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dem noch schwachen Wicdischen Zweige mehr Leben und Dauer zu verschaffen; Margarctha aber blieb un­fruchtbar '°).

Die seit der Kaiscrwahl zwischen dem Kurfürsten Heinrich von Köln einerseits, und den Kurfürsten Peter von Mainz lind Balduin von Trier bestandene Spannung brach nun in offme Feindseligkeiten aus, welche Heinrich anfing. Trotz dein von Kaiser Ludwig erneuerten Landfrieden, sicl Heinrich, im Bunde mit dem Grafen Johann von Kreuznach und andern, aus seiner Beste Brüel in das Trier'sche ein, raubte, plün: dcrtc, und hemmte den Handel. Seine Freunde waren der Gegenkaiser Friedrich von Oesterrcich, Ungarn/ Schwaden, Pfalz, Frankreich und mehrere Nheinstadte. Auf Seiten der Kurfürsten von Mainz und Trier waren: der Kaiser Ludwig, der König Johann von Böhmen, Balduin's Neffe, und die Grafen: Gerhard von Jülich, Wilhelm von Holland, Adolph von Berg, Johann von Hammerstcin, Johann von Sayn, Lu^ thcr von Isenburg-Büdingen; die übrigen Grafen von Isenburg und von Nimkel hielten zurück. Selbst die Stadt Köln half unter Iohann's von Böhmen und Balduin's Leitung ihren Crzbischof in dem Schlosse Brüel belagern. Heinrich hatte auch Linz und Honingen in Verthcidigungszustand gesetzt; wie sich Graf Theodorich von Arenfcls dabei verhalten, ist nicht bekannt. Nach vier Monaten ergab sich Heinrich. Er zahlte an Trier 200 Pfund Entschädigung. Ein besonderer Vergleich zwischen ihm und der Stadt Köln kam zu Frauenkirchen bei Andernach zu Staude ^).

Den Anthcil an der Burg Wicd sammt Zugchörungcn, welchen der Graf Ruprecht von Virncn- burg in dem Jahre 1306 von Siegfried von Eppstcin gekauft hatte, verkaufte Ruprccht's Sohn gleiches Namens an den Grafen Godcward (Gottfried) von Saynbit Mannin bit Bnrgmannin, bit Dinstman^ nin, bit Lande, bit Ludin, bit Gcreyttc inde bit aller der Hcrscyaf, de darzo horinde ist" für 3368z Mark guter Pfennige. Als Zeugen und Bürgen der dabei gegenseitig geleisteten Versprechungen nennt die um» siandliche Urkunde auch den GrafenDedcrich van Arinvcls Herrin zo Wnbnrg, Harin Johann (1.) von Brunsberch, Herrin zo Wnburch, Harin Salintin (IL), Herrin zo Wnburch, Harin Brunne (lV.) van We- de, sun dis Herrin van Brunsberch, Syvarte von Wnburch (Siegfried S. 1278), Broder harin Salin- tins, Gcrlach's sun harin Dedcrichz van Arinvcls, Salintine (lll.), de sun ist harin Salintin's van Wn­burch u. s. w. 9').

Graf Bruno IV. von Isenburg - Wicd lieh seinem Vater Johann I. 500 Pfund Heller, und empfing zum Unterpfand des Vaters Haus zu Isenburg, zun: Witthum für seine Gemahlin Heilwige, unter dem Vor­behalt, daß cs demselben zurücksalle, wenn er jene Summe wieder bezahle. Der Vater bemerkte noch in der Urkunde:Auch stcit vnsie Vorworte also, dat wir uns füllen bcheluin van dem hußc zn Isenburg zu all vnsen noydcn, als ein Vadcr van sins Kindes gude zu regte vnde zu regtcr noyd bchclucn soll :c. ^).

Derselbe Graf stellte um diese Zeit an den Abt von Fulda eine urkundliche Bescheinigung aus, daß 13V sein Burgsitz auf Isenburg schon bei seinen Vorfahren Fuldisches Lehen gewesen fey, wonach sich seine Nach­kommen richten sollten. Sein Schwager Salentin 11. von Isenburg, und ein Burgmann auf Braunsberg, Johann von Grcnzan untcrsicgeltcn das Pergament").

Graf Bruno IV. zu Braunsberg scheint kranklich gewesen zu seyn und seiner Tage Ziel nicht ferne gefühlt zu haben. Er ersuchte den Erzbischof Balduin um die Genehmigung, und erhielt sie, daß er seiner Gemahlin Heilwige eine Rente von 30 Mark zu Rückerodt verschrieb "°). Das Jahr darauf machte er sein Testament, bestimmte sein Grab in Nomersdorf bei seinen Voraltern, vermachte der Abtei feine Waf­fen, Kleider, Kleinodien, zwei Pferde, sechs Malter Hafer, eine Malter Kornzins von seinem Hose zu Rode, gab ihr eine entzogene Wiese zu Adeurod zurück, und setzte der Ab'ei Sayn, den Kirchen zu Isenburg und

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95) Fischer (^XXVIII, 27) Fischer. U.k. Nr, X5IX. 99) Fischer, Nr. QI.XXVII. «cck'i Geschichte.

LL) Li-ovveri .^ini. 1°rev. 1Vler!,",LUl>.

98) Fischer, Urk. Nr. «.XXIX, 100) Archiv, Urk. zu Ncuwied.

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