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verkaufte der Graf Siegfried von Eppstein an den Grafen Ruprecht von Virncnburg für 4,500 Mar?. Siegfrieds Schwester Lysa, Wittwe Nobin's von Kovern, hatte an diesem Wicdischen Antheil mütterlich angeerbte Rechte, und ließ sich mit 300 Mark abfinden? ^).
Die Tochter dieser Gräfin und Nobin's, Kuncgunde (S. 1281) war um das Jahr 1302 mit dem Grasen Johann I. von Sayn (S. 1294) verehlicht worden, und hatte ihm die Anwartschaft auf die Belch- nung mit Kovcrn zugebracht.
Ueber den Grasen Salentin II. auf Iscnburg beschwerte sich auch sein sterbender Oheim, Konrad CS. 1250, 1272), Domdcchant zu St. Florcntin in Koblenz, indem er in seinem Testamente sagte, daß sein Neffe Salentin ihm Einkünfte seines Hofes zu Hcimbach entzogen habe ^).
Das Erzstift Trier beherrschte von jetzt an fast ein halbes Jahrhundert lang Graf Balduin von Lurcm- 1207. bürg als Erzbischof und Kurfürst, mit großem Verstände und thatenrcichcr Kraft. Sein Körper war klein, aber regelmäßig gebaut und voll Stärke, aus seinem weißen, zartgeröthctcn Gesichte, das eine schöne Nase zierte, leuchteten helle, aber kurzsichtige Augen; über der erhabenen Stirne kräuselten sich blonde Haare. In Speise und Trank war er mäßig. Sein Geist hatte sich auf der Universität in Paris an Wi„cnschaften bereichert, und setzte, neben seinen crzbischöflichcn und kriegerischen Arbeiten, die gelehrten Beschäftigungen fort. Bei dem Antritte des Erzbisthums Trier war er drei und zwanzig Jahre alt ?'). Das Erzstift wurde jetzt in Satrapicn oder Aemtcr gcthcilt, und die Verwaltung derselben gräflichen und anderen adc- lichen Männern anvertraut ^ °).
Balduin's Bruder, Graf Heinrich von Luxemburg, als Held und gerechter Fürst bekannt, wurde, auf 1308. seinen Betrieb mit Hülfe seines Freundes, des Kurfürsten von Mainz, Peter Eichspalter's, zum Kaiser erwählt als Heinrich VII.
Der Kaiser Albrccht hatte vor seiner Ermordung dem Grasen Siegfried uon Nnnkcl, welcher (S. 1270) Canonicus zu Würzburg, späterhin Probst zu Gemünden war, eine Pfründe zu Königsfcld im Erzstift Köln crtheilt. Dieser geistliche Graf besaß auch die Schlösser Dehren und Freuenfeld «-).
Der Graf zu Iscnburg - Limburg Johann I. (S. 1298, 1289) war mit seinem Sohne Gcrlach dem Aeltcrcn seinen Bummannen und einer Bürgerschaar aus Limburg, wider die Mrafen von Dietz und Weil- nau, Heinrich und Reinhard, zu Fehde ausgezogen, und hatte ihnen mit Feuer und Schwerdt und Naub gro- ßen Schaden qethcm Jett befand sich Johann I. und sein Sohn Gerlach unter den Nichtern, welche über 1Z09. drei Brüder Ritter von Limburg, die einen andern, Namens Diethcr, ermordet, und emes Ritters Sifrid Gut verwüstet hatten, das merkwürdige Nrtheil fällten, daß die Strafbaren sich auf Jahr und Tag Mseits des Meeres entfernen, oder nach Rom und Compostell wallfahrten, oder mit Leib und Gut büßen sollten. Zur Vollstreckung vereinigten sich die Grafen Heinrich, Emicho, Gerlach und Johann von Nassau, Johann I. von Limburg und Eberhard von Katzenelnbogcn ").
Zwischen den Häusern Iscnburg Salentinischcr Linie, Arnold von Pöttingen, und Sayn auf der ei. nen, und der Gräsin Lysa zu Kovern auf der anderen Seite, hatte seit 1302 ein Erbtheilungsstreit geherrscht, der nun so beiaeleat wurde, daß die Gräfin Lysa ihren drei Schw,eger,ohnen Salentin II. auf der Isenburg, Johann II zu Savn und Arnold (S. 1300. 1302, 1305), jedem c.n Dritttheil der neuen Burg zu Kovern überließ und die alte Burg bis zu ihrem Tode in Besitz behielt; dann^olltc auch diese in drei Anthe.le geschieden, dem Arnold aber von dem Grafen Johann IL, den Robin be„er bedacht hatte, noch eine Geldentschädigung gcqcbcn werden ^)> . <. n? <>-
Graf Johann I. zu Limburg verkaufte die Beste Fraucnstein, eine alterliches Erde, an den Erzbi- uio.
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77) Wenk II , Zssi. 78) <3üntt,cr, Iscnb, Ulk, Müscr. 79) <3e5w l^vir.
8°) Wyttmbach's Gelch, von Trier B, II, 3, 159, 8D V, Mülm.nn's archival.sche Samml, Mnftr.
LZ) Wmk, Th. I., Z88, Z32. 23) Günther, Isniv. Vesch. und Urk. Nlnscr.
