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Nauert Vermächtnisse aus. Seitdem scheint cr an keinen weltlichen Angelegenheiten mehr Thcil genommen zu haben. Er starb 1326 d. 23. Aug. (S. 1278) ').

Wie der Graf Rmno IV. in die erwähnte Abhängigkeit von dem Erzbischof Balduin gekommen scy, ist noch dunkel; das aber ist bekannt, daß Balduin alle Herren in seinem kirchlichen Umfang unter seine Gewalt zu beugen suchte. So baute cr in dieser Zeit an der linken Seite der Lahn, der Beste Schaum­burg gegenüber, um die Grafen von Westcrburg, Johann und Neiner, aus diesem Besitzthum (S. 1243. 1270) zu verdrängen, die Burg Valdcnstein, und die Grafen sahcn sich gczwungcn, dieses Gruudgut nicht allein, sondern auch Schadcck als Tricr'sche Lehen anzucrkcnncn -).

1322. Der Graf Dietrich II. von Nunkcl (S. 1315) nahm, schr wahrscheinlich, auch jetzt, unter dem Fcldherrn Siegfried von Schwcvpcrmann, wirksamen Antheil an dem entscheidenden Feldzuge seines kaiser­lichen Gönners Ludwig von Baicrn, zu welchem dieser überall Hülfe aufsuchte, und in welchen, er seinen Nebenkaiser Friedrich gefangen bekam. Der Sieger versprach dem Grafen für einen seiner Sohne die erste lcdige Pfründe zu Werden, Worms, Goslar oder Wetzlar ').

Dietrich II. war wahrscheinlich mit einer Tochter des Grasen Gerhard V. von Dicz (S. 1376) Vater von füns Söhnen: Heinrich, Friedrich II., Dietrich III. , Georg und Siegfried II.

1323. Die Grafen von Iscnburg, die an den Gleibcrg'schen Gütern (S. 128O. 1139 42) nebst andern Erben, Antheil hatten, mußten einwilligen, als der Erzbischof Balduin und der Landgraf Otto von Hessen, das Kloster Schiffenberg dem Teutschordcnshause zu Marburg übergaben ^). Einen Erben Glciberg'schcr Besitzungen, Hartrad, Herrn zu Mchrenberg (S. 1163. 1279) bcfchdete zu derselben Zeit der Graf Ger­lach II. (S. 1314) von Iscnburg-Limburg, und sügte ihm durch Brand und Plünderung großen Schaden zu, den cr nach dem Ausspruche eines Austragcgcrichts vergüten mußte ').

1324. Auf Braunsbcrg verpfändete der Graf Johann I. Herr zu Iscnburg die Burg zu Dicrdorf, an den Walpottcn Ludwig von Vasscnhcim, der ihm versprach, dcn Burgfrieden zu halten, und nach geschehener Rück­zahlung die Burg sofort wieder zu räumen °).

1532. Der Gemahl der Erbtochtcr Kuncgunde (S. 1306) von Iscnburg - Kovcrn, Johann II., Graf von

Sayn, erkannte als Herr von Kovcrn, mit seinem Schwager Salentin II. das Erzstift Trier als Lchensbe- hörde ihrer Antheile an der Herrschaft Kovcrn an. Graf Salcntin II. auf der Isenburg versetzte, mit Zu­stimmung seiner Gemahlin Mechald und seines Sohnes Salentin III. (S. 1300. 1319), an das Erzstift Köln unter Heinrich II. Grafen von Virncnburg, sein Haus zu Lahr (Laere) an dem rcchtcn Ufer dcr Wicdmit allen dcn rechten, gude, eckerfcldt, busche, wasscr, weide, bebe und sischcrcyc, uff jene side dcr wede und vff dieser als id van dcr Hecken vff die Steinach jcyt vnd vort na dcr die Stcinbach hin biß vff dic Wcdc und das Dorfs zu Ovcrlaer vff jene siede dcr Wcde zu Flamincrsfcldt weiset mit allen dcn rcchtcn, also davor ist genant, vor eilfhundert Mark Brabants u. f. w."vnd wir sprechen vor vnß vnd vnßcr Nachkommen, daß wir demselben Salentin, seinen Kindern und seinen Erben daß huiß weder füllen geben zo locsen, wanne dat her kompt, sondcr einige vcdcrsprache, mit derselben somen geldts -^ vnd ich Mc- chalde eheliche huißfraw des vorgenannten Salcntins hacn geschworen, dat wir dat hniß noch dat goit nimcr füllen weder gchoischen, also lange, als ist Pfant vnßers vorsprcchcn Herren deß Erzbischof: fts u. f. w." Zeugen waren Dietrich von Arenfcls Herr zu Iscnburg, Engclbcrt von Sayn, Hcrr zu Hom­burg u. a. ^).

Das grafliche Haus Iscnburg-Limburg vermehrte sich indeß, nach dem Tode der ersicn Gemahlin

1) Günther Romersdorfsche Gesch. Mnscr. 2) (üni-äen I c. Han^i. ?i-llärc>ni.

3) Nllnkler Archiu. 4) Quclen. (^. äipl. I'. III. S) Wenk !. c. '

6) Archiv zu Neuw. 7) Fischer, Urk. llXXXVIIl,