.l,M'.M«,W5'«>?<5,'

WWWMM

100

-/.

'.V

.>«

l<H

I»»

dcr den Namen sciucr Wicdischen Altvordern an, und schrieb sich Graf zu Isenburg und Wied, Herr zu Runkel, die letzte Benennung rührte von seiner Großmutter Isalda her (S. 1279, 1266). Von Wied nannte sich zuweilen auch sein Vater Bruno IV. (S. 1319), Auf dcr Burg Wieb wurde um diese Zeit eine Capelle dem heiligen Antonius gewidmet, und Papst Johann XXV. erließ aus Avignon den 10. Iul. Ablaßbriefe für die, welche an dieselbe Geld und andere Geschenke steuern wollten. In dem Burgflccken Wied war die Kirche dem heiligen Georg geweiht ^).

Graf Siegfried von Runkel, Probst zu Gcmünden (S. 1308), ein reicher Herr, hatte 1326 dem Herrn zu Weilnau, Heinrich, einen Thcil von Oderroßbach abgekauft, und verkaufte ihn wieder an den Grafen Gcr- lach von Nassau,,für 100 Mark '). Jetzt seinem Ende nahe, vermachte er in seine:« Testamente dem Kloster Bcsselich bei Ol'erdiefenbach IN Mark Heller zu Ankauf von Gütern. Seme übrigen Besitzungen erbte sein Bruder Graf Dicterich II. von Nunkel (S. 1322). 1323. Dieser verglich sich nun mit dem Grafen Gottfried von Dictz und Emicho von Nassau, über das Deff:

nungsrccht und den Burgfrieden des Schlosses Dehren. An ihn verkaufte Gottsried von Wicken den Hof und Zehnten zu Hintermeilingen für 30 Pfund Pfennige "). Dietz hatte zu dieser Zeit auch Theil an Runkel, und wurde vou dem Grafen von Runkel ersticht, ihn zu verkaufen oder zu versetzen ").

Der nachbarliche Verwandte, Graf Gcrlach II. zu Isenburg-Limburg (S. 1312, 1314), cin glänz« süchtiger Herr, vergrößerte, bei königlichen! Aufwände, die Schulden, die sein Vater gemacht hatte, durch im­mer neue Anleihen. In Einvcrsiändniß mit seiner Gemahlin Kuncgund (S. 1325), borgte er jetzt von dem Rath und dcr Bürgerschaft zu Limburg 4,000 Pfund Hallische Heller, gegen Versatz der Stadt selbst, ihrer Ge­fälle und ihres Einkommens, und seiner eigenen Freiheit. Zeugen dieses Vertrags waren: Graf Reinhard von Westerburg, Engelbert von Sayn. Dcr steigende Wohlstand dcr Stadt war die Hülfsquelle des Grafen, aber auch die Ursache des Verfalls stincr Herrschaft '°).

In dcr Isenburg - Arcnfcls'schen Linie vermählte Graf Thcodorich seine ungenannte Tochter (S. 1278) an Hermann von Helfenstein. Die Mitgabe bestand aus Iscnburg'schcn Allodicn bei Heimbach, Weiß, Val- lcndar und Gülz, so daß sie wieder an das Haus Isenburg eingelöst werden sollten. Zeuge war Graf Sa- lcntin von Isenburg ").

Salentin's II. Grcnznachbar und Schwager, Graf Johann I, von Sayn, und dessen ältester Sohn Gottfried II. waren jetzt todt, der jüngere Sohn Johann II., Rcgierungsnachfolgcr, nahm seines Oheims En­gelbert (S. 1305) von Homburg, Herrn zu Vallcndar, Besitzungen zum Thcil in Anspruch, doch ohn« Gcwinn. 1339, Wic Johann II. von Sayn, so empfing auch des Grafen Salentin II. von Isenburg Sohn, Sälen»

tin III. von dem Erzbischof Valduin die Bclchnuug über den dritten Theil von Kouern; Graf Salentin mußte auch dic, 1323 verweigerten, alten Lehnuriefe an Balduin herausgeben, und von diesem sich mit dem Kovcrn- hause auf Isenburg, mit dem Wildbann um Isenburg, und mit den Gütern Heimbach, Mctternich, Mcrgcn« Hausen, belehnen lassen '").

Theodorich (Dietrich) von Arenscls betrauerte jetzt den Tod seines ältesten Sohnes Theodorich (S. 1278), und schcnkte mit stincr Gemahlin Hedwig, zu dessen Seelenheil der Abtei Nomcrsdorf, einen Zins zu Hcimbach ").

Graf Wilhelm I. zu Wied vermählte sich in dieser Zeit mit Ruprccht's von Virncburg Tochter Agnes, welche zur Mitgift den, von ihren, Vater wiedereingcloftcn, Eppstein'schen Erbrcst an der Burg Wied und ih­rem Zugchor erhielt, den er seit 1319 nochmals an Dietrich von Mcyenseld versetzt gehabt hatte '"). Mit

8) Aus dem Archiv zu Neuwied. 9) Nenk, Th. I, IN Von Mülmann's Archiv. Samml. Mnscr.

11)Arch, zu Neuwied. IL) 0>, c!^,, M5t'. ?^ßi I^)'an I.ini1>. IVInzcr.

13) Fische/, Urk, XciVIIl. 14) Günther, Isenb. U^, Müscr.

15) Günchei-, Gesch von RomerZd. Muftr. 16) Fischer, Z 708.