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1284,
1236.
der Bürgerschaft von Koblenz, daß, wenn durch zwei Bürger bewiesen würde, daß Jemand sich gegen den Erzdischos oder sein Recht verschwöre, Leib und Gut des Schuldigen in des Erzbischofs Händen scyn sollte ^).
Mit dem Erzbischof Siegfried von Köln schloß nun die verwittwcte Gräfin von Sayn Mechtild ihren, 1276 eingeleiteten, letzten Willen ab, nach welchem sie die Burg Wieb, die Dörfer und Kirchspiele Linz, Wind- Hain, Neustadt, Aspach, Nospe, mit allem Zugehörigen an das Erzstift Köln vermachte, von welchem sie bis zu ihrem Tode „vor die Gülde van Wiedc virdchalf hundert Mark rechter Eolschcr Pfenninge, zweilf Schillinge vor die Mark gczalt" bekam. „Wir gcvcn ire auch (heißt es im Namen „Syvert van Godcs Gcnaden Erze- bischoff van Colne des Reiches von ovcr Berge Erzcheffneellcre") aller jarlichs also lange, alse si levct hundert Marc indc Sievenzich Marc rechter Colscher Pfenninge — gchantz Wir in ir Gut gein u. f. w." „Dazu so sind Wir ire schuldich dusint Marc indc virzich Marc u. s. w." „Si beheldct in ihrem Dinste die Nuvcburch inde beide di Dorph Vrcitbach bit allem deme dat darzu gehöret von dem Berge Alsnackc opiret. „Si behcldit ouch zu irm vrdurcn Sechtene inde Gilstorph bit allem deine dat darzu geboret. Indc darzu alle di Man inde di Lude so wilchcs rechtes si sin di wonent an der Siden Nincs da Colne di Stat ane steit. Dise vorge- nunte Guldc die Wir ire bewisct havcn, inde alle ire andere Gulde, di sie dcheldct in ihre Haut von deme Gude dat zu unfein Gestichtc gehöret di sal ire volgcn genzeliche ein jar na irem Dode u. s. w. wanne wir allet dit ire volvurt Hain, so sulcn di man inde di Nurchman di Thurcnlude indc der Porzencr van Wiede indc di Dinstinan vns indc vnscmc Gestichte huldcn." Das Erzstift vcrpflichtctc sich, zu halten, was sie dem Tcutschen Hause zu Breitbach, dem Gotteshause und dem Spitalc zu Hcistcrbach, der Kirchc zu Neustadt, dem Gottcshausc vom St. Waldurg-Verge, gethan. Sic bchiclt auch noch das, was zu Linz lag und zu ihrem Hof zu „Retcrstorph" gehört. „Dazu behcldit si ouch ein Vaz Wincs, dat si zc irmc Selen Gerede bit ircn Penningcn vergolden halt ze Linse, dat mag si kcrcn so wäre si wilt. Wir willen ouch dat disclue Vrouwe aller jarlichs eine last Vart have in deine Lande ze Wiede, so wennc si wilt, so wat si ouch in deme Ninc hait ze vurenc dat sulcn di Lude van Linse ire vurcn bit deine sclvencn rechte alse it van aldcrs hcre is kommen. — Ouch behcldit si den Nuwcn Hof zc Wiedc da ire Schaif gcint u. s. w."
In ihrem Testamente bedachte sie viele ihrer Hof- und Dienstpersonen, auch die Minoritcnbrüdcr von Seligcnstadt, von Andernach und Koblenz, mit 10 Mark, Mönche und Nonnen in verschiedenen Stiftern. Von ihren Geschlechtsvcrwandtcn abcr ist keine Rede ^).
Der Graf Johannes I. von Sayn, Urenkel der nach Sponheim vermahlten Adelheit, Schwester des letzten Grafen des altern Hauses Sayn, Heinrich's, Gemahls der nun verstorbenen hochbetagtcn Mechtild, dcs Grafcn Gottfried von Sann ältester Sohn, verglich sich mit Heinrich, Naugrafcn von Wildenbcrg, Gemahl einer Grasin Adelheid von Sayn, und erhielt von ihm das Schloß Ncuenbamdcrg und das Dorf Sarlesheim "), Unter den Zeugen befand sich auch Heinrich II. von Isenburg-Grenzan '°).
Sein Sohn Graf Ludwig von Isendurg-Büdingen vermählte seine Tochter Irmgard (S. 1271) an den Grafcn Wilhelm von Katzcnelnbogen, mit dem sie schon als Kind 1277 verlobt war, und gab ihr zur Mitgift die Dörfer Wiescnbach, Eckartshausen und mehrere andere aus der Arnstcinschen Erbschaft. Kurtricr «rtheilte ihr die Bclchuung, und auch ihren zwei Töchtern, Hcilwige und Margarethe, die sie 1303 hinterließ.
Ludwig von Isenburg-Büdingen und seine Gemahlin Heilwigc (S. 1260) gaben sechs Hufen Landes bei Büdingen an den Bischof Bcrthold und an das Kapitel zu Würzburg ab, gegen vier Hufen an dem Dorfe Nicderhausen, und die Pfarrkirche in Eckartshauscn, durch Uebcrtragung dcs von ihnen gestifteten Nonnenklosters in dem wasserloscn Orte Hauck, nach Nicderhcmscn, hier ein Stift, Marienborn, zu gründen, mit allem
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32 > N>,,^. Ni5t. 1>nv.
ZI) Fischer, U,k. XXXIX. und XL. Au« diesen Urkunden leuchtet denn doch mit großer Wahrscheinliche,it hervor, boI sie eine Gräfin von Wied ^ Neuerburg gewesen s>y,
34) Luäeiii 5Mnße v^r. äi^Ium, p. 6io. Di« Zeugen sind nicht angeführt.
35) Cünig's Reichsarchiv ö^i«1. «ee.
