anfing, Heinrich, der dem geistlichen Stande bestimmt wurde, und die Töchter Jutta und Lysa.
Heinrich's II. Bruder Gerlach bekam die Güter um die Lahn, wohnte in Limburg, und ward der erste Graf und Stammvater der Linie Isenburg-Limburg.
Nicht so rechtgläubig, wie unsere Grafen, schien der Graf Heinrich III. von Sayn. Ob er gleich der Abtei Laach die Abgaben erließ, die er von ihren Gütern um Winningcn, als ihr Voigt daselbst zu empfangen ") und eben mit seiner Gemahlin Mechtild zu Köln in der Trankgasse ein Haus gekauft hatte, um
37) Handschr. Nachr. 33) Fischer, Urk. N. CXXX. 39) H^liein. «oncil. <3»m. i>. III.
40) llontli, «ist. I'rsv, 4!) 8oKml>nlL. Ol» Inr. pnKI. 42) Inlianinz reruin IVIoßuni. ^. I.
43) Das Weitere giebt die Belege. Fischer ist hier unrichtig. Lüntliei-, Oä. äi^I. Ma>iu5«r.
44) Die darüber gegebene Urkunde nennt als Zeugen einen Theodorich von Kempenich; wahrscheinlich einen Dlenstadli: chen. H,ctll ^oa<i. "llleoä. ?«I. IV III.
