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und Hermann, in einer Teutschen Urkunde:dar wir bit der Ediler Vrouwen Mechtilden, die Wilen Grcuinne was ze Scyne, von alle der Ansprachen vnd der Vordcringen die wir op sie hadden anc zo sprccheue gesunnt sie vnde viriffent." Als Zeugen unterzogen sich Heinrich von Iscnburg, Bruno III. von Braunsderg, Gottfried von Eppstcin, Gcrard von Kempcnich, Gcrlach I. von Arcnfels und sein Bruder Ludwig von Tübingen, Heinrich I. von Westerburg, und sein Bruder Sifrid, Domprobst zu Mainz (S. b. 1270) ?°). Bald darauf starb der Graf Theodorich zu Isenburg, wie man aus einer Urkunde Gerard's Herrn von Wildenberg über Güter zu Udcn- hauscn ersieht, an welchen beide, ncbsi den Ordensbrüdern bei Marburg, Anthcil hatten ^).

Diesen Zeitraum der Geschichte Teutschlands beschloß der Tod des Tcutschm Königs Richard in England, wohin er mit seiner Gemahlin, Beatrix von Falkenstcin, nach seiner Vermahlung 1269 ab­gereist war.

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E i l f t e s Kapitel.

Ueber das gesellschaftliche Leben in unserm Nheinthale uon 843 bis 1272.

Wahrend dieser Jahrhunderte entstanden beinahe alle übrigen Hose, Dörfer und Flecken unsers Thals und unserer gräflichen Gebiete, die jetzt noch bewohnt, zum Thcil auch wieder verschwunden sind. Das Dorf Irlich bildete sich aus mehreren Höfen, von welchen einer zu Sayn, ein anderer den Burggrafen von Hammerstcin, das Grundgut aber und die Gerichtshohcit den Grafen zu Wied gehörte').

Der Nahrungszustand der Bewohner verbesserte sich immer mehr durch Einsicht und Betriebsamkeit. Die Ebene um Hcddesdorf, Langendorf, Romcrsdorf, Sayn, und die Gebirgabhänge an der Wied bis über Altwicd, waren größtcnthcils mit Weinreben bepflanzt, wie viele Urkunden jener und der folgenden Zeit be­sagen. Auch um Runkcl und Schadcck wuchs um 1270 Wein und viel Getraide. Die Viehzucht wurde er­weitert und sorgfaltig behandelt; die großen Waldungen, von Haferflurcn durchbrochen, blieben meist noch Ge­meingut, wurden noch lange hinfort vernachlässigt, die Holzungen verschwendet, und nur das Wild vermin­derte sich durch die Iagdlust der Landesherren und des Adels, oder zog dem Ackcrbcsitzer, der es erlegte, Rüge zu. Baren und Wölfe zeigten sich nicht selten noch auf dem Westcrwalde, und von den letzten sollen die Höft und Dörfer Wülfersberg bei Gladbach, Wolfendorf (Wollcndorf), Hculenberg (Hüllenbcrg) die Namen haben.

Durch natürliche Unfälle, am meisten aber durch die vielen Fehden und Kriege verwüstet, gab es oft schlechte Acrntcn. Es traten Theurung, Hunger, Pest ein. Bei harter Thcurung in unserm Landstriche, in dem Jahre 1222, machte sich der Erzbischof Engelbert zu Köln durch Herbeischaffung von Getraide verdient. Im Gefolge des Hungers wüthcte die Pest, wie durch ganz Teutschland, so insbesondere an dem Rheine in den Jahren 876 und 877, noch öfter im eilften Jahrhunderte, im zwölften über 20 Jahre lang, im dreizehn­ten durch Kreuzfahrer mitgebracht, desto ungehinderter, je weniger der Aberglaube, der sie für eine Vertil­gungsstrafe Gottes hielt, und die dürftige Hcilkunst, ihr Einhalt thaten, und je häufiger man zu Gebeten, Processioncn und Wallfahrten, um des Ucbcls entledigt zu werden, sich versammelte. Zu diesen gräßlichen Ue- beln gesellten sich noch seit dem Anfange dieses Zeitraums die verwüstenden Blattern und andere morgenlän­dische Krankheiten.

Den allgemein traurigen Zustand in unserm Rhcinlande verschlimmerte noch die schlaffe Regierung unter den letzten Abkömmlingen des großen Karl.

70) Mcher, Ulk. XXXIII. 71) Fisch«, Urk, llXXXIV.

1) Erweisung und rechtliche Ausführung von den Hoch- und Gerechtigkeiten, die dem gräflichen Hause zu Wied zuste­hen, mit Urkunden. Neuwied 1777.