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denau u. s.w. Sein zweiter Oheim, Ludwig von Büdingen (S. 1290), und dessen Sohn Luther (S. 1280. 1271), mit dem er theilte, behielt den übrigen Antheil der Herrschaft Grcnzau, die durch die hohe Straße oberhalb Nachdorf und Breidenau geschieden ist, welche über Montabaur lauft ^'). Thcodorich von Arenfels führte in seinem Siegel einen einfachen Adler, den sein Vater Gerlach I. als Sohn einer Grasin von Hostaden und Ar gewählt hatte, mit der Umschrift 8. Ili, siüi <3«rl2ci Dom. äs ^«endoi-F.
Graf Tilmann zu Runkel (S. 1296) und Johann I. zu Limburg schenkten dem Kloster Westlich in der Grafschaft Nunkcl 30 Iuchart wüstes Land zugleich auch für die Kapelle zu Eschcnau, und zum Nu« tzen des Priesters derselben Weide und Holzung um ihrer Seelen Heil willen ?°).
1305. Die Grafschaft Runkel regierte Tilmann in Gemeinschaft mit seinen Brüdern, von welchen Siegfried mit ihm einen Kaufbrief unterzeichnete. Ein anderer Bruder Dietrich II. stiftete für seiuen Kastellan in dem Kloster Scligcnstadt ein Vermächtnis; von Gütern in Mcynlingen, mit Zustimmung seiner Tante Bcla, seines Bruders Syfrid, seiner Schwestern Elisabeth und Gertrud, die in dem Stift zu Essen lebten, und seiner Ge» mahlin Agnes ?'). Auch Tilmann war mit einer Agnes aus unbekanntem Hause vermählt, und Vater von Siegfried und Friedrich?').
Auf Braunsbcrg vermählte der Graf Johann I. von Isenburg-Wicd seinen-einzigen Sohn und Er» den Bruno IV. (S. 1278) mit Wilhelm's I. von Katzenelubogcn und der Gräsin Irmgard von Büdingen (S. 1284) Tochter Heilwige. Zwischen Bruno's Acltcrn und seinem Schwiegervater wurde ein genaue« Ehevcrtrag gemacht, nach welchem Wilhelm seiner Tochter „Dusynt punt haller zwenzig schillingc hallcr nur dat punt gczalt of hundert punt Iarlichs gülden" zusagte; dazu erhielt sie auch im folgenden Jahre mütterliche Güter zu Wiefcnbach und Eckartshauscn (S. 1284), jenes mit 10, dieses mit 14 Mark jährlicher Ein, künfte; und wenn er mit einer zweiten Gemahlin kinderlos blieb: so sollte Heilwige auch mit ihrer Schwester Grcte gleichen Theil an seiner ganzen Herrschaft haben ^°). Sollte aber der Graf Wilhelm in zweiter Ehe Kinder erhalten: so wollte er, daß die ersten mit den letzten bei ihrem Rechte blieben. Dagegen sollten Graf Johann I., Herr von Braunsbcrg und seine Gemahlin Agnes der „Heylewichc" mit ihrem Sohne „Brune" zu rechtem Witthum geben die Burg zu Wicd und 200 Pfund „jarlich gülden zwcnzich schillinge hallcr nur dat punt gczalt aller neyst darvmbe gcleygcn ind dye bewyscn als gcwonelich ist." Zu diesem Witthum wurden außer der Burg Wied sammt Burgmannen, die Hofe Rückerodt und Roth in dem Kirchspiel Dicrdorf mit 21 Mark Hallischer Pfennige bestimmt. Gräfliche Bürgen dieser Eheurkuude waren: Engelbert von Sayn, Herr zu Vallendar, Luther von Isenburg-Büdingen, Salentin II. zu Iscnburg, und sein Bruder Dietrich, Probst zu Wasscrberg, nebst andern Herrn und Ministerialen von beiden Seiten. Zwei Jahre später wies der Graf von Katzenclnbogen seinem Schwiegersöhne Bruno auch Güter zu Stcinheim an ^).
1306. Aus dieser Ehe des Grafen Bruuo IV. entsproß in dem einzigen Kinde Wilhelm ein kraftvoller Stammhcrr unseres fortblühendcn Hauses Wied. Der Bruder des Grafcu Johann I., Engelbert, war kurz vorher unuermählt gestorben. Mit ihm hatte er, nebst Salentin II. von Isenburg und andern Ungenannten, dem Kaiser Albrccht Rcichspfänder weggenommen, und Handelsleute verhaftet, die wahrscheinlich die Grundrure nicht leisten wollten. Dcr Kaiscr erklärte jetzt gegen eine erlegte Geldbuße urkundlich, das aller Unwille gegen die Grafen von Braunsbcrg und Isenburg beigelegt, und ihnen verziehen scy ?°).
Graf Johann I. von Isenburg - Wied übertrug die Burgen Wied und Vlbrück dem Freiherr», Walpott von Basscnhcin ?«).
Den noch übrigen Theil der seit 1240 an das Haus Eppstein vererbten Hälfte des Hauses und Schlosses Wicd und dcr Herrschaft Vlbrück, von welcher Bruno noch (S. 1278) ein Stück gerettet hatte,
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69) Fischer, Urk, No. 5IV. ?o) Arch, zu Neuro.
73' N. Mülmann's Archiv-Sammlungen Mnscr,
74) Archiv zu Neuwied Fischer Urk. LI.XXIV. llX.
76) Archiv zu Neuwied.
71) Vogel's Ar«, zur Nciss. Kirchengesch, V. I. ?Z) 3»enk, Hess. Landesüesch, Th. I,, 331. 75) Fischer, Urk. 6I.XXV.
