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1252.
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kel gelegenen Dorfes, eine Mauer lim dasselbe geführt, und war darüber mit dem Grafen Konrad von Diez' ^) als Grundherrn, Gcrichtshcrrn und Thcilhabcr an dem Orte, in Fehde gerathcn. Die Grafen von Diez scheinen nämlich durch ihren Ahnherrn Emcrich, einen Sohn des Grafen Godebald (S. 1002. 1052), einen Stammvater mit den Iscnburgcrn und Nunklcrn an dem Grafen Gcrlach (S. 965) gehabt zu haben ^°). Heinrich's Oheim, der Erzbischof Konrad von Köln, vermittelte nun einen Vergleich, nach welchem die beiden Herren sich in die Einkünfte gleich theilcn, Heinrich aber keine Leibeigene des Grasen von Diez, der Grafen von Nassau, von Vilnau, und des Grafen Siegfried (I V.) von Nunkcl, oder von ihren Burgmanncn und Ministerialen, in der Beste halten sollte. Die Vollziehung dieser Uebereinkunft verbürgten die Grafen und Herren von Nassau, Leiningen, Solms, Virncburg, Katzcnclnbogcn, Sleuda, Wildenburg und Kouern, am 2Zstcn Januar.
Der Graf Siegfried IV. von Nunkcl (S. bei 122?) war um diese Zeit mit einer Tochter des Grasen Gerhard I. von Diez Vater von 7 Kindern; sie hießen: Isalda, Adclhcit, Siegfried, Heinrich, Philipp, Reinhard (Neiner) und Jutta. Die 3 letztem und Siegfried wurden dem geistlichen Stande gewidmet. Nach dem Tode seines Bruders Dietrich, welcher die Söhne Wilhelm, Siegfried und eine Tochter Bcla, Stiftsdame zu Essen, nachließ, regierten Siegfried I V. und sein Neffe Siegfried noch einige Jahre gemeinschaftlich zu Nunkcl und Westcrburg. Die schon früher erregten Streitigkeiten aber gicngen bald so weit, daß der Neffe Siegfried seinen Oheim aus der Burg Nunkcl trieb und da seinen Sitz nahm. Die rechtliche Ausgleichung erfolgte unter Siegfricd's IV. Sohn Heinrich °i).
Von den Iscnburgcrn erbte Heinrich's II. zweiter Sohn Graf Ludwig (S. bei 1232) durch seine Ehe mit der Erbtochter des letzten Grafen Gerlach von Büdingen, Heilwige (Hedwig), den vierten Thcil der Herrschaft Büdingen, und stiftete die Linie Iscnburg-Büdingen, oder Ober-Iscnburg.
Auf der alten Stamnweste Isenburg, in der von nun an sogenannten Grafschaft Nieder-Iscnburg blühte dem Grafen Theodorich dem Jüngeren (S. bei 1210), Gemahl einer Gräsin aus unbekanntem Gc- schlcchte, die ebenfalls Jutta hicß, in scincm Sohne Salentin I. die Salcntinsche oder die jüngere Grcn- zauische Linic, auf. Es wurde zwischen den Brüdern Bruno II. und Thcodorich cine Landcsabthcilung getroffen. Thcodorich dcr Jüngere, Sohn Thcodorich's des Acltcrcn, und der Jutta von Blankcnhcim, überließ seine Tochter Mechtild dcm Klostcr Wölfersbcrg, seinen zweiten Sohn Konrad dcr Kirche St. Gereon zu Köln und seinen dritten Hermann dcm freien Nitterwcsen ° ^).
Mit dcr Grafschaft Wied, so viel von ihr den Eppstcinschcn Erben zugefallen war (S. b. 1257), erhielt Gottfried (dcr Jüngere) Graf von Eppstcin, von dcm Pfalzgcafen Otto die Belchnung zu Heppenheim d. 10. Aug. Er vermählte sich mit Mechtild, dcr jüngsten Tochter Hcinrich's I. von Isenburg (S. b. 1176).
Dcr Graf Bruno II. dcr Jüngere von Isenburg-Wicd oder Braunsbcrg (S. b. 1216), Bruno's III. Vatcr, war in Koblenz mit feinen: Bruder Thcodorich dem Aeltcrn von Iscnburg, mit Hcinrich II. von Isenburg und Hcinrich, Herrn zu Kovern Zeuge, als sein zweiter Bruder, dcr Erzbischof Arnold von Tricr, von dcn Grafen Walram und Otto von Nassau die aus der Arnstcinschcn Thcilung (S. v. 1159) ihncn zugekommenen Voigtcien zu Koblenz, Pfassendorf und Vallcndar für 700 Kölnische Mark zurückkaufte -').
Dcr Erzbischof und Kurfürst Arnold war nicht lange vorher von Lyon zurückgekehrt, wohin er dcn König Wilhelm, dcn Batavcr, 1262 unter Bedeckung von 60 Neitcrn, zu dcm Papste Innoccnz IV. begleitet, und von diesem zur Belohnung seiner Treuc dcn Fricdcnskuß empfangen hatte ^).
Nicht so, wie ihr Erzbischof, waren dic Bürgcr von Koblenz dem Tcutschcn Könige Wilhelm zuge- than. Unter Anführung ihres Schultheißen trieben sie dic königlichen Kriegslcutc thcils in den Strom, theils mit blutigem Schwerte in die Flucht -°).
19) S«, nicht Gerhard, nennt ihn die Urkunde nach Fischer's Versicherung N. XVllI, Wenk I., 545.
20) liremor, Urix. «!i«L, ?. I, §. 72.
21) Archivalische Gamml. vom Canzleidirector Hrn. U. Mülmaim zu Runkcl. Handschr.
22) Fischer, Urk. XXXIII. Günther Nomersd. Urk. M,iscr. 23) Fischer, Ulk. XVII. 24) Vro'veii H,nnal. L^ev. 25) Unglaublich ist es, daß Arnold diese Gewaltthat angerathen haben soll, nach Heinrich's Tcutscher Geschichte.
