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in diesem crzbischöflichcn Sitze oft.zu verweilen "): so wollte doch Konrad von Marburg Ketzerei bei ihm wittern, wie auch bei dein Grafen Heinrich II. von Solms "), und sie sollten zu den ersten Opfern eines von aller bürgerlichen Gesetzmäßigkeit unabhängigen Mönchsgerichts (Inquisitionsgcrichts) gehören, das der Papst Gregor IX. zur Vertilgung angeblicher Irrgläubigen auch in Teutschland durch den Bischof von Hildesheim, Konrad von Marburg und durch die, jetzt in Koblenz aufgenommenen, Dominikanermönche, errichten wollte. Der teuflische Plan aber scheiterte in dem viclthciligcn und freisinnigen Lande. Konrad lud die verdächtigen Grafen nach Mainz vor eine kaiserliche Versammlung. Heinrich stellte sich daselbst mit solcher Ruhe und Würde, lind der Erzbischof Thcodorich verthcidigte ihn so nachdrücklich, daß er als unschuldig entlassen wurde. In dein folgenden Jahre forderte man ihn nochmals nach Frankfurt vor weltliche und geistliche Nichter, cr erschien auf Zureden des Erzbischofs Theodorich, und verthcidigte sich so überzeugend, daß er reines Glaubens erfunden, und von Konrad ersucht wurde, seinen Anklägern zu verzeihen. Heinrich that es mit cdclmütbigen Thrancn "').
Er schenkte darauf mit seiner Gemahlin Mcchtild dem Cistcrcienscrklostcr zu Drolshagen bei Olcpe, von seinen, vielleicht Ravensbergschen, Erbgütern, die Kirche, einen Hof, Mühlen, Ackerland, Wiesen und Wald, nur die Leibeigenen behielten sie für sich. Diese Schenkung bestätigte 1244 der Erzbischof Konrad von Köln ").
Zu gleicher Zeit vermachte der Graf Heinrich von Isenburg-Kovern (S. bei 1229) der Kapelle in Isenburg jahrlich 12 Kölnische Schillinge, und dem Kloster Wölfcrsbcrg seine Güter zu Kurtschcid, mit Zustimmung seiner Mutter Jutta und seines Bruders Lothar, der Probst zu St. Eunibcrt in Köln war ").
Die Iscnburgschcn Grafen Gerlach I. von Limburg, und sein Bruder Heinrich II. von Arcnfels (S. bei 1232) nebst Nusclmann von Kcmpcnich (S. bei 1220) und dem Grafen Gcrlach von Büdingen (dem letzten des alten Hauses), unterschrieben die Urkunden des Grafen von Romanien, Konrad von Hohcnloh, als er sein Schloß Leindal von Köln zu Lehn empfing °°).
Die ebcngcnannten beiden Brüder von Isenburg - Limburg und Arenfcls überließen ihre Güter und Gerichtsbarkeit zu Stcrnbach und Wickstadt in der Wcttcrau, mit Bewilligung der Abtei Fulda, als Docrlchns- hcrrschaft, dem Kloster Arnsburg, und erhielten von diesem das Gut Benstatt. Es waren Erbgüter von ihrer Mutter Iscngard von Clceberg (S. bei 1219).
Der Graf Lothar von Wied, war mit der Wittwe des Grafen Simon I. von Saarbrück, Luckard (Luitgard), Tochter des Grafen Emich II. von Lciningcn, vermählt, ohne mit ihr einen Erben der Grafschaft zu erzeugen, da sie in ihrer ersten Ehe Mutter der jetzt schon erwachsenen Grasen Simon II., Friedrich und Heinrich geworden, also bereits in höherem Alter war. Von dieser Gräsin wird noch ein Sohn, Burkard, als Geistlicher zu St. Castor in Koblenz, genannt °'), auch wohl aus erster Ehe. Als Gemahlin Lothar's von Wird stellte sie 1236 eine Urkunde aus, in welcher sie ihre alteren Schwestern Alverad, Gräsin von Clec< bcrg, und Elisa, Grasin von Nassau nennt. Das Siegel dieser Urkunde stellt eine Frau mit einer Blume in der Hand vor, und enthält die Umschrift: Camino äs N'iäe -°). Da nun mit Lothar der Mannsstamm des ältesten Hauses Wied erlöschen mußte: so waren seiner beiden Schwestern Söhne Bruno II. von Braunsberg, Theodorich zu Isenburg, Gottfried und Gerhard von Eppcnstein, seine nächsten Erben. Die beiden ersten Brüder ließen sich schon jetzt von dem Pfalzgrafen Otto mit der, von Pfalz lehnrührigcn, Grafschaft Wied belehnen. Der Lchnbricf wurde zu Heidelberg gegeben, und beweist, daß die Grafschaft Wied auch Weibcrlclm war «-).
12Z4.
1335.
43) S. Materialien zur geistl. lind weit!. Statistik de« Niederrheinifchen und Westphäl. Kreist«, S. 619.
46) Wenk, III,, i4Z. 46) Vro'vsi-. ^n». T'iev, In diesem Jahre bestätigte Theodorich der Abtei Benncvoy
geschenkte Gütlr (S. zu 109Z). 47) K1u5. Filter. IVl2iiu«c:-, <2ol.
49) Günther, Gesch. v, Romcrodorf. Handschr, 5oä äixl, 50) F scher, Ulk, XXXII,
21) Günther, Geschichte, Manuscr, 52) 5. IVI. Kiemer, Oi-ißg. N255, ?. II. »I. 145. 53) Fischei, IV, QXXIII.
