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Dem Grafen von Ismburg-Wieb auf Braunsbcrg Johann I. (S. 1278), verwilligte der Erzbischof Siegfried von Köln, den Nießbrauch der von Köln empfangenen Lchngüter zu Bafscnhcim und anderswo, und sicherte denselben auch der Gemahlin desselben, Agnes, -zu 5 4). '237, Dieser Agnes Vater, Graf Salcntin I. zu Iscnburg, willigte in eine Schenkung, welche seine Schwe
ster Mechtild <S. 1250), vormals Klosterfrau zu Wülfcrsbcrg bei Rromerödorf, jetzt Acbtissin zu Nudcn, mit einem, von ihm geschenktcrhaltcnen Weingarten bei Gladbach an die Abtei Nomcrsdorf machte. Diese Abtei erhielt von dem Grafen Nobin von Isenburg - Kovern (S. 1282), mit Genehmigung der übrigen Verwandten, noch andere Güter und Einkünfte zu Heimbach, Mülheim, Rübenach und Kovern ^).
Der furchtbare Gönner dieser Iscnburg'schcn Häuser, Erzbischof Siegfried von Köln hatte nun aus- gefochtcn; seinen Körper barg die Münstcrkirchc zu Bonn. Sein Bruder Reinhard oder Reiner (S. 1270), Probst zu Bonn, bewarb sich mit Heinrich von Virneburg um die Nachfolge; beide wurden von dem Dom- capittl vorgeschlagen. Der Papst Nicolaus IV. aber gab das Pallium seinem früheren Freunde Heinrich °°). iV3. Ein anderer harter Fall traf das Haus Iscnburg-Limburg durch den Tod des Königs Adolph, der
die kurze Zeit seiner Regierung eifrig zur Erhaltung des Landfriedens benutzte, aber durch seinen Krieg um Thüringen und Meißen befleckte, und unglücklich machte. Der Erzbischof Gerhard zu Mainz ward sein Feind und Albrccht's von Ocsterrcich Beförderer zur Tcutschcn Krone. Es gelang ihm und Albrecht's Geschenken bei andern Kurfürsten, Pfalz, Trier und Köln ausgenommen, des letzten Wahl einzuleiten. Albrecht nähert sich mit einem Heere dem Rhein; Adolph geht ihm mit starker Macht entgegen und treibt ihn nach Elsaß; indcß aber wird Adolph vor ein Fürstengericht nach Mainz vorgeladen, und da er nicht erscheint, abgesetzt (den 23. Juni).
Adolph erwartet jedoch seinen Gegner bei Nosenthal und Gclheün unweit Worms, und fällt in der Schlacht. Eine romantische Sage berichtet, daß seine Gemahlin Imagina, vormals Novizin in einem Kloster, wo sie nach seinem Fcldzuge gegen den. Bischof von Strasburg, den Erkrankten gepflegt, nachher auf seiner neucrbauten Burg Adolphscck bei Schmalbach, als glückliche Gattin und Mutter gelebt hatte, «uch in seinem Todeskampf ihm gefolgt sc«, während der Schlacht in'dcr Kirche zu Nosenthal für ihn gebetet, am spaten Abend, von seinem Hunde geleitet, ihn unttr den Todten gefunden, und bald darauf an seinem Grabe den Geist aufgegeben habe. Sie lebte aber noch im Jahre 1316 °').
In demselben Jahre hatte Kaiser Adolph des Grafen Johann I. von Iscnburg-Limburg Burglehen auf das Schloß Kalzmont bei Wetzlar, zu 3 Mark, noch mit einer Mark Silbers erhöht, und diese 4 Mark auf die Juden zu Wetzlar angewiesen °«).
Der neue Kaiser Albert befreundete sich mit dem Erzsiift Köln durch den Zoll zu Andernach, den cr demselben bestätigte'').
Johann I. von Limburg hatte seine erste Gemahlin Elisabclh (S. 1289^ nach kurzer Zeit verloren, und bald darauf sich mit einer Tochter des Grafen Otto von Ravensbcrg, Ida oder Uda, vermählt. Mir dieser erbaute er in dem Schlosse zu Limburg eine Eapelle St. Peter's, und begabte dieselbe zu seiner Gemahlin, zu seiner Aclten/und Schwester Imagina, und zu eigenem Seelenheil ^°). Emie Tocbtcr Eli- fabctb von der ersten Gemahlin, wurde mit Ulrich von Bickenbach verbunden "). 1300. Auf der Srammvcste Iscnburg war um diese Zeit der Graf Valentin I. (S. 1289, 1278, 1250)
todr. Seine Wittwe Agnes wohnte seitdem auf ihrem Witthnmsbofe zu Vallcndar ^). Ibr Sohn Salcntin II. (S. 1260, 1278), der nun die Salcntinische oder jüngere Linie Isenburg - Grenzau fonpfianztc (S. !250), widmete seiner ersten Gemahlin Katharina, aus noch unentdecktcm Geschlecht, zu Witthum ein
24) Fischer, Ulk. 6X1.. 52) Günther'« Mesch. vlN Romersborf, Urk. Mamiscr.
,56) ^'<.i3,leus. 27) Quclen. Ooä. cii^l. 1. III. 28) Wen! I-, <«H
59) r.Iu- ^Iltl^. Q°1. IVInlN'. ?. XXV, 60) We:ik I Urk. <ül.
6,!,) 6°l6b!!,, I, c. Weü! I., Z01 404. 6.^ Fischer, Url, Nc, 5,XXXVII.
