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1530,

1332.

dieser ersten Gemahlin brachte Graf Wilhelm die ganze Grafschaft Wicd wieder zusammen. Er ward mit Ag­nes von Virneburg Vater der drei Kinder Wilhelm, Heilwige und Agnes '?).

Der Ast Isenburg-Büdingen hatte durch den Grafen Luther (S. 1303) mit seiner Gemahlin Iscn- gard, Tochter des Grafen von Falkenstein - Münzenberg, neue Zweige getrieben in seinen Söhnen Heinrich und Philipp. Seine Tochter Helwigis ward an Engelbert von Zicgcnhain verchlicht; eine andere Walburgis blieb wohl unvcrmählt. Graf Luther stand mit dem Erzbischof Nalduin in gutem Vernehmen. trat mit ihm, nebst andern Dynasten, bei den drohenden Umstanden in Teutschland, in cin Bündniß zu gegenseitiger Bcschützung. und begab sich auf sein Geheiß nach Fulda, um dort einen Bürgeraufruhr wider den Abt zu stillen '°). Der Erzbifchof Baldnin begann jetzt den Bau des Carthäuserklostcrs bei Koblenz, der nach zehn Jahren vol- ^31. lendet wurde °').

Graf Wilhelm I. (von Braunsdcrg) zu Wicd erhielt von dem Ritter Ludwig von der Ncucrburg an der Wicd, Walpotcn der Grafschaft von Niederwicd, dessen Haus Rcichcnstcin an der Holzbach zwischen Dier- dors und der Sieg, lehnsweise, mit allem Rechte und Gewinn. In der Folge wurden die Herren von Reichen- stein von Wicd belehnt °°),

Die Grafen: Gerlach von Isenburg-Arcnfcls (S, 1319), Salcntin (III.) von Isenburg, Wilhelm I. von Braunsbcrg (Wied) und Gottfried von Sayn, Herr zu Homburg (Engelbert's I. (S. 1228) Sohn) nebst andern mit Sayn verbündeten Rittern, waren wider die Grafen von Heinsberg und Blankcnbcrg in Streit und Orlog (Fehde) gereichen. Die zwischen beiden Thcilen angenommenen Schiedsrichter ucrurthciltcn jene, daß sie dem Herrn von Heinsberg dienen solltenmit hundert Mannen zu Rittcrsrcchtc binnen diesen ney- sten jaire, wan he it heischet vp welche stat dar he sy wil stieren binnen Landes dat sie mit cren rydcn mögen ^ ^)."

Der eben gedachte Graf Engelbert, Herr zu Homburg, und seine Gemahlin Agnes von Greifcnstein, belehnten einen Romanus von Cramburg mit Zehnten zu Schuppach, Holzhausen u. s. w. Die Bestätigung erthcilte der Bischof von Worms. In spätem Zeiten wurden die Grafen von Wicd als Herren von Nunkcl, mit der Grafschaft Greifcnstein von Worms belehnt °-).

Graf Heinrich von Iscnburg-Büdingen (S. 1329) verchlichte sich mit des Grafen Ulrich von Hanau- Münzcnbcrg Tochter Adclhcit, die seit 1323 Wiltwe des Grafen Eberhard II. von Katzcnelnbogen war "). Aus dieser Ehe waren Heinrich, Johannes, Wilhclm und Agncta.

Graf Gcrlach ll. von Isenburg-Arenfcls theiltc uüt seinem Vater Theodorich die Negierung. Er ver­band sich zuerst mit einer Grasin Lysa von Brunshofcn, die ihm die Sohne Theodorich und Johann gab. Gcrlach'Z II. von Arenfels Vater Theodorich erklärte sich über die Wiedcrcinlosung des seinem Eidam Her­mann von Hch'cnstcin (S. 1328) als Mitgabe seiner Gemahlin übermachten Gutes so, daß die 20^> Mark in die Hand Gerlach's und seiner Gemahlin Lysa, oder durch sie in dic Hand Wilhelnrs zu Braunsbcrg fallen sollten. Zcugcn dieser Willenserklärung waren: Engelbert von Sayn (Herr zu Homburg und Vallendar), Sa­lcntin zu Isenburg, und Sohn, Wilhelm von Wicd °^).

Dcr Graf Wilhclm I. zu Isenburg und Wicd ließ sich nun, in dem Streite von 1327 an, mit seinem Oheim Wilhclm II. von Katzenelnbogcn in einen Vergleich ,cin, nach welchem cr seine Ansprüche auf den müt­terlichen Landescrbtheil aufgab, gegen eine Vergütung von 900 Pfund Heller, und vierjährigen Genuß dcr Pfarrrenlen zu Bieder und Heddesdorf, welche Dicthcr von Kccheuelnbogen, Bruder Wilhelm's II, besaß, oder wie die Urkunde sprich:: derzu Beveren und zu Heidesdorf ein Pastor iz." Wilhelm I. zu Wied versprach diesem, daß er alle Jahre von der Gülde der Kirchen den Vicaricn so viel lassen wollte, als ihnen dcr Pastor schuldig war zu geben. Nach Ablauf dcr vier Jahre sollte Dicthcr jcne Kirchen wieder erhalten, und so lange cr dort Pastor wäre, von Wilhclm die nöthige Hülfe erhalten. Zeugen der Urkunde waren : Graf Theodorich

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1333,

17> Günter, Iftnb urk, Gesch. Mnscr. 18) Linker, .^nn-ll.

19) HonUi, ?!'U(Iio>n. 2N) Rich- zu Ncinvicd. 21) Fischer c^XQI. Ur!

22) W,!>k, I. c. ZZ) Wcnk I., 295.

24) Fischer, Urk. 0,