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1812

1313.

1314

schof Peter von Mainz °"), vielleicht, um an dem großen Turniere zu Ravensburg Thcil zu nehmen, 1ZH. vci welchem sich der Graf Dictcrich II. von Nunkcl (S. 1305, 1270) auszeichnete ^'). ,

Die Stadt Limburg schloß mit den Grafen Siegfried und Johannes von Westerburg, Söhnen von Heinrich I. und Agnes von Limburg (S. 1270), ein-Schutzbündnis; gegen Eingriffe des Erzbischofs Balduin zu Trier, der die städtischen Freiheiten in seinem Sprengel so gerne beschränkte '"). Johann I. von Isen- burg - Limburg ging nun zur ewigen Ruhe (den 29. Scptbr.) und seine Gemahlin folgte ihm nach einem Jahre «').

In der Regierung folgte ihm, aus unbekannter Ursache, nicht Gerlach der Aeltere, sondern sein zweiter Sohn Gerlach II. Dieser Graf war, wie die Limburger Chronik rühmt,der klügste Dichter vom Tcutschcn und Lateinischen, als einer seyn mochte in allen Teutschcn Landen." Er vermählte sich mit des Grafen Hein­rich von Nassau-Siegen Tochter Agnes, welche Mutter ward von Johann dem Acltern, und von Jutta. Er verschrieb seiner Gemahlin Agnes zum Witthum das Dorf Else, ein Tricr'schcs Lehen, seinen Thcil an der Burg Cleebcrg und an dem Dorfe Gambach. Zeuge war in der Urkunde Graf Tilmann von Nunkel °«). Dem Kloster Marienborn schenkte er Zehnten zu Rode ««).

Unsere Grasen wurden in die Händel gezogen, die zwischen den Kurfürsten am Rhein entstanden, als der Kaiser Heinrich VII. in Italien plötzlich gestorben war, und der Kurfürst Balduin mit Peter von Mainz und ihrer Parthci den Herzog Ludwig vonVaicrn, dagegen der Kurfürst Heinrich von Köln mit an« dcrn Wahlfürstcn den Herzog Friedrich von Oestcrrcich in Frankfurt zum Kaiser erwählt hatten, und Ludwig von dem Erzbischof von Mainz in Aachen, Friedrich von dem Kölner in Bonn gekrönt worden war. Graf Verlach II. von Isenburg - Limburg war Anhänger Fricdrich's, und unterschrieb (d. 25. Nov.) dessen Krö- nungsurkunde ^°). Zwischen den Erzbischöfen entstand Streit über das Krönungsrccht. Unter den Schieds­richtern, die deßhalb in Aachen erwählt wurden, war auch der Graf Thcodorich von Isenburg-Arenfcls (S. 1203), der von den Neichsfürsten sehr geschätzt wurde 'i>

Des Kaisers Ludwig von Baicrn Bruder, Rudolph, ward Pfalzgraf am Rhein, und Lehnsherr un« sercr Grafschaften,

Das grafliche Haus Nunkel war auf Kaiser Ludwig's Seite; dieser rühmte des Grafen Diete- rich II. (S. 1306. 1311) Verdienste und Treue, belehnte ihn mit der Burg Kalzmont und 30 Pfund Hel­lern, womit die Juden in Wetzlar besteuert wurden, berechtigte ihn, in der Stadt Nunkcl vier Juden zu hal­ten und das Schutzgcld von ihnen zu empfangen, und wies ihm aus Heidelberg auf den Zoll zu Vacha- rach zwei große Turnos von 1000 Pfund Heller an, erhöhte sie im folgenden Jahre bis zu 4225, und legte dem Erzbischof Balduin die Pflicht auf, den Empfänger zu unterstützen. Graf Diccerich erhielt kurz darauf auch von dem Kurfürsten Peter von Mainz das Burglchcn zu Lahncck '").

Der Graf Johann I. von Isenburg-Braunsbcrg gab seine Tochter Isalda (S. 1278) den Burg­grafen Ludwig von Hammcrstcin, zerfiel aber mit ihm über das Patronatrecht in Fcldkirchcn (S. 1200). Ein Schicdsrichtcrausspruch endigte jetzt den Streit zu Gunsten Ludwig's '^).

Des Grasen Johann I. Gemahlin Agnes (S. 1278) verließ jetzt die Welt; die ihr vom Erzbischof Siegfried 1296 zugesicherten Güter zu Basscnhcim und anderwärts, trug Johann I. den: Vasallen Thco­dorich von Basscnhcim, der ihm gefallige Dienste geleistet hatte, bei dessen Verchclichung mit Ncsc, ans, und sicherte auch dieser, nach dem Wunsche Hcinrich's von Basscnhcim, den Genuß jener Güter zu ^). Der Graf Johann vermählte sich zum zweiten Male mit einer Gräsin Margarethe von Wickcrad, um etwa

1315.

1516

84) cinileii coä, äipl ?. III. 85) KIün5t». llal'nnzrapli.

86) ^oiäen. I, c, Wyttenb. Gesch. von Trier 11. 87) coräen.

88) Wenk TK. I. 132. 89) Fischer z. 446. SN) Nenk 1, c.

91) Hunill. «i5t. I'icv. 1°. II. 92) Aus dem Archiv zu Riinkcl.

93) Günther: die Burggrafsch. Hammerstein. 94) Fischer, Urk. XXIX.