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1270.

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dcnrode den Gottesdienst halten. Diese Stiftung vermehrte Bruno noch 1269 mit einem Fischteiche Blumen- thal, wozu seine zweite Gemahlin die Einwilligung gab ^). Hierauf vermählte sich Bruno III. zum zwei­tenmal mit der Tochicr des Grafen Siegfried IV. von Wcsterburg und Nunkel Isalda (S. b. 125U), und wurde von ihr mit zwei Söhnen gesegnet: Johann I. und Engelbert. Seit dieser Zeit findet sich Bruno III. noch bis 1279 als Zeuge und Vermittler nur friedlicher Handlungen. So unterschrieb er den Vergleich zwi­schen den Grafen Dietrich von Heinsberg und Gottfried von Sayn über die Herrschaft Lewenbcrg, und einen Friedensvertrag zwischen den Grafen Dietcrich von Heinsberg und Adolph von Berg ^). In demselben Jahre schenkte des Grasen von Iscnburg Theodorich des Acltcrcn Wittwc, Jutta (S. b. 1219, 1250), der Abtei Sayn ihren Hof Offhauscn bei Mcyscheidt, und Heinrich von Kovcrn, der jetzt zum letztenmal vorkommt, be­lehnte Ludwigen von Bassenheim mit dem Patronatrccht der Kirche zu Anhäufen ").

Der Graf Bruno III. von Braunsbcrg verband sich mit dem Erzbischos zu Mainz, Gerhard von Epv- stein (S. b. 1237, 1240) über die Verteidigung der Burg Wicd (Nieder-Wicd), welche sie zu gleichen Theilcn besaßen. Sie gelobten sich, einander nicht darin zu befehden, sondern sie treulich zusammen zu schirmen. Sollte aber einer von ihnen den anderen angreifen: so sollte ihn der Treugcblicbene öffentlich als Treulosen und Eidbrüchigen bekannt machen ^°). Bald nachher verkaufte ihm Bruno die lebenslängliche Be­nutzung des Schlosses Wied und dessen Zugchörungcn; Gerhard's Bruder aber, Gottfried, weltlicher Enkel der Grasin von Wied, der Großtante von Bruno III, gab diesem, und 1273 noch urkundlich °i) die Versiche­rung, daß nach Gerhard's Tode jene Nutznießung wieder an das Haus Braunsberg zurückfallen sollte.

Bruno untcrsicgelte, nebst den Grafen Gottfried von Sayn und Heinrich II. von Isenburg, dem Va­ter Gcrlach's I. von Arenfels, eine Urkunde, in welcher der letzte sich mit dein Stift St. Simcon nach man­cherlei MißHelligkeiten verglich. Gerlach hatte nämlich dem Stift St. Simcon den Wein, der demselben von dem Gute bei Höningen gebührte, zurückgehalten, des Stifts Freiheit, in Höningen einen Schultheißen zu hal­ten, behindert, an dessen Leibeigenen daselbst unbillig gehandelt, auf Geld, das von dem Stifts - Kapitel in Romersdorf niedergelegt war, Beschlag gelegt, und ihm sonst viel Schaden und Unrecht zugefügt. Jetzt aber vertrugen sich beide Thcile, so, daß Gcrlach erklärte, er scy dem Stift für entzogenen Wein 200 Mark Kölnischer Denare schuldig, und wolle in den nächsten 4 Jahren 100 baar abtragen, für die andern 10N Mark ein Eigenthum anweisen, von dessen Ertrag jährlich, bis auf zehn Jahre, 10 Mark, an das Stift ausgezahlt werden sollten. Der Schultheiß zu Höningen solle unangefochten bleiben; den entzogenen Weingarten wolle er ersetzen, den Wein, der von den Leuten des Herrn zu Köln bei Bonn genommen worden scy, vergüten, das Geld zu Romersdorf verabfolgen lassen, und mit einem leiblichen Eid seine Enthaltung von allem ferneren

Unrecht versprechen ^).

Der Graf Bruno von Braunsberg überließ mit seiner Gemahlin Isalda dem Kloster Wülfcrsbcrg den Weingarten, die Accker und andere Gefälle jenes Gutes zu Langcndorf, die er sich 1264 ausbcdungen hatte, nun für eine gewisse Summe völlig. Die Urkunde bekräftigten Heinrich II. von Iscnburg-Arenfcls, Thcodo- rich der Jüngere und sein Sohn Valentin I. auf Iscnburg, Gottfried der Jüngere von Eppstcin, und die Schöf­fen von Langcndorf und Hadcnsdorp (Hcddesdorf?)«-). Dicscr Graf Gottfried von Eppstcin hatte 1267 Erb­güter bei Mclsbach einem Adclichcn Rüdiger für 80 Mark verkauft <^).

Des Grafen von Braunsberg Bruno III. Schwiegervater, Graf Siegfried IV. von Wcsterburg und Runkcl (S. bei 125N, 1255), dessen ältester Sohn Sifrid Probst zu Mainz, dann Erzbischof in Köln ward, hatte seinem zweiten, Heinrich, die Auseinandersetzung mit seinem Neffen Sifrid I., welcher die Burg Runkcl eingenommen hatte, überlassen. Heinrich I. besaß nun die Grafschaft Wcsterburg allein, und erbaute an dem

57) Günther, Urkunde von Romersd. Manuscr. 68) Kremer'6 llkad. Beiträge.

69) Neuwü'dcr Archiv. 60) Fischer, Urkunde llXXXII.

61) Fischer, Urkunde I.VI. 62) Honln, Nizt. I'rev. äixl. ^. I.

6Z) Günther, Nomersd. Urk. Mansc. 64) Fischer, Ulk, I<l. i.

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