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rechten Ufer der Lahn, Nunkcl gegenüber, aber auf höherem Fclsengrunde, die Burg Schadcck, um welche eine ftuchtbare Landschaft in reizender Mannichfaltigkcit sich ausbreitet. Die Schönheit des Lahngrundes gewann durch eine steinerne Brücke, welche zwischen Schadeck und Runkel den Verkehr und die Angriffe erleichterte. Wie Heinrich der Stammvater der ferneren Grafen von Wcstcrburg, so ward sein Vetter Sifrid I. der Stammhcrr der Grafen von Runkel. Von Sifrid's Bruder Wilhelm (S. b. 1260) ist nur seine Theil- nahmc an einem Turnier beiSchwcinfurt (1296) bekannt "). Hcinrich's I. von Wcstcrburg Schwester Adel- heit war an Heinrich von Solms vermahlt; von seinen geistlichen Brüdern war Philipp Probst zu St. Gcrron in Köln, Reiner Probst zu Bonn. Heinrich I. hatte schon eine Gemahlin, Tochter Dtto's von Nassau, ver­loren, und war nun mit des Grafen Gcrlach von Isenburg - Limburg Tochter Agnes (S. b. 1259) Vater von Siegfried (V.), Heinrich, Reinhard und Johannes, und durch Mitgift Besitzer Clccberg'schcr Güter zu Clccbcrg und Hüttcndorf, und eines Thcils an Schaumburg ««). Ob auch ein Willicho und eine an Hein­rich von Spanheim vermählte Tochter 1^. Kinder von Heinrich I. gewesen scycn (S. b. 1309), ist nicht erwiesen.

Des Grafen Siegfried I. von Nunkcl Gemahlin ward in spaterer Zeit Margarctha, die man unwahr­scheinlich für eine Gräfin von Katzenelnbogcn gehalten hat ^), sie gebar ihm die Söhne Tilmann, Eberhard, Siegfried, Dictcrich II. und zwei Töchter, Elisabeth (Elsa) und Gertrud; diese wurden Stistödamen in Essen.

Von den Iscnburg'schen Herren standen Gcrlach von Arcnfels und sein Bruder Ludwig von Bü­dingen (S. b. 1263) mit dem Grafen Wilhelm zu Jülich, jener als Gläubiger und Inhaber eines Pfand­gutes bei Vrcisig, dieser als Schuldner, und Verschreibet von Pfandgütern bei Ortendurg, in Verbindung °°). Ludwig's und seiner Gemahlin Hcilwig (S. b. 1250) Kinder waren Heinrich, Ludwig, Wilhelm, Fried­rich, Irmgard und Lothar (Luther).

Der Herr zu Kovcrn Friedrich (S. b. 1260) schloß jetzt, bei der Vermahlung seines zweiten Soh­nes Nobin, sein ältester, Friedrich, blieb lcdig, nnd verzichtete auf die NcgicrungZnachfolge einen Vertrag mit Nobin's Schwiegervater, dem Grafen Gottfried von Eppstein (S. b. 1267). Gottfried bestimmte zur Mitgift seiner Tochter Elisabeth (Lysa) 70 Mark Kölnisch jährliche Einkünfte, von seiner Wiedischen Herr­schaft oder in Brubach; wenn er das Capital sogleich bezahle, so sollten dafür Güter in Vrubach oder an der Ar angekauft werden; stürben die übrigen Geschwister der Lysa vor ihr: so werde sie Erbin des gebüh­renden Thcils der Grafschaft Eppstein. Friedrich wies seinem Sohne 100 Mark jährliche Einkünfte in Geld, Getraide, Wein und andcrcn Früchten von dem Hofe zu Kerlich (Kerlctgc) an. Diesen Hof sollten Nobin und Lysa so lange behalten, bis Friedrich das Kovcrnhaus auf Ifenburg wieder erlangt, und ihnen mit noch 100 Mark Gefällen übergeben werde; dagegen werde er den Hof Kerlich dann zurücknehmen. Nähme er aber diese Zusicherungen zurück, so wolle er sür 1000 Mark Güter an der Ar kaufen, die, wenn Lysa kin­derlos sterben sollte, an ihn zurücksielen. Er setzte seinen Sohn Nobin zum Erben und Herrn der Burg und Herrschaft Kovcrn ein, Bürgen von Seiten Gottfried's waren: Gottfried's Bruder Gerhard, Archi- diakonus zu Trier, Dythcr von Katzcnclnbogcn, Gcrlach I. von Limburg, Werner von Falkcnstcin, Friedrich von Schoncnburg, die Ministerialen Friedrich von Derne, Cuno von Ryffcnbcrg, Ludwig von Ar, Konrad Truchscß von Wcde, Gottfried Hymclstois von Brubach; von Seiten Friedrich's: Graf Heinrich von Virne- burg, Egidius von Ar, Thcodorich von Bazzenhcim und Ludwig sein Bruder u. a. m. ").

Der Graf auf der Iscnburg Thcodorich der Jüngere (S. b. 1260) hatte auf Besitzungen der ver­witweten Gräfin Mcchtild von Sayn, Ansprüche erhoben, namentlich bei dem Gute Gcbhartshain, und An­griffe gcthan; und sein Sohn Salcntin war von ihr.'gcfangcn gehalten worden. Er leistete im folgenden Jahre eine Urphcdc, und erklärte jetzt, nebst seinen Söhnen Valentin I. (Salatin) (S. 1263). Konrad (Cunrat")

65) Klüngel, Q(,5mn^-ai'1i.

66) Wenk Hess, Landcsgesch, Th. I. 402. In späteren Zeiten verpfändeten die Söhne der Agnes ihre Cleeberg'schen Güter an Cuno von Falkcnstein. Wenk III. Z48. 67) Wenk I., 3Z6.

68) Fischer, Ulk. N. 1.XXIX. und I.XXX. 69) Fischer, Urk. IV.

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