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Nöthigen zu versorgen, und ihm die Kirche Eckartshauscn zu übergeben. Ludwig's Sühne: Heinrich, Ludwig und Wilhelm bedienten sich bei der Unterzeichnung der Urkunde des Siegels ihres Großvaters, Hein- rich'ö II., der also noch lebte 2").
Graf Ludwig von Isenburg-Büdingen verkaufte, mit Zustimmung seines Sohnes Heinrich, und seines Bruders Eberhard, Grafen von Isenburg-Grenzau (S. 1263, 1232), im Februar einen Theil des ihm in der Erbtheilung zugefallenen Schlosses Dicppurg für 1N5 Mark an Kurmainz '?), Eberhard scheint also jetzt der regierende Graf der alteren Grcnzauischen Linie gewesen zu scyn.
An dein westlichen Ende des Wirkungskreises unserer Grafen, in dem Erzstifte Köln, geschah nun zwl« sehen dem Erzbischof Siegfried und seinen verbündeten Gegnern ein entscheidender Schlag. Von Fürsten und Unterthancn gebeten, aber auch von Siegfried selbst durch Wegnahme und Zerstörung der Burg Kempen, eines Brabantischen Erbgutes, gereizt, zog Herzog Johann, der Siegreiche, von Brabant, oberster Schirmvoigt der Landstraßen zwischen der Maas und dein Rhein, gegen Köln. An tausend fünfhundert Grafen, Ritter und von Brabantischem A'dcl, waren mit ihren Reisigen bei dem Herzoglichen Hccre; unter den Grafen befand sich Eberhard, Graf von Isenburg-Grenzau, mit Iscnburg'scher Mannschaft, und Grafen von Sayn und Sponheim. Die Grafen von Isenburg-Wied und Nunkel scheinen zurückgeblieben zn seyn; Salcntin I. aber auf der alten Isenburg, und Johann I. von Iscnburg - Limburg (S. 1259), Gcrlach's I. Sohn ^), des Grafen Hcinrich'ö I. von Westcrburg Schwager (S. 1270), standen auf Erzbischofticher Seite, unter dem Grafen Neinald von Geldern. Es stritten also Isenburger wider Isenburger. Siegfried ciltc mit seiner Streitmacht, die zum Theil aus Wcsterburgcrn, von seinem Bruder Heinrich I. (S. 1279) angeführt, und aus West- fälingcrn, zum Theil aus Kölnischen und andern Soldnern bestand, dem Feinde entgegen. Bei Worungen, zwischen Köln und Neus, entbrannte am 6tcn des Iunius die Schlacht, eine der blutigsten im Mittelalter. Am frühen Morgen las Siedfried erst in der Abtei Brauweilcr Messe, und sprach den Bann über den Herzog Johann von Brabant und dessen Gefährten aus. Auch der Herzog ließ Messe lesen, und feuerte dann seine Schaaren durch eine kurze Rede an. Er und Siegfried führten die Mitte ihrer Schlachtordnungen an. Siegfricd's rechten Flügel befehligte der Graf Reinald von Geldern, den linken Heinrich von Luxemburg; den Brabantischen rechten lenkte Adolph von Berg, den linken Arnold von Loots. Mit dem Schalle der Trompeten, Horncr lind Pauken griff Siegfried heftig an; der Herzog Johann gerieth mit Heinrich von Luremburg in Zweikampf; Heinrich siel unter dein Schwerdte Waltcr's von Bizthum. Siegfried ordnete mehrmals seine zersprengten Haufen, einen neuen Angriff mit Lanzcntragern hält Adolph von Berg auf. Siegfricd's Streitwagen mit bemanntem Thurme war unnütz; Adolph drang nach der Mittagsstunde, da der Sieg noch schwankte, mit bisher ruhig am Rheine gelassenen Fußkncchten, die mit Eiscnspitzen beschlagene Keulen führten, in den Rücken des Erzbischofiichen Heeres, und entschied den Sieg. Die Westfälingcr hielten jedoch mit Siegfricd's unerschüttcrtcr Tapferkeit noch aus, während die übrigen Haufen flohen. Siegfricd's Pferd wurde erschlagen; da setzte er zu Fuß über Hügel von Tobten, und ergab sich endlich an Gottfried von Vicrson.
Graf Adolph ließ den Gefangenen nach Manhcim abführen. Bon den Besiegten waren über 6,00« gefallen, unter ihnen mehr denn tausend edle Männer, der Graf Heinrich I. von Westerburg -'), und Salcntin I. von Isenburg wurden gefangen genommen, unter so vielen andern, daß sie fast zahlreicher als das siegreiche Heer waren. Dieses hatte 2,000 Todtc. Ucbcr 4,000 Pferde bedeckten den Kampfplatz. Auch Adolph, der nachherige Kaiser, und Walram von Nassau, Burggrafen von Hammcrstein und Nhcincck, hatten an der Schlacht Theil genommen, auf welcher Seite, ist unbestimmt. Die Beste Worungen, kurz vorher von
56) Fische!-, Uik I.XXIV. 37) 6nä«n, lüucl. äi^I. I. Fischer, Urk. I.XXXI. 291 Köln, Chron. Nlck'i Geschichte.
28) KlonumLntü ?5äei'Kornen5i2. ZHatem. 12
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