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Eroberte den rechtmäßigen Erben wiederzugeben. Nach kurzer Ruhe siel Siegfried in die Bergschen Lande des Grafen Adolph, zerstörte die Schlöffer zu Mülheim und Monheim, und Adolph mußte sich fügen. Siegfried zog mit Raubrittern umher, und ließ selbst Köln'schc Kaufleute ausplündern °°).
Auch der Erzbischof Heinrich von Trier ergriff wider seine Unterthanen, die Bürger von Koblenz, die Waffen. Er war bei seinem Fcstungsbau weniger behutsam, als sein Vorfahrcr Arnold, und hatte die Freiheiten und Rechte der Bürger beschrankt. Den zahlreichen Adel an ihrer Spitze, mit benachbarten Herren und Städten in Bündniß, verschanzten sie sich, und fodertcn von Heinrich, die Anerkennung ihrer Gerechtsame. Dieser aber rückte mit beträchtlicher Hccresmacht an, und da den Bürgern bei einreißendem Zwiespalt der Muth sank: so eroberte der Erzbischof die Stadt, setzte den Burgbau fort, und die gegenseitigen Rechte wurden genauer bestimmt -^).
Zwischen den Häusern Isenburg und ihrem Verwandten Gottfried von Eppstein war die Begleichung 1273, weil dieser sich übcrvortheilt glaubte, nicht zu Stande gekommen. Jetzt bequemten sich Verlach I. von Isenburg-Limburg, nebst seinem Neffen Ludwig von Isenburg-Büdingen, und dessen Söhnen Heinrich, Ludwig, Friedrich, Wilhelm und Lucher (S. 1271), mit Gottfried von Eppstein, zu ciucr neuen Theilung gemeinschaftlicher Clccbcrgschcr Güter (S. 1175. 1237. 1243. 1263), so, daß die Dörfer Mörle, Hollar, Hockstadt, Holzburg, Eschdach, Pardebach, mit allem Zubehör, zu Gottfried'« von Eppstein schon empfangenem Anthcil abgetreten wurden, etliche Hufen Waizenlandes ausgenommen, die in dem Besitz des Grafen von Limburg blieben. Ueber Gottfricd's Gerichtsbarkeit wurden genaue Gränzcn festgesetzt °'). Bei dieser Auseinandersetzung zwischen den Clecberg'schen Erben machten die Grafen von Isenburg auch Ansprüche auf Gleibcrgischc Güter in der Herrschaft Gießen, die von der Ahnherrin der Clceöcrgcr, Gertrud von Arnstein, Pfalzgräfin von Tübingen (S. H39. 1107) herrührten. Allein der Landgraf Heinrich von Hessen kaufte jene Herrschaft den Grafen von Tübingen ab, und vermochte die Isenburger, nach einer für sie nachtheiligen Fehde, dahin, daß Gras Luther von Isenburg-Büdingen, mit seinem Sohne Heinrich allen Ansprüchen auf die Stadt und Herrschaft Gießen entsagte, und ihm noch cigenthümliche Güter zu Lehen auftrug-«).
In der Kovcrn'schen Linie des Hauses Isenburg war Friedrich I. (S. 1277) nun todt; sein Sohn Nobin, nach Bcrzichtuug seines Bruders Friedrich auf die Negierung, Herr von Kovcrn, verkaufte, mit Einverständnis) seiner Gemahlin Lysa, Grasin von Eppstein (S. 1272), seine Voigtcircchte und Güter zu Lehmen an das Erzstift Trier für 5U Pfund Heller.
Sein Bruder Friedrich bewohnte, wie seine Mutter Irmgard, die neue Burg °'). Graf Nobin hatte nur drei Töchter: Cunegund, Jutta und Mcchald.
Er kam mit dem Stift St. Castor zu Koblenz in Streit über einen Hof des letzten in Kovern. Das Capitcl St. Castor verklagte ihn bei dem Erzdischof Heinrich von Trier, daß er den Eigcnleutcn des Hofs ungerechte Geldadgabcn abgcdrungen habe. Der Erzbischos übertrug die Untersuchung dem Decan und Eapiiel St. Florentius, und dieser erkannte: daß Robin als Schirmvoigt des Hofes das Stift St. Castor in feinen Rechten zn schützen, die Pflichtigen zu schuldiger Leistung anzuhalten, erwählte Schöffen zu setzen, das Bannvicrtel Wein, drei Schillinge und einen Halden Denar zu empfangen habe, übrigens aber den Hof und die Leibeigenen als Eigenthum des Stifts anerkennen und keine wetteren Forderungen machen sollte ^°).
Des Grafen Gcrlach von Isenburg - Limburg ältester Sohn Johann I. (S. 1259) wird jetzt zum ersten Male mit ihm in einer Urkunde genannt, welche beide über Lchngütcr in Utph und Stockhcim, zwischen Ortenbuvg und Büdingen gelegen, unterschrieben").
Gcrlach'Z hochbejahrter Bruder, Heinrich II. zu Grenzau (S. 1278) unterschrieb eine Erklärung
25) IVIei-5,i>)ii5. m^,, Alpen.
dciq.-sch. II,, ZZss. 20) Fischer, Urk. I.XXXV.
25) Dlmvei-i' .^ii.il. 2?) Fischer, Urk. N. I.IV. I.V.
23) We,',t I, c. Iil, 242, 263. 29) «uutli. H251, 'licv.
öl) ttuüen, c^ock, äiul. 1?. I.
Wcnk's Hess. Lan-
1W1.
1233.
1353,
