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1240.

1241.

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Der Erzbischof Theodorich begab sich nach Wien, und mit dem Kaiser nach Speier, wo er die Wahl des kaiserlichen Sohnes Konrad zum Römischen König bewirkte.

Die öftere Entfernung des Kaisers Friedrich II. aus Teutschland benutzten, wie anderwärts, auch in unserer Nahe die streitsüchtigen Herren zum Nachthcil des Gemeinwesens. Nach dem Tode der Erbin von Mailburg, Agnes, im Tricr'schcn, siel ihr Vurglehen an Trier zurück. Da reizte Walram von Limburg, einen Verwandten der Agnes, Rudolph, zu Feindseligkeiten. Dieser verwüstete die Güter derselben, riß die Pfründen, welche Agnes an das Kloster St. Thomas bei Andernach vermacht hatte, mit Gewalt an sich, und griff dieses Stift selbst an. Die Bewohnerinnen flüchteten nach Trier, und wurden von dem Erzbischof Theo­dorich einstweilen untergebracht. Rudolph und Walram verheerten nun auch andere Tricr'schc Besitzungen. Endlich gelang es der Weisheit Thcodorich's, durch gütliche Mittel den Feind zu beruhigen, die hergestellte Kirche zu St. Thomas weihte Thcodorich ein. Der Streit wegen der Mailburg veranlaßt ihn, ihr an der Kyl (Gelb) die Kylburg entgegen zu setzen «"). Für den Burggrafen daselbst, einen Herrn von Falkenstcin, erließ der Graf Thcodorich von Isenburg, des Erzbischofs Neffe, die Hälfte seiner Zehnten in Meßtrich 5°).

In einer denkwürdigen Provinzialsynode verbot Theodorich von Wied, Erzbischof von Trier, seinen un­tergebenen Geistlichen unanständige Kleidung und Kcgclspiel ° ^).

Der ehrwürdige Greis zog sich nun auf Montabaur zurück, kränklich und der Ruhe bedürftig. Als der König Konrad seinen Einzug in Trier hielt, begab sich Theodorich dahin, wollte auch den König nach Aachen begleiten, mußte aber in Koblenz bleiben, und verließ daselbst die Welt 1242 den 28stcn Mär,. Seine Hülle wurde zu Trier in der St. Helenen-Kirche bestattet. Ihm verdankt die Stadt Trier, die 1227 gegründete, und unter seinem Nachfolger Arnold von Isenburg vollendete, Liebfraucnkirchc, eines der ersten herrlichen Werke der sogenannten Gothischen Baukunst. Es soll von dem Erzbischof Theodorich noch eine Münze vorhanden scyn, auf deren einen Seite sein Bild mit der Iuful, und der Umschrift: ll^uäei-icu« llei (3raliZ, auf der anderen zwei übereinanderliegende Schlüssel, nebst der Umschrift: ^rclrie^co^uz Ire. verenlis, stehen.

Seine und des Grafen Lothar von Wieb Neffen, der Erzbischof Siegfried von Mainz mit seinen Brü­dern Gottfried und Gerhard, Grafen von Eppstcin (S. bei 1179 und 1237), so wie die drei Brüder Bruno II., Theodorich, und Arnold von Isenburg, Probst zu Trier, erklarten im December, daß sie alles Erbe und Eigcn- thum von ihren Müttern und Oheimen, sammt den Lehen Lothar's von Wied, nach Sicgfricd'ö und Amold's Rath, unter sich gleich vcrtheilcn wollten, die Lehen sollten den weltlichen Herren bleiben, und auch gleich ucr- thcilt werden. Gegeben auf Braunsbcrg ^). Dadurch wurde die Unzufriedenheit ausgeglichen, die seit 1237 durch die Belohnung der Grafen Bruno II. und Thcodorich mit der Grafschaft Wied, ohne Zuziehung der E^- pensicinschcn Vettern, entstanden.

In dem folgenden Jahre bestätigte Heinrich von Isenburg - Koucrn (S. b. 1235), als erblicher Voigt der Laach'schen Hofe zu Hcimbach u. s. w., die Verträge, durch welche die Abtei Laach der Abtei Romcrs- dorf, erst einen Theil des Hofs zu Heimbach, dann den ganzen überließ °').

Arnold von Isenburg, bisher Probst zu Trier, wurde an seines Oheims Thcodorich Stelle, von dem Domcapitcl allein, nicht mit Zustimmung des Volks, wie es früher geschah °°), dagegen der Probst zu St. Simcon, Rudolph von Brück, von der Kaiserlichen Parthei, und von der Stadt Trier, die der Kaiser begün­stigte, zum Erzbischof von Trier gewählt; zu der letzter» Parthei gehörten auch die Herzoge und Grafen von Lothringen und Luremburg, und der Graf Heinrich III. von Sayn. Die Häuser Isenburg und Wied muß-

54) Lrnvver ^nn. I'rev.

56> Le^rerll ot statuta ^rov. lüonc. Irev. (Dol. 1549

5?) Lrovver, I. c. Versuch einer Geschichte von Tric

58) Fischer, No XI.V1-

60) Nnntli. Hi«l. l'rev. äi?!. ?. I.

55) «anlli. Hill. ?r°v, l'. I, min. 1240,

ucn Wittcndach, B. 2. S, dort die Abbildung der Kirche.

59) Günther, Urk, RomerZd. Manuscr.